TURN ON Rückblick: Unsere 4 besten Smartwatches 2015

Das waren unsere besten Smartwatches 2015. Das waren unsere besten Smartwatches 2015.

Smartwatches erregten im Jahr 2015 für deutlich mehr Aufmerksamkeit als jemals zuvor. Das lag natürlich an der Apple Watch, aber auch an den guten Ideen anderer Hersteller. Das sind unsere besten Smartwatches des Jahres.

2015 sollte das Jahr der Smartwatches werden. In gewisser Weise wurde dieses Versprechen sogar gehalten: Nie zuvor standen die vermeintlich klugen Uhren so stark im Fokus von Medien und Verbrauchern. Für einen echten Durchbruch oder das große Wow-Erlebnis hat es am Ende nicht gereicht. Trotzdem gab es bei Smartwatches 2015 einen Trend, der vor allem in den letzten Monaten unübersehbar war.

1. Samsung Gear S2: Der neue Ansatz

Wer hätte das zu Beginn des Jahres gedacht? Nicht Apple, sondern Samsung hat die vielleicht interessanteste Smartwatch 2015 abgeliefert. Drehte sich Anfang des Jahres noch alles um die Apple Watch, so flachte die Euphorie um das erste Wearable von Apple nach dem Release ziemlich schnell wieder ab. Mehr Aufsehen erregte schon bald die Gear S2 von Samsung, die als erste Smartwatch überhaupt mit einem überzeugenden Bedienkonzept aufwarten konnte. Zwar gibt es auch bei der Gear S2 einen Touchscreen, das zentrale Bedienelement ist jedoch die drehbare Lünette.

Dank ihr landen weniger Fingerabdrücke auf dem Smartwatch-Display als...
Die Samsung Gear S2 besticht mit ihrer drehbaren Lünette. (© 2015 TURN ON)

TURN ON-Testerin Franzi, die in der Vergangenheit schon einige Erfahrungen mit diversen Smartwatches sammeln konnte, war von der Gear S2 daher auch vergleichsweise positiv angetan. Im Test bescheinigte sie der drehbaren Lünette sogar einiges Suchtpotenzial. Generelle Schwächen von Smartwatches konnte jedoch auch die neue Samsung-Uhr nicht vollständig ausmerzen.

2. Huawei Watch: Prunkvoller Einstand

Mit Huawei stieß in diesem Jahr ein neuer Player auf den Smartwatch-Markt vor. Die Huawei Watch gibt sich allerdings keineswegs dezent, sondern scheint laut zu rufen: "Hier bin ich, beachtet mich!" Dabei unterscheidet sich das kreisrunde Gehäuse durchaus positiv von den meisten rechteckigen Smartwatches. Allerdings wirkt die Huawei Watch trotzdem recht dick und wuchtig – man möchte fast schon sagen: protzig. Ob das gefällt oder nicht, ist natürlich reine Geschmacksfrage.

Die Zifferblätter bleiben fünf Sekunden lang eingeschaltet...
Optisch beeindruckender Einstand: Die Huawei Watch. (© 2015 TURN ON)

Geht es um innere Werte und Funktionen, dann präsentiert sich die Huawei Watch genauso spektakulär oder unspektakulär wie fast alle anderen Smartwatches. Konkret bedeutet das: Android Wear. Das Google-Betriebssystem für Wearables läuft auch auf der Huawei Watch und bringt die gewohnten Apps und Funktionen mit. Im TURN ON-Test konnte Benjamin keine Überraschungen erkennen.

3. Moto 360 (2015): Fast alles wird besser

Motorola ist eigentlich schon einen Schritt weiter als die Konkurrenz. Immerhin hatten die US-Amerikaner bereits 2014 ihre erste runde Smartwatch auf den Markt gebracht. Seit Oktober gibt es die Moto 360 jedoch in einer zweiten Generation. Diese wirkt noch schicker als ihr Vorgänger und kann damit unter den Smartwatches fast schon als Design-König gelten. Mir zumindest ist bislang keine schickere Variante untergekommen.

Bei eingeschaltetem Display zeigt sich der Plattfuß am unteren Rand.
Schick mit Plattfuß - die Moto 360 (2015) hat eine Schwäche. (© 2015 TURN ON)

Trotzdem leistet sich Motorola auch Schwächen. So störte bei der Moto 360 (2015) im Test noch immer der schwarze Lichtsensor direkt auf dem Screen. Dieser lässt das eigentlich kreisrunde Display aussehen, als hätte es einen Platten. Samsung leistet sich diesen Schnitzer bei der Gear S2 nicht.

4. Apple Watch – da war doch noch was

Moment, was ist eigentlich mit der Apple Watch? Die erste Smartwatch von Apple hatte vor allem Anfang des Jahres für Aufsehen gesorgt. Von den Erfindern des iPhones wurde dabei nicht weniger erwartet als die Revolution des kompletten Marktes. Sie blieb allerdings aus. Abgesehen von einem anderen Bedienkonzept konnte die Apple Watch kaum spektakuläre Ausrufezeichen setzen. Einen Test bei TURN ON gab es übrigens auch nicht. Das Problem war die Liefersituation zum Release. Als die Computeruhr schließlich zwei Monate nach dem Release doch noch ihren Weg in unser Redaktionsbüro fand, war der Hype um das Wearable längst schon wieder abgeklungen.

Apple Watch 25
Die Apple Watch setzt auf Force Touch. (© 2015 TURN ON)

Mit Force Touch, also dem Druck-intensiven Display, verfügt die Apple Watch über ein Bedienkonzept, das sich in der Theorie deutlich von dem anderer Smartwatches unterscheidet. In der Praxis zahlt es sich allerdings nicht so gut aus wie etwa die drehbare Lünette der Samsung Gear S2. Auch sonst kann sich die Smartwatch von Apple nicht grundlegend von anderen Modellen abheben. Für iPhone-Besitzer dürfte sie dank der iOS-Anbindung trotzdem die logischste Wahl beim Kauf einer Smartwatch sein – zumindest wenn man sich mit dem Design anfreunden kann.