XCOM 2 angespielt: Wir holen uns die Welt zurück!

"XCOM 2" erscheint im Februar 2016 exklusiv für den PC. "XCOM 2" erscheint im Februar 2016 exklusiv für den PC. (© 2015 Firaxis/TURN ON)

Im Februar 2016 wird der zweite Teil der Neuauflage des Strategie-Klassikers "XCOM" erscheinen – wir konnten aber schon vorab ein paar Stunden zocken! Uns erwarten jede Menge Neuerungen und viele knifflige Entscheidungen bei der Jagd auf fiese Aliens.

Für den zweiten Teil von "XCOM" erschaffen die Entwickler eine Parallelwelt, in der die Menschen am Ende des ersten Teils den Kampf gegen die Aliens verloren haben und nun auf der Erde unterdrückt werden. Das können wir so natürlich nicht stehen lassen und scharen einige Krieger um uns, um die Kreaturen nach und nach zu bekämpfen.

Das Spielprinzip: "XCOM 2" ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, in dem der Spieler seine Soldaten wie auf einem Schachbrett über die Karte manövriert. Jede Figur hat zwei Züge, die zum Beispiel für das Laufen oder für Aktionen wie schießen oder in Stellung gehen verwendet werden können. Hat man all seine Figuren bewegt oder in Position gebracht, sind die Aliens am Zug.

Das Hauptquartier geht in die Lüfte

Im Gegensatz zum ersten Teil hat der Spieler in "XCOM 2" eine fliegende Basis. Das Hauptquartier ist ein Raumschiff, auf dem wir viel Zeit investieren, um neue Räume zu bauen. Zum Beispiel erforschen wir hier die ultramoderne Alientechnologie, bauen bessere Waffen oder trainieren unsere Soldaten. Das Raumschiff nennt sich "Avenger" und mit diesem fliegen wir zu neuen Einsätzen. Dafür gibt es eine Weltkarte – doch Vorsicht! Wir können auf dem Weg zu einer Mission den Weg der Aliens kreuzen! Und müssen uns dann einen Kampf auf dem Raumschiff liefern. Wo unser Einsatzteam als Nächstes zuschlagen soll, kann im zweiten Teil auch um einiges freier bestimmt werden.

Insgesamt gibt es unter unseren Kämpfern fünf Klassen. Die besten Neuzugänge gegenüber dem Vorgänger-Teil sind hier der Spezialist und der Ranger. Der Spezialist hat einen coolen Sidekick: Eine kleine Drohne ist sein treuer Begleiter. Diese unterstützt uns im Kampf und dürfte richtig praktisch sein, wenn sie zum Beispiel feindliche Anlagen hackt, ohne dass wir selbst unsere Deckung verlassen müssen. Der Ranger kann wie ein schleichender Ninja gespielt werden. Kommt es zum Nahkampf, zückt er sein Schwert und kann damit ordentlich austeilen.

Apropos Soldaten: Die können wie bisher optisch verschönert werden. Aber in "XCOM 2" haben wir dafür viel mehr Möglichkeiten. Wir verpassen unseren Helden auch Tattoos, Narben und sogar spezielle Körperhaltungen. Dazu kommen Waffen in lustigen Farben, denen wir sogar Namen geben können, um individuelle Charaktere zu erschaffen.

XCOM 2
Die Aliens haben die Erde übernommen und müssen bekämpft werden. (© 2015 Firaxis/TURN ON)
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Auch bei "XCOM 2" gibt es wieder mehrere Klassen. (© 2015 Firaxis/TURN ON)
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Das Spiel ist natürlich wieder rundenbasiert.

Die einzelnen Missionsgebiete waren zwar auch im ersten Teil schon zufallsgeneriert, sich aber dennoch recht ähnlich. Das soll sich nun stark verbessert haben. Laut den Entwicklern wird man keine Karte doppelt sehen, bei jedem Start soll alles anders aussehen. Außerdem können wir die Umgebung im Kampf vielmehr zerstören als bisher.

Neu ist auch, dass wir uns im Kampf tarnen können. Betreten wir die Maps, wissen die Aliens noch nicht, dass wir sie gleich überraschen werden. So haben wir den Vorteil, dass wir uns anschleichen und in eine gute Ausgangslage bringen können. Ab und zu lassen sich auf dem Feld auch Dinge einsammeln, die uns wieder in diesen "Unentdeckt"-Modus bringen. Gefallene Team-Kollegen können in "XCOM 2" über die Schulter geworfen und zum Evakuierungspunkt getragen werden. So gehen auch ihre speziellen Waffen nicht verloren. Schwierig wird es, wenn die Feinde öfter neue Unterstützung bekommen. Hier ist gar nicht vorhersehbar, welcher Alientyp auf uns zu kommt und vor allem aus welcher Richtung die Verstärkung anrückt.

Zwischen den Missionen bemerken wir ab und zu, dass die Aliens gerade an einer neuen Technologie forschen. An dieser Stelle können wir uns einschalten und versuchen, eine davon zu verhindern. Doch scheitern wir bei dieser Mission, erreichen sie ihr Ziel auf jeden Fall und werden noch stärker. Einen besonderen Fokus möchten die Entwickler nach dem Release von "XCOM 2" auf die Community legen. Über den Steam-Workshop bekommen Tüftler Zugang zu den Spielinhalten, um sie zu modifizieren und eigene Karten, Missionen oder ganz neue Spielfunktionen zu entwickeln.

Fazit: Alter Flair mit sinnvollen Erweiterungen

Wer auf knifflige Strategiespiele steht, wird mit "XCOM 2" sicherlich viel Spaß haben. Schon die Vorabversion hatte es ganz schön in sich. Die klassischen Elemente aus den rundenbasierten Kämpfen werden im zweiten Teil mit vielen sinnvollen und stimmigen Verbesserungen aufgewertet. Die drei Stunden, die wir schon spielen konnten, waren sehr gelungen! Am 5. Februar 2016 findet der Release von "XCOM 2" exklusiv für den PC statt. Eine Altersfreigabe steht noch aus.