Android

Ursprünglich war Android eine Software zur Steuerung von Digitalkameras – doch dann kam Google. Mittlerweile hat sich Android zum am weitesten verbreiteten Betriebssystem auf Mobilgeräten entwickelt. Anders als iOS von Apple ist das System quelloffen. Dementsprechend kann jeder Hersteller es individuell anpassen. Das bringt Vorteile mit sich – aber auch Nachteile.

Die Wurzeln des Betriebssystems reichen in das Jahr 2003 zurück. Damals hatte der Entwickler Andy Rubin das Unternehmen Android gegründet. Allerdings hatte er sich darauf konzentriert, Software für Digitalkameras zu programmieren. Google hatte aber andere Pläne: Im Jahr 2005 übernahm der Tech-Gigant die kleine Software-Schmiede.

Das HTC Dream war das erste Android-Smartphone

Zwei Jahre später entstand aus dem Programm das heute weltweit bekannte Betriebssystem. Das erste Smartphone mit Android war das HTC Dream, das im Oktober 2008 auf den Markt gekommen war. Seitdem hat sich das OS zum Marktführer gemausert: Im zweiten Quartal 2014 war es auf rund 85 Prozent aller neu verkauften Smartphones installiert. Zum Vergleich: Das Betriebssystem iOS von Apple lag im gleichen Zeitraum bei etwa zwölf Prozent.

Der Vorteil von Android: Individualität

Das mobile Betriebssystem Android verfolgt einen anderen Ansatz als iOS von Apple. Während die Software des iPhone-Herstellers ein geschlossenes und kaum anpassbares System ist, kommt Android sehr viel individueller daher. Die Oberfläche des Betriebssystems lässt sich je nach Wunsch anpassen, da der Quellcode offen ist. Von Hersteller zu Hersteller kann es so völlig anders aussehen. Technikbegeisterte können zudem in den verschachtelten Menüs bis in die tiefsten Einstellungsebenen vordringen.

Android-Vielfalt hat auch Nachteile

Der Vorteil Individualität kann aber auch schnell zum Nachteil werden. So kommen System-Updates aufgrund der großen Fragmentierung oft nicht für alle Handys – oder sie kommen deutlicher Verspätung. Der Grund: Die großen Smartphone-Hersteller müssen den Quellcode der jeweils neuesten Version an ihre Benutzeroberflächen anpassen. Anders sieht es natürlich bei Geräten aus, die ein unmodifiziertes Android-System nutzen – dazu zählen beispielsweise das Google Nexus 6 und das Google Nexus 9. Auch die Gefahr durch Schadsoftware ist wegen der offenen Struktur von Android ungleich größer. Die individuelle Anpassung kann zudem dazu führen, dass das Betriebssystem nicht immer intuitiv zu bedienen ist.

Wo geht die Android-Reise hin?

Seit dem Release von Android 1.5 im Jahr 2009 gibt Google dem Betriebssystem nicht nur schnöde Versionsnummern – sondern auch die Namen von Süßigkeiten. So heißt Android 4.0 auch "Ice Cream Sandwich". Version 4.4 wurde unter dem Namen "KitKat" bekannt. Das mobile Betriebssystem gibt es als Android Wear inzwischen auch für Smartwatches und andere Wearables. Die neueste Version erscheint im November 2014 und läuft unter dem Codenamen "Lollipop".

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