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Android 9.0 P: Das musst Du über das neue Betriebssystem wissen

Nach Android O kommt Android P – mit welcher Süßigkeit Android 9.0 assoziiert werden wird, ist derzeit noch unbekannt. Auf der Google I/O 2018 wurden jedoch die neuen Features vorgestellt und auch eine erste öffentliche Beta zum Download freigegeben. Wir haben alle Infos zur neuen Software.

Am 21. August hat Google Android 8.0 Oreo veröffentlicht, das auf den ersten Blick gar nicht so viele Neuerungen gegenüber Android 7.0 Nougat mitbrachte. Die wichtigsten Änderungen fanden unter der Oberfläche statt, die den alltäglichen Umgang mit Android-Smartphones und -Tablets verbessern sollten. Diese Entwicklung dürfte mit Android 9.0 P fortgesetzt werden.

Features: Welche Neuerungen sind zu erwarten?

Android 9.0 P wird einfacher und vor allem noch viel intelligenter: So soll Adaptive Battery für eine bis zu 30 Prozent längere Akkulaufzeit sorgen, in dem die Software selbstständig erkennt, welche Apps häufig genutzt werden und welche nicht. Nicht benötigte Dienste im Hintergrund werden so automatisch beendet.

Maschinelles Lernen kommt bei einer Funktion namens Adaptive Brightness zum Einsatz: So regelt Android 9.0 P selbstständig die Helligkeit nach oben oder unten in Abhängigkeit des Umgebungslichts. Außerdem erkennt die Software die Art der Anwendung und reguliert so ebenso automatisch die Helligkeit.

Die sogenannten App Actions sollen den alltäglichen Umgang mit Android-Geräten erleichtern: Erkennt das Betriebssystem etwa angeschlossene Kopfhörer, bietet es dem Nutzer die Option, direkt ein Telefon zu starten oder aber auch das zuletzt gespielte Musikalbum weiterzuhören.

Auch optisch werden mit Android 9.0 P einige Änderungen auf den Smartphones einziehen, allen voran die Navigationsleiste, die einen frischeren Look bekommt. Sie besteht in der neuesten Version aus einem Strich in der Mitte, der zugleich als Home-Button fungiert. Außerdem unterstützt das neue Betriebssystem auch die Gestensteuerung: Ziehst Du den Strich in der Mitte hoch, werden in einer neuen Ansicht automatisch fünf Apps eingeblendet, die aufgrund einer internen Statistik ermittelt werden. Ein weiterer Wisch nach oben blendet die normale Übersicht aller Apps ein. Kopfbewegungen werden ebenso erfasst: So kannst Du allein durch Bewegen des Kopfes nach links und rechts in der Task-Ansicht durchblättern.

Um das eigene Wohlbefinden seiner Nutzer sorgt sich Google ebenfalls und fasst deshalb einige Steuerelemente dafür unter dem Dachbegriff Digital Wellbeing zusammen: Das soll Dir helfen, dass Handy auch einmal aus der Hand zu legen. So kannst Du zu einer definierten Zeit den Bildschirm einfach Schwarz-Weiß färben lassen. Zugleich erhältst Du ausführlichere Informationen zu Deiner App-Nutzung auf einem ansehnlich gestalteten Dashboard.

Android 9.0 P wartet auch mit der Unterstützung für ein Element auf, welches das iPhone X so richtig salonfähig machte: Die Notch. Entwickler können so die Aussparung für Kamera, Sensoren und Co. leichter berücksichtigen und besser integrieren. Verbessert wurde auch der Support von gleich mehreren Kameras: Entwickler können bei Integration von Dual- oder auch Triple-Kameras besser die Möglichkeiten des Betriebssystem nutzen, um etwa Zooms oder Bokeh-Effekte zu integrieren.

Freuen können sich Nutzer auch auf einen deutlich besseren "Nicht stören"-Modus. Ist dieser aktiviert, werden keine Benachrichtigungen mehr zugestellt. So kannst Du sicher sein, dass Du nicht von Nachrichten oder sonstigen Benachrichtigungen gestört wirst, wenn Du es nicht wünschst. Einzige Ausnahme bilden dann nur noch favorisierte Kontakte, und auch in diesem Fall nur bei Anrufen – Text-Nachrichten bleiben weiterhin tabu.

Namensfrage: Wie wird Android 9.0 heißen?

Eine Süßigkeit mit dem Anfangsbuchstaben "P" wird namensgebend für die nächste Android-Version. Aber welche? Die Gerüchteküche hat bereits einige schmackhafte Ideen in petto: Android Pie oder Varianten wie Android Pumpkin Pie und Android Pecan Pie kommen darin genauso vor wie Android Popsicle, Android Pancake, Android Peanut Butter, Android Praline, Android Pop-Tart oder Android Peppermint. Einen möglichen Hinweis gab Google sogar selbst, als der Termin für die Entwicklerkonferenz Google I/O 2018 durch mehrere Rätsel bekannt gegeben wurde. In Rätsel Nummer 3 war ein Ananaskuchen platziert – könnte Android 9.0 also Android Pineapple Cake oder einfach Android Pineapple werden?

Release: Wann wird Android P erscheinen?

Im Rahmen der Google I/O 2018 veröffentlichte der US-Hersteller die erste öffentliche Beta der neuen Software. Diese kann nicht nur auf den hauseigenen Pixel Phones getestet werden, sondern bereits auch auf Smartphones anderer Hersteller. Folgende Smartphones können derzeit am Beta-Test von Android 9.0 P teilnehmen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel 2
  • Google Pixel 2 XL
  • Essential Phone
  • Sony Xperia XZ2
  • OnePlus 6
  • Xiaomi Mi Mix 2S
  • Nokia 7 Plus
  • Oppo R15 Pro
  • Vivo X21

Der finale Release dürfte dann wieder im Spätsommer oder Herbst erfolgen. Android 8.0 Oreo wurde Ende August vorgestellt, ein ähnlicher Termin ist auch für den Nachfolger denkbar.

Herstellerfrage: Wird mein Gerät Android 9.0 bekommen?

Zu Beginn wird Android 9.0 P zunächst auf Google-Geräten verfügbar sein. Die anderen großen Hersteller müssen das Betriebssystem dann erst noch für ihre Geräte anpassen und gegebenenfalls mit einer eigenen Nutzeroberfläche versehen. Mit neuen Smartphone-Modellen, die ab Werk unter Android 9.0 laufen, ist voraussichtlich auf der IFA 2018 im September zu rechnen. Die ersten Smartphones, die ein OTA-Update auf Android P erhalten werden, dürften unter anderem die 2017er Modelle von Nokia zählen. Der Hersteller versprach, alle seine Smartphones aus dem letzten Jahr mit Android 9.0 P zu versorgen.

Datenblatt

  • Art
    Mobiles Betriebssystem
  • Vorstellung
    8. Mai 2018
  • Release
    Herbst 2018
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