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Beats Electronics

Wofür steht das B? Richtig, Beats Electronics.
Wofür steht das B? Richtig, Beats Electronics. (©picture alliance / empics 2014)

Jeder kennt sie: die knallig-bunten Kopfhörer von Beats Electronics. Was als Idee von audiophilen Rappern begann, ist nun ein milliardenschweres Tech-Unternehmen.

Beats Electronics machte erst Musik zum Erlebnis, dann Kopfhörer zum Modeaccessoire und schließlich Dr. Dre zum ersten Hip-Hop-Milliardär. So verdient man in acht Jahren 3,2 Milliarden US-Dollar.

Von Apple zu Apple: Die Geschichte von Beats

Alles begann 2006, als Musikproduzent Jimmy Iovine und die Rap-Legende Dr. Dre sich Gedanken über Musik machten und zwei Probleme feststellten: Musikpiraterie und schlechte Songqualität. Ironischerweise war es Apples iPod, der einen Großteil zur Problematik beitrug. Ihre Lösung: hochwertige Kopfhörer, die einerseits ein gutes Musikerlebnis bieten und andererseits Geld in die Kassen spülen.

In Kooperation mit Musikgrößen wie Pharell Williams und M.I.A. entstand 2008 das erste Produkt: der Beats by Dr. Dre Studio-Kopfhörer. Mit seinen Connections platzierte Dre die Headphones in verschiedenen Musikvideos und erhöhte so die Beliebtheit bei den Fans. 2011 sicherte sich HTC für 309 Millionen US-Dollar die Hälfte der Anteile, nur um sie ein Jahr später für weniger als die Hälfte wieder zu verkaufen. 2014 dann der Paukenschlag: Für die satte Rekordsumme von 3,2 Milliarden US-Dollar kauft Apple das Unternehmen.

Kopfhörer als Statussymbol: Beats Electronics heute

Mittlerweile sieht man die auffälligen und basslastigen Beats-Kopfhörer an den Hälsen und Köpfen von Popstars, Fußballspielern und auch in den Innenstädten dieser Welt. Es gibt sie klassisch basslastig wie den Solo HD, kabellos als Solo 2 Wireless oder  – wie Alex testen durfte – speziell für den Sport. Sogar kabellose Bluetooth-Lautsprecher, wie der Beats Pill, werden mittlerweile vertrieben. Mit Celebrities wie Nicki Minaj, Lil Wayne, Lady Gaga und LeBron James als Representanten verkaufen sich die Produkte wie geschnitten Brot und bescheren dem Unternehmen Milliarden-Umsätze. Star-DJ David Guetta hat sogar sein eigenes Modell: die Beats by Dr. Dre Mixr.

Darüber hinaus findet man Beats-Technologie in Smartphones, Laptops und Autos. Seit 2013 betreibt Beats zudem einen kuratierten Streaming-Dienst, ähnlich wie Spotify, für den Apple anscheinend größere Pläne hat. In jüngerer Vergangenheit ziehen bei Beats jedoch auch dunkle Wolken auf. Die Produkte seien minderwertig und überteuert. Darüber hinaus machen Plagiate und Klagen von Konkurrent Bose und dem ehemaligen Partner Monster Probleme.

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