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"Call of Duty: WW2" im Hands-on-Test: Ganz großes Weltkriegs-Kino

"Call of Duty: WW2" kehrt in den Zweiten Weltkrieg zurück – wir haben das Spiel bei der E3 im Hands-on-Test angespielt.
"Call of Duty: WW2" kehrt in den Zweiten Weltkrieg zurück – wir haben das Spiel bei der E3 im Hands-on-Test angespielt. (©Activision 2017)

Zurück zu den Wurzeln: "Call of Duty: WW2" lässt mit seinem Setting im Zweiten Weltkrieg viele Gamerherzen höher schlagen. Waren die letzten Teile der Serie eher futuristisch angehaucht, beschäftigt man sich jetzt wieder mit der harten Realität des Krieges. Auf der E3 konnten wir uns einen ersten Eindruck von der spektakulären Kampagne und dem neuen Multiplayer-Modus "Warmode" verschaffen.

Kinoreife Single-Player Kampagne

Von Anfang an fällt auf: "Call of Duty: WW 2" ist verdammt gut inszeniert! Tief fliegende Flugzeuge, ständige Explosionen, überall passiert etwas, die Grafik ist stark. Die Singleplayer-Kampagne zieht mich sofort wie ein spannender Film in Bann. Schon beim Zuschauen fiebere ich mit dem Hauptcharakter Donald "Red" Daniels, einem jungen Rekruten, mit. Später spielen wir auch andere Charaktere, auf die Red auf seinem Weg trifft – unter anderem die französische Kämpferin Rousseau.

Die Musik erinnert dazu an große Hollywood-Produktionen und die Soundeffekte sind heftig. Am Ende der Demo fällt unter Getöse hochdramatisch eine ganze Kirche zusammen und Red kann sich in letzter Sekunde vor der herabfallenden Glocke des Kirchturm retten. Ich kann nicht eine Sekunde meine Augen davon lassen, so spannend ist schon dieser kleine Ausschnitt aus der Hauptstory. Technisch ist das Spiel auf der Höhe der Zeit und auf Filmniveau aufbereitet. Top!

Neuer Multiplayer-Modus: "Warmode"

Im Multiplayer-Match konnte ich den neuen Modus "Warmode" anspielen, in dem deutsche Truppen auf die Alliierten treffen. Hier geht es nicht mehr wie in einem Team-Deathmatch nur darum, das gegnerische Team abzuknallen. Wir müssen auch spezifische Aufgaben erfüllen. Während das eine Team zum Beispiel eine Brücke aufbauen muss, versucht das andere, genau das zu verhindern – und das alles natürlich, während um uns herum der Zweite Weltkrieg tobt. Zu Beginn des Gefechts suchen wir uns eine von fünf Klassen aus: Infantry, Airborne, Mountain, Armored und Expedition. Alle haben jeweils eine spezielle Ausrüstung dabei, sodass wir den für uns passenden Charakter und Spielstil auswählen können. Danach geht es sofort los. Die Map empfand ich als sehr verwinkelt, aber das ist nicht negativ gemeint: Es gab viele Plätze, um in Deckung zu gehen. Doch selbst, wenn man sich doch mal sicher fühlte, haben die gegnerischen Scharfschützen noch eine Lücke gefunden. Das ist teilweise echt frustrierend, stachelt natürlich aber auch an, beim nächsten Lauf besser als die anderen zu sein.

Der "Warmode"-Modus wird wohl auch Teil der öffentlichen Beta zum Spiel zu sein, die vom 25. bis 28. August auf der Playstation 4 läuft. Vom 1. bis 4. September haben dann neben Playstation-Spielern auch die Besitzer einer Xbox One die Möglichkeit, das Spiel vorab auszuprobieren. Wann PC-Spieler in "Call of Duty: WW 2" eintauchen können, will der Entwickler zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.

Interaktive Lobby: Headquarters

Ebenfalls neu im Multiplayer sind die Headquarters. Die konnten wir leider noch nicht ausprobieren und haben sie nur in einer kurzen Präsentation erklärt bekommen. Die Headquarters sind eine interaktive Lobby, in der wir Zeit verbringen, bevor das nächste Match startet. Hier treffen wir auf viele andere Spieler, können diese grüßen und unsere Ausrüstung und Waffen zeigen. Außerdem haben wir dadurch eine Menge Leute um uns, die uns beobachten können, wenn wir zum Prestige-Level aufsteigen. Normalerweise klicken wir dafür im Menü einen Knopf an, unser Level resettet sich und wir werden als Prestige-Spieler markiert. In den neuen "Call of Duty"-Headquarters passiert das vor Publikum – und das passt auf jeden Fall sehr gut zu dieser Errungenschaft. Insgesamt eine coole Idee, geht es in "Call of Duty" doch immer auch ein bisschen ums Sehen und Gesehen werden. Vom Headquarter aus starten wir dann bei einem Waffenmeister auch neue Multiplayer-Kämpfe.

Fazit: "Call of Duty: WW2" überzeugt auf ganzer Linie

Der Ersteindruck von den Kämpfen im Zweiten Weltkrieg war – entschuldigt die Wortwahl – bombastisch. Heftige Explosionen, spannend ohne Ende, einfach ganz großes Kino. "Call of Duty: WW2" macht mit seiner Rückkehr zu den Wurzeln des Shooter-Franchises schon im Ersteindruck ganz viel richtig und begeistert vor allem mit einer richtig fesselnden Atmosphäre. Auch der neue Multiplayer bietet frische Ideen und interessantes Gameplay.

Übrigens: Zum angekündigten Zombie-Modus gibt es bislang zwar keine neuen Informationen, aber wie in der Printausgabe des Magazins Edge zu lesen war, soll dieser irgendwie auf wahren Begebenheiten beruhen. Wie das zusammenpasst, verraten die Entwickler bei Sledgehammer Games/Activision hoffentlich spätestens zur Gamescom im August in Köln.

"Call of Duty: WW2" erscheint am 3. November 2017 für Playstation 4, Xbox One und PC.

"Call of Duty: WW2"-Screenshot fullscreen
"Call of Duty: WW2"-Screenshot (©Activision 2017)
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"Call of Duty: WW2"-Screenshot (©Activision 2017)
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"Call of Duty: WW2"-Screenshot (©Activision 2017)
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"Call of Duty: WW2"-Screenshot (©Activision 2017)
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"Call of Duty: WW2"-Screenshot (©Activision 2017)
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"Call of Duty: WW2"-Screenshot (©Activision 2017)

Datenblatt

  • Release-Datum
    3. November 2017
  • Genre
    Ego-Shooter
  • Plattform
    PC, PS4, Xbox One
  • Publisher
    Activision
  • Entwickler
    Sledgehammer Games
  • USK
    18
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