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Dyson Cyclone V10 Absolute im Test: Der saugt sie alle weg!

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So stark wie der Dyson Cyclone V10 Absolute ist bisher kein anderer Staubsauger des Unternehmens.
So stark wie der Dyson Cyclone V10 Absolute ist bisher kein anderer Staubsauger des Unternehmens. (©TURN ON 2018)

Mit dem Dyson Cyclone V10 Abolute hat das britische Unternehmen gerade das jüngste Modell seiner kabellosen Staubsaugerreihe vorgestellt. Mit seinen 14 Zyklonen und bis zu 60 Minuten Akkulaufzeit soll der V10 der stärkste kabellose Staubsauger sein, den Dyson je gebaut hat. Grund genug für mich, ihn mir im Test mal genauer anzusehen.  

Bei Dyson ist man vom Ergebnis der eigenen Bemühungen dermaßen überzeugt, dass Firmenchef James Dyson bereits den Ausstieg seines Unternehmens aus dem Bereich der kabelgebundenen Staubsauger erklärte. Tatsächlich können sich die Eckdaten des Cyclone V10 Absolute durchaus sehen lassen. Der Staubbehälter ist mit einem Volumen von 0,76 Litern für einen beutellosen Staubsauger verhältnismäßig groß und das komplett versiegelte Filtersystem soll zusammen mit dem auswaschbaren HEPA-Filter bis zu 99,97 Prozent aller Partikel aus der Luft fischen. Und zwar bis zu einer "Größe" von nur 0,3 Mikron. Du reinigst beim Staubsaugen also quasi nicht nur den Fußboden, sondern auch gleich noch die Raumluft.

Das Design: Deutliche optische Unterschiede zum Dyson V8 Absolute

Beim Design hat Dyson sich für den V10 ebenfalls ordentlich ins Zeug gelegt. Während zwischen V8 und V6 kaum Unterschiede in der Optik festzustellen waren, glänzt der neueste kabellose Staubsauger des britischen Unternehmens mit einem offensichtlichen Alleinstellungsmerkmal.

Während bei den Vorgängermodellen der Staubbehälter nach "unten" wegzeigte (wodurch auch der Luftstrom umgelenkt werden musste), stehen beim Dyson Cyclone V10 Absolute nämlich sozusagen alle Zeichen auf Geradlinigkeit. Dyson selbst nennt das "optimierte Anordnung". Motor, Staubbehälter und Zyklon liegen alle auf einer geraden Linie, was in erster Linie der Saugleistung zugutekommen soll, doch dazu später mehr.

Was die Farbgestaltung angeht, kommt der V10 Absolute in schickem Silber, Rot und Lila daher. Das Verlängerungsrohr ist beim Absolute in Orange-Metallic gehalten.

Beim Dyson Cyclone V10 Absolute ist alles in einer Reihe angeordnet. fullscreen
Beim Dyson Cyclone V10 Absolute ist alles in einer Reihe angeordnet. (©Dyson 2018)
Das futuristische Design kann sich sehen lassen. fullscreen
Das futuristische Design kann sich sehen lassen. (©Dyson 2018)
Auch der Entleermechanismus wurde überarbeitet. fullscreen
Auch der Entleermechanismus wurde überarbeitet. (©Dyson/Saturn 2018)
Einfach nach unten schieben ... fullscreen
Einfach nach unten schieben ... (©TURN ON 2018)
... und schon verabschieden sich Staub und Schmutz. fullscreen
... und schon verabschieden sich Staub und Schmutz. (©TURN ON 2018)

Mit diesem Zubehör wird der Dyson Cyclone V10 Absolute geliefert

In Sachen Zubehör hat sich Dyson beim V10 Absolute erneut nicht lumpen lassen. Der Staubsauger wird mit drei verschiedenen Elektrobürsten geliefert: eine mit Direktantrieb für Teppichböden, eine mit Softwalze für Parkett und Co. und eine Mini-Elektrobürste für Möbel und Sitze. Da alle drei ebenfalls Strom benötigen, um Staub, Krümeln und Co. elektrisch unterstützt zu Leibe zu rücken, verkürzt sich die Akkulaufzeit mit ihnen etwas, worauf ich ebenfalls an passender Stelle näher eingehen werde.

Zu den drei Elektrobürsten gesellen sich erneut die beiden bereits bekannten Aufsätze: eine Kombidüse, deren Borstenkopf sich auf Wunsch nach hinten schieben lässt, um ein festes Innenrohr freizulegen, und eine Fugendüse. Zusätzlich – und das ist beim Dyson Cyclone V10 tatsächlich neu – gibt es eine Extra-soft-Bürste.

Laut Hersteller soll sich dieser Aufsatz dank seiner weichen Nylonborsten besonders für empfindliche Oberflächen und Stoffe eignen. Ich habe im Test die Tastatur meines Laptops damit bearbeitet und was soll ich sagen: Staub und Krümel wurden (soweit ich das beurteilen kann) tiefenwirksam entfernt und die Technik lebt noch. Voller Erfolg also an dieser Front.

Das Komplettpaket des Dyson Cyclone V10 Absolute kann sich sehen lassen. fullscreen
Das Komplettpaket des Dyson Cyclone V10 Absolute kann sich sehen lassen. (©TURN ON 2018)
Die Kombidüse lässt sich vielseitig einsetzen. fullscreen
Die Kombidüse lässt sich vielseitig einsetzen. (©Dyson 2018)
Die Mini-Elektrobürste reinigt Polster, Sitze und Co. fullscreen
Die Mini-Elektrobürste reinigt Polster, Sitze und Co. (©Dyson 2018)

Dyson Cyclone V10 Absolute: Ladezeit = 3,5 Stunden

Die Ladezeit des Dyson Cyclone V10 Absolute ist mit rund 3,5 Stunden vergleichsweise kurz, vor allem wenn man die versprochene Akkulaufzeit von bis zu 60 Minuten im Hinterkopf hat. Besonders praktisch ist, dass das Ladekabel sich erneut in die Wandhalterung integrieren lässt, sodass der Staubsauger ganz nebenbei ständig bei Ladung gehalten wird.

Um sich unnötige Wartezeiten zwischen den einzelnen Einsätzen zu ersparen, macht es wie bei allen kabellosen Staubsaugermodellen von Dyson durchaus Sinn, den V10 auch tatsächlich immer an den Strom zu hängen. Zumal sich der Ladezyklus bei vollem Akku automatisch ausschaltet, sodass Überladung kein Thema sein dürfte.

 Auf der Wandhalterung kann der Dyson Cyclone V10 Absolute nicht nur ordentlich aufbewahrt, sondern auch gleich geladen werden. fullscreen
Auf der Wandhalterung kann der Dyson Cyclone V10 Absolute nicht nur ordentlich aufbewahrt, sondern auch gleich geladen werden. (©Dyson 2018)

Akkulaufzeit: So lange hält der Akku des V10 Absolute (wirklich) durch

Der siebenzellige 2.600 mAh starke Nickel-Kobalt-Aluminium-Akku des Dyson Cyclone V10 Absolute soll dem Hersteller zufolge bis zu 60 Minuten durchhalten. Das klingt zunächst ziemlich beeindruckend, wäre da nicht die kleine Fußnote auf der Verpackung des kabellosen Staubsaugers: Die 60-minütige Saugparade schafft der neueste Zuwachs der Dyson-Absolute-Reihe nämlich nur auf Stufe 1 und ohne motorisierte Bürste.

Mit einer der drei motorisierten Bodendüsen und auf Stufe 2 verkürzt sich die Akkulaufzeit in meinem Test direkt mal eben auf knapp zwei Drittel der angepriesenen Dauer. Nun sind rund 40 Minuten Akkulaufzeit immer noch ziemlich beeindruckend für einen kabellosen Staubsauger, aber doch weit entfernt von dem, was sich manch ein Kunde angesichts der Promotion (verständlicherweise) erhofft. Für unsere 77 Quadratmeter große Wohnung hat die Akkulaufzeit trotzdem mehr als ausgereicht.

Noch kürzer fällt das Saugvergnügen übrigens auf maximaler Leistung aus. Hier schafft der Dyson Cyclone V10 Absolute in meinem Test höchstens 5 Minuten, bevor dem Akku die Puste ausgeht. Allerdings sei hier erwähnt, dass die Saugleistung auf dieser Stufe tatsächlich so dermaßen hoch ist, dass die meisten Nutzer wohl so gut wie nie in die Verlegenheit kommen werden, sie tatsächlich ausnutzen zu müssen.

 Die Saugleistung des V10 lässt sich ganz einfach per Schieberegler einstellen. fullscreen
Die Saugleistung des V10 lässt sich ganz einfach per Schieberegler einstellen. (©TURN ON 2018)

Über den aktuellen Stand der Akkuladung geben drei LED-Lämpchen an der Seite des Gehäuses Aufschluss und die solltest Du auch tatsächlich hin und wieder im Blick haben. Geht der Akku zur Neige, schaltet der V10 Absolute nämlich kurzerhand von jetzt auf gleich aus und muss erst wieder an den Strom.

Handhabung und Gewicht: Angenehmes Saugen am Boden – mit Schreckpotenzial

Insgesamt fällt der Dyson Cyclone V10 Absolute etwas schwerer aus als das Vorgängermodell. Laut Hersteller bringt der V10 zwar trotzdem nur 2,68 Kilogramm auf die Waage (vorher 2,63 Kilogramm), doch zusammen mit einer der großen motorisierten Bürsten ist man schnell bei fast 3,4 Kilogramm.

Saugt man ganz normal am Boden, fällt das allerdings dank des neuen Designs kaum auf. Der Dyson-Staubsauger lässt sich angenehm leicht über den Boden führen. Möchte man dagegen auch Flusen, Spinnweben und Co. an der Decke zu Leibe rücken, sieht das Ganze dann doch etwas anders aus. Hier muss zumindest ich beide Hände zu Hilfe nehmen und merke schon nach kurzer Zeit das Gewicht des Staubsaugers ermüdend auf den Armen.

 Um unter der Decke zu saugen, musste ich auch bei diesem Dyson-Staubsauger beide Hände zu Hilfe nehmen. fullscreen
Um unter der Decke zu saugen, musste ich auch bei diesem Dyson-Staubsauger beide Hände zu Hilfe nehmen. (©TURN ON 2018)

Der "Auslöser" des kabellosen Staubsaugers ist für mich persönlich nach wie vor gewöhnungsbedürftig. Während des Saugens muss der Schalter dauerhaft gedrückt bleiben, was andererseits ein sehr gezieltes und stromsparendes Arbeiten ermöglicht. Allerdings ist es mir in diesem Test doch auch recht häufig passiert, dass ich beim Wegräumen des Staubsaugers versehentlich auf den Schalter gekommen bin – und mir dann ob des unerwarteten "Swuuuschhh!" erst mal selbst einen Schrecken verpasst habe (allerdings hängt der Dyson bei uns auch nicht an der Wand).

Unter etwas niedrigere Möbel kommt der Dyson Cyclone V10 Absolute – genau wie das Vorgängermodell V8 – durch die recht hohe Bürste leider nicht herunter, sodass hier zum Staubsaugen grundsätzlich zuerst auf einen der kleineren Aufsätze gewechselt werden muss.

Ähnlich sieht es an Rändern wie Fußbodenleisten und Co. aus. Während an den Außenseiten der "normalen" Bodendüsen rund 1 bis 2 Millimeter Staub und Co. stehen bleiben, ist direkt vor der Düse grundsätzlich sogar noch ein deutlicher Rand übrig, der entweder durch erneutes seitliches Absaugen oder mit einem der anderen Aufsätze entfernt werden muss.

 Bei etwas höheren Möbeln hat der Dyson Cyclone V10 Absolute keine Probleme. fullscreen
Bei etwas höheren Möbeln hat der Dyson Cyclone V10 Absolute keine Probleme. (©Dyson 2018)

Beides ist an sich kein großer Beinbruch, aber bei einem Staubsauger in der Preisklasse des Dyson Cyclone V10 Absolute hätte ich mir durchaus etwas mehr erwartet.

Saugkraft und Lautstärke: Das kann der Dyson Cyclone V10 Absolute

Im Dyson Cyclone V10 Absolute verrichten insgesamt 14 konzentrisch angeordnete Zyklone ihren Dienst und erzeugen laut Hersteller eine Zentrifugalkraft von unglaublichen 79.000 G. (Zum Vergleich: Laut Max-Planck-Institut können Menschen bis zu 20 G aushalten, ohne ernsthafte Schäden davonzutragen – unter optimalen Voraussetzungen versteht sich. Auf einen Düsenjägerpiloten wirken im Training dagegen "nur" 9 G.) Durch die lineare Anordnung der Technik schafft es der V10 auf bis zu 20 Prozent mehr Saugkraft als sein Vorgänger V8.

Die Saugleistung lässt sich bequem per Schieberegler in drei Stufen einstellen und liegt im Max-Modus bei beachtlichen 150 AirWatt. Mir persönlich hat im Test Stufe 2 allerdings am stärksten zugesagt. In dieser Einstellung waren weder mutwillig auf dem Teppich verstreutes Kakaopulver noch Krümel und Co. eine wirkliche Herausforderung für den Dyson Cyclone V10 Absolute.

 Kakaopulver war für den Dyson Cyclone V10 Absolute auf Stufe 2 schon im ersten Sauggang keine Herausforderung. fullscreen
Kakaopulver war für den Dyson Cyclone V10 Absolute auf Stufe 2 schon im ersten Sauggang keine Herausforderung. (©TURN ON 2018)

Selbst aus Zwischenfugen holte der Staubsauger alles Mögliche heraus und das im ersten Anlauf. Allerdings haben wir eine fast komplett mit Teppich ausgelegte Wohnung. Auf Hartböden dürfte sogar Stufe 1 größtenteils ausreichend sein, wodurch sich auch die Akkulaufzeit direkt deutlich verlängert.

Die Lautstärke war dabei zwar stark abhängig von der gewählten Saugstufe, doch im Großen und Ganzen immer noch deutlich leiser, als bei unserem herkömmlichen Beutelsauger. Parallele Unterhaltungen waren bequem möglich. Nur im Max-Modus drehte der Cyclone V10 dann doch ein wenig auf und wurde etwas lauter.

Da diese Stufe aber wie bereits erwähnt bei den meisten Nutzern wohl eher selten zum Einsatz kommen dürfte, sollte das kein großes Problem sein. Zumindest mir ist es nicht wirklich negativ aufgefallen und selbst unser jüngster Sohn mit seinen nun 3,5 Jahren hatte vor dem V10 (anders als bei unserem herkömmlichen Staubsauger) keine Angst.

 Der Motor des neuen Dyson soll der bisher Stärkste des Unternehmens sein. fullscreen
Der Motor des neuen Dyson soll der bisher Stärkste des Unternehmens sein. (©Dyson 2018)

Fazit: Hervorragender Staubsauger mit kleinem Manko

Insgesamt hat mich der Dyson Cyclone V10 tatsächlich ziemlich beeindruckt. Die Saugleistung ist hervorragend und auch Akkulaufzeit und Staubbehältervolumen lassen (an sich) keine Wünsche offen. Dank der einfachen kabellosen Handhabung ist der neue Dyson Staubsauger eine echte Allzweckwaffe im Haushalt und jederzeit sofort zur Hand – vorausgesetzt man parkt ihn immer brav auf der Ladestation/Wandhalterung.

Da der Dyson Cyclone V10 Absolute mit einer UVP von aktuell 669 Euro gleichzeitig aber auch ein nicht gerade günstiger Staubsauger ist, fallen einige (an sich Kleinigkeiten) im Test dann allerdings doch negativ auf, so etwa das Problem mit niedrigen Möbeln und die leichten "Schmutzränder" vor der Bodenbürste.

Wer nicht unbedingt das neueste Modell zu Hause haben möchte, und auch mit einer etwas kürzeren Akkulaufzeit und einem leicht kleineren Staubbehälter zufrieden ist, der kann daher getrost zum Vorgängermodell, dem Dyson V8 Absolute greifen. Den gibt es aktuell bereits für rund 450 Euro und seine Saugleistung hatte mich seinerzeit im Test ebenfalls voll überzeugt.

Das hat mir gut gefallen Das hat mir weniger gefallen
+ Sehr hohe Saugkraft - Niedrige Möbel sind für die großen Walzen ein Problem
+ Geringe Lautstärke - Die Elektrobürsten lassen Schmutzränder stehen
+ Akkulaufzeit - Preis
+ Futuristisches Design

 

TURNON
Score
4.4
Dyson Cyclone V10 Absolute
Dyson Cyclone V10 Absolute
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  • Akkuleistung
    5.0
  • Ausstattung
    5.0
  • Design
    5.0
  • Handling
    4.0
  • Preis-Leistung
    3.0

Datenblatt

  • Gerätetyp
    Staubsauger
  • Abmessungen
    25 x 124,9 x 25,6 Zentimeter
  • Gewicht
    Rund 3,4 Kilogramm (inklusive Elektrobürste)
  • Farben
    Silber, Rot, Lila und Orange-Metallic
  • Lieferumfang
    Dyson Cyclone V10 Absolute, Wandhalterung, Ladekabel, Elektrobürste mit Direktantrieb, Elektrobürste mit Soft-Walze, Mini-Elektrobürste, Kombidüse, Fugendüse, Verlängerungsrohr, Extra-soft Bürste, Bedienungsanleitung
  • Preis (UVP)
    669 Euro
  • Bauform
    Beutelloser Bodenstaubsauger ohne Kabel mit 14 konzentrisch angeordneten Zyklone und Vormotorfilter
  • Akku-Leistung
    2600 mAh
  • Volumen des Staubbehälters
    0,76 Liter
  • Besondere Merkmale
    Saugkraftregulierung per leichtgängigem Schieberegler, längere Akkulaufzeit als das Vorgängermodell, filtert Schmutz und Allergene extrem gründlich aus der Luft
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