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Fotografieren für Einsteiger: Tipps für schöne Bilder

Je nachdem, was, wann und wo Du fotografieren willst, sind unterschiedliche Einstellungen an der Kamera sinnvoll. Wir geben Tipps für Einsteiger.
Schöne Fotos zu machen, erfordert etwas Übung und Basiswissen.
Schöne Fotos zu machen, erfordert etwas Übung und Basiswissen. (©Getty Images/iStockphoto 2017)

Das perfekte Foto zu schießen, ist gar nicht so einfach. Nicht umsonst ist der Fotograf ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Doch auch als Hobby bereitet die Fotografie vielen Menschen Spaß. Wir geben Einsteigern nützliche Tipps für eindrucksvolle und kreative Ergebnisse.

Die Kunst des Fotografierens: Von der Motivwahl bis zur Nachbearbeitung

Fotografieren ist eine Kunst. Ohne einen Blick für das richtige Motiv und ein wenig technisches Know-how lässt die Bildqualität häufig zu wünschen übrig. Das beginnt beim richtigen Halten der Kamera, setzt sich in der Wahl der Einstellungen fort und endet bei der Nachbearbeitung mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Mit den folgenden Tipps gelingen auch Einsteigern schöne Aufnahmen ohne Schnappschuss-Charakter. Dafür muss nicht unbedingt die teure Spiegelreflexkamera zur Hand sein. Auch mit deutlich preiswerteren, digitalen Kompaktkameras lassen sich schöne Fotos schießen.

Zunächst einmal solltest Du ein verwackeltes Bild vermeiden. Am besten ist dafür ein Stativ geeignet. Ansonsten kannst Du Dich an einer Mauer oder an einer anderen Stelle anlehnen und die Kamera fest halten oder die Kamera auf einen Gegenstand drauflegen. Neuere Kameras haben teils schon sehr gute Methoden zur Bildstabilisierung verbaut. Sie sind trotzdem eher eine Notlösung, wenn Du die Kamera gerade nicht ruhig halten kannst.

Gelungene Bildkomposition: Tipps zum Platzieren unterschiedlicher Motive

 Der Horizont sollte sich im oberen oder unteren Bilddrittel befinden. fullscreen
Der Horizont sollte sich im oberen oder unteren Bilddrittel befinden. (©CC: Flickr/Malcolm Carlaw 2014)

Einfache Schnappschüsse kann jeder schießen. Ein ausdrucksstärkeres Foto erhältst Du aber, wenn Du Dir bereits im Vorfeld Gedanken über die Bildkomposition machst. Einfache Grundregeln wie der Goldene Schnitt sorgen mit wenig Aufwand für tolle Ergebnisse. Laut der Drittelregel teilst Du das Bild horizontal und vertikal in drei Teile. Dafür gibt es ein passendes Gitternetz, das man im Sucher oder auf dem Display aktivieren kann. Achte bei Landschaftsfotografien beispielsweise darauf, dass sich der Horizont im oberen oder unteren Bilddrittel befindet. Ein künstlerischer Eindruck entsteht auch durch das Spiel mit der Perspektive. Aufnahmen aus der Frosch- oder Vogelperspektive rücken unterschiedliche Aspekte in den Fokus.

Beim Fotografieren von Personen gilt allerdings: besser auf Augenhöhe knipsen. Insbesondere beim Ablichten von Kindern sollte sich der Fotografierende auf einer Kopfhöhe mit ihnen befinden. Bei der Personenfotografie ist weiterhin darauf zu achten, die Menschen ganz abzubilden. Köpfe oder Füße werden häufig abgeschnitten. Wer ein Porträt anfertigen will, sollte auf einen geeigneten Hintergrund Wert legen – oder diesen mit geschickt gewählten Kameraeinstellungen unscharf darstellen.

Ins rechte Licht gerückt: Sinnvolle Belichtungseinstellungen

 Eine Stunde nach Sonnenaufgang ist das Licht zum Fotografieren ideal. fullscreen
Eine Stunde nach Sonnenaufgang ist das Licht zum Fotografieren ideal. (©CC: Flickr/Amri HMS 2014)

Die besten Tageszeiten für schöne Fotos sind die sogenannten goldenen Stunden: Jeweils 60 Minuten nach dem Sonnenauf- und vor dem Sonnenuntergang. Die schönsten Ergebnisse lassen sich draußen bei Tageslicht erzielen, wobei Du die Mittagsstunden und strahlenden Sonnenschein eher meiden solltest. Wer in Gebäuden fotografieren will, sollte einen indirekten Blitz oder die Belichtungskorrektur der Kamera nutzen. Ein direkter Blitz leuchtet meist nur Objekte in der unmittelbaren Umgebung aus und sorgt selten für natürlich wirkende Bilder.

Einsteiger in die Hobbyfotografie, die manuelle Belichtungseinstellungen vornehmen möchten, müssen wissen: Das Belichtungsergebnis hängt von den drei Parametern Blendenöffnung, Belichtungszeit und ISO-Wert ab. Je weiter die Blende geöffnet, je länger die Belichtungszeit und je höher der ISO-Wert gewählt wird, desto heller wird das Bild. Wie diese drei Faktoren zusammenspielen und das Ergebnis beeinflussen, lässt sich am besten in der Praxis herausfinden.

Scharfe Ergebnisse: So gelingt das Fokussieren

 Das richtige Fokussieren will geübt sein. fullscreen
Das richtige Fokussieren will geübt sein. (©CC: Flickr/55Laney69 2014)

Viele Kamerahersteller lieferten sich lange Zeit ein wahres Megapixel-Rennen. Doch ein extrem hochauflösender Bildsensor ist kein Garant für scharfe Fotos. Dafür muss die Kamera auch richtig fokussieren. Bei preiswerten Kompaktkameras ist der Autofokus häufig etwas langsam und liefert unscharfe Bilder von bewegten Objekten. Das lässt sich durch Vorfokussieren umgehen. Richte die Kamera dafür auf das Objekt oder ein gleich weit entferntes Ziel und drücke den Auslöser nur halb herunter. Wenn die Situation dann perfekt ist, löse aus.

Viele digitale Kompaktkameras bieten Voreinstellungen für unterschiedliche Fotoszenarien. Der Einzelautofokus eignet sich beispielsweise für Landschafts- und Porträtfotografie, im Sportbereich liefert der kontinuierliche Autofokus die schärferen Ergebnisse. Bei bewegten Motiven kann es helfen, die Verschlusszeit möglichst kurz zu wählen.

Liefert der Autofokus keine überzeugenden Ergebnisse, wechsle in den manuellen Modus. Hier kannst Du die Schärfe bei Spiegelreflexkameras in der Regel am Objektivring und bei Kompaktkameras an einem Drehrad einstellen. Das erfordert etwas Übung. Willst Du eine Szene, etwa bei einer Party, über den gesamten Bildbereich scharf darstellen, stelle den manuellen Fokus auf unendlich.

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