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Google Fotos: So funktioniert der Online-Speicherdienst

Wir klären alles, was Du für die Einrichtung und Nutzung von Google Fotos wissen musst.
Wir klären alles, was Du für die Einrichtung und Nutzung von Google Fotos wissen musst. (©TURN ON 2017)

 Fotos und Videos bequem online speichern – und das sogar unbegrenzt? Mit dem Cloud-Speicherdienst Google Fotos ist das kein Problem. Wir klären alles, was Du über Googles Fotodienst und die App wissen musst.

Google Fotos: Was ist das?

Bei Google Fotos handelt es sich um einen Online-Dienst für Fotos und Videos, den der Suchmaschinenriese im Mai 2015 auf der Google I/O vorgestellt hat. Statt Aufnahmen verteilt über Smartphones, Festplatten oder PCs zu speichern, lassen sich mithilfe des Bildpeicherdienstes alle Erinnerungen zentral an einem Ort sammeln, verwalten und mit Freunden und Bekannten teilen.

Wie funktioniert das?

Da es sich bei dem Fotodienst von Google in erster Linie um einen klassischen Cloud-Dienst handelt, ist dessen zentrale Anlaufstelle im Netz zu finden. Ein kostenloses Google-Konto vorausgesetzt, sind die Bilder und Videos unter www.photos.google.com abrufbar. Um die einzelnen Dateien nicht mühsam über das Webinterface hochladen zu müssen, stellt der Konzern Apps für Android und iOS bereit.

Einmal installiert und mit dem Google-Konto verbunden, landen die Aufnahmen fortan auf Wunsch automatisch auf den Google-Servern. Neben der Synchronisationsfunktion dienen die Apps auch zur bequemen Verwaltung aller Aufnahmen via Smartphone oder Tablet. Um auch die Aufnahmen von der heimischen Festlatte zur Cloud-Sammlung hinzuzufügen, stellt der Hersteller mit Google Photos Backup entsprechende Software für PC und Mac bereit.

Google Fotos: Nur ein weiterer Bildspeicherdienst?

Dass es sich bei Google Fotos um mehr handelt, als nur um einen einfachen Ablageort für Bilder und Videos, zeigt der Dienst, wenn er erst mal seine Arbeit aufgenommen hat. So präsentiert die Anwendung Schnappschüsse nicht nur nach Datum sortiert, sondern erstellt aus verschiedenen Bildern und Videos thematisch passende Collagen, Filme oder Geschichten. Das funktioniert, solange die Option „Neue Kreationen vorschlagen“ aktiviert ist, ganz automatisch.

 Mit Google Fotos lassen sich natürlich auch Bilder bearbeiten. fullscreen
Mit Google Fotos lassen sich natürlich auch Bilder bearbeiten. (©TURN ON 2015)

Selbstverständlich ist Google Fotos auch mit einer eigenen Bearbeitungsfunktion ausgestattet. Das besondere hier: Neben den üblichen Bildeinstellungen und Filtermöglichkeiten hat Google eine automatische-Bildkorrektur integriert. Ist die Aufnahme zu dunkel oder will nicht so richtig überzeugen? In den meisten Fällen holt Verbesserungsfunktion durch Anpassung von Farbe, Belichtung & Co. ganz von selbst mehr aus euren Bildern heraus.

Verantwortlich für die in den meisten Fällen beeindruckenden Ergebnisse bei der Bildkorrektur und Komposition neuer Inhalte sind die im Hintergrund agierenden Algorithmen. Was die zu leisten imstande sind, zeigt die dritte Funktion von Google Fotos: die Möglichkeit, Bilder nach Schlagworten zu suchen. Dazu scannt der Dienst alle Bilder und versieht sie mit Schlagworten.

Gibst Du nun „Hund“, „Schnee“ oder „Himmel“ in die Suche ein, zeigt das Programm in aller Regel Bilder mit entsprechenden Motiven. Aber auch Personen erkennt das System automatisch und ist in der Lage, Aufnahmen die ein und dieselbe Person zeigen gesondert hervorzuheben. Aktuell (Stand: Juni 2015) hat Google die Personensuche in Deutschland noch nicht freigeschaltet. Auch die obligatorische Funktion zum Teilen der Inhalte mit Freunden und Bekannten beispielsweise via Facebook, Google Twitter oder WhatsApp ist vorhanden.

Was kostet die Nutzung von Google Fotos?

Wie bei den meisten anderen Google-Diensten lässt sich auch die Foto-Ablage kostenfrei nutzen. Dafür gestattet Google seinen Nutzern, unbegrenzt Foto- und Videomaterial hochzuladen – allerdings nur, solange die Option „Hohe Qualität bei verringerter Dateigröße“ gewählt ist. In diesem Modus werden die Bilder automatisch verkleinert, allerdings ohne sichtbare Einbußen bei der Bildqualität in Kauf nehmen zu müssen, wie Google verspricht. Bei Videos setzt der Konzern die Grenze bei der Full-HD-Auflösung. Filme mit mehr Pixeln werden automatisch angepasst.

 Bilder können in zwei Qualitätsstufen hochgeladen werden. fullscreen
Bilder können in zwei Qualitätsstufen hochgeladen werden. (©TURN ON 2015)

Wer keine Kompromisse eingehen will, wählt die Option „Originalgröße“. Dann landen Bilder und Videos unkomprimiert in Googles Cloud, allerdings auf Kosten des Speicherplatzes eures Google-Kontos. Standardmäßig gibt es hier 15 Gigabyte für lau. Wer mehr braucht, muss ins Portemonnaie greifen und kostenpflichtigen Speicher hinzubuchen. Derzeit (Stand: Juni 2015) verlangt Google für 100 Gigabyte 1,99 Dollar im Monat, was selbst für umfangreiche Sammlungen reichen sollte. Wer mehr braucht, muss entsprechend mehr einplanen.

Was ist das Besondere?

Foto-Speicherdienste im Netz gibt es wie Sand am Meer. Seine Vorteile spielt das Angebot von Google aus, wenn die der Internetriese sein Know-How bei der Bildanalyse auf eure Aufnahmen loslässt. Dank der intelligenten Suche und intuitiver Gestensteuerung lassen sich selbst auf dem Smartphone umfassende Sammlungen einfach verwalten. Googles Versprechen, nie wieder ewig nach Fotos suchen zu müssen, klappt zwar noch nicht in allen Fällen hundertprozentig – doch ein vergleichbares Angebot sucht man derzeit vergeblich. Und sicher ist, desto mehr Bilder Googles Algorithmen zu sehen bekommen, desto exakter werden sie.

Ist das sicher?

Google verspricht, dass alle hochgeladenen Daten ausschließlich über den zugehörigen Google-Account einsehbar sind. Solange man seine Bilder also nicht mit dem Internet teilt, sollte kein Problem bestehen, oder? Für Google spielt das Thema Sicherheit an der Stelle eine große Rolle. Sollte sich herausstellen, dass der Konzern mit den Daten Schindluder treibt oder diese ungenügend absichert, dürfte das Vertrauen der Nutzer in Windeseile zerstört und der Dienst gestorben sein. Allerdings hat die Vergangenheit oft genug gezeigt, dass es absolute Sicherheit (im Netz) nicht gibt.

Trotz aller Maßnahmen, auch die Profis bei Google sind nicht vor Fehlern gefeilt. Die Gefahr eines Daten-Leaks besteht also immer. Hinzu kommt, dass Google zwar verhindert, dass Dritte eure Aufnahmen zu sehen bekommen, der Konzern beziehungsweise dessen Analyse-Tools schauen sich die Bilder sehr genau an. Bis die daraus gewonnen Informationen zum Schalten von zielgerichteter Werbung genutzt werden, ist nur eine Frage der Zeit. Wer den Dienst also nutzen will, sollte sich darüber im Klaren sein.

Was muss ich bei der Nutzung beachten?

 Um das Datenvolumen zu schonen, sollten Bilder im WLAN hochgleaden werden. fullscreen
Um das Datenvolumen zu schonen, sollten Bilder im WLAN hochgleaden werden. (©Markus Schmidt/TURN ON 2015)

Wer kein Problem damit hat, seine Schnappschüsse auf Google-Server zu laden, sollte darauf achten, den automatischen Upload nur bei aktiver WLAN-Verbindung zu aktivieren. Andernfalls laufen insbesondere Vielknipser Gefahr, dass ihr monatliches Datenvolumen ausschließlich für den Bilder-Upload draufgeht. Welche Einstellung aktiviert ist, lässt sich einfach in den Sicherungseinstellungen des Dienstes unter dem Menü-Punkt „Sichern und synchronisieren“ überprüfen.

Kann ich Google Fotos auch vom iPhone, iPad oder Mac aus nutzen?

 Google Fotos kann von verschiedenen Geräten aus genutzt werden. fullscreen
Google Fotos kann von verschiedenen Geräten aus genutzt werden. (©Screenshot: Google/Markus Schmidt/TURN ON 2015)

Ja, auch Besitzer von Apple-Hardware sind von dem Dienst nicht ausgeschlossen. Neben der Web-Anwendung stellt Google auch eine iOS-App für iPad und iPhone und den Upload-Client für Mac-Rechner bereit.

Wird für Google Fotos ein Google+-Konto benötigt?

Nein, mit der Vorstellung von Google Photos Ende Mai 2015 hat Google den Bilderdienst von seinem sozialen Netzwerk getrennt. Für die Nutzung ist lediglich ein Google-Konto erforderlich. Als Ablageort für Fotos und Videos dient Googles Online-Festplatte Google Drive.

Google Fotos App: Download und Anmeldung 

Die App für Google Fotos gibt es kostenlos für Android und iOS. Auf vielen Android-Smartphones ist die Applikation mittlerweile vorinstalliert und ersetzt die normale Galerie-App. Für die vollständige Nutzung der App benötigst Du ein Google-Konto, mit dem Du Dich beim ersten Start anmelden musst. Da Android-Geräte in der Regel mit einem aktiven Google-Konto betrieben werden, kann der Anmeldeprozess hier wegfallen. 

Unbegrenzter Speicherplatz in der Cloud

Der Clou an Google Fotos: Mit der App kannst Du unbegrenzt Fotos und Videos in der Cloud speichern – und das völlig kostenlos. Die einzigen Einschränkungen sind, dass Fotos auf eine maximale Qualität von 16 Megapixeln und Videos auf eine Auflösung von 1080p beschränkt sind. Bilder und Videos, die in höherer Auflösung vorliegen, werden beim Upload auf die angegebenen Werte herunterskaliert.

Fotos und Videos mit Google Fotos synchronisieren

Direkt nach dem Anmelden mit dem Google-Konto fragt Dich Google Fotos, ob Fotos und Videos, die mit dem Smartphone aufgenommen werden, in der Cloud synchronisiert und gespeichert werden sollen. Dabei stehen zwei Optionen zur Auswahl.

Die Standard-Einstellung nennt sich "Hohe Qualität" und erlaubt die Speicherung von unbegrenzt Fotos und Videos und die permanente Synchronisation zwischen Smartphone und Cloud. Das bedeutet, dass sämtliche Bilder und Videos, die Du mit dem Smartphone aufzeichnest, automatisch in deinen Cloud-Speicher hochgeladen werden. Die Qualität wird dabei, wie schon erwähnt, auf 16 Megapixel beziehungsweise 1080p beschränkt.

 Die Qualität, mit der Bilder gesichert werden, kannst Du selbst auswählen. fullscreen
Die Qualität, mit der Bilder gesichert werden, kannst Du selbst auswählen. (©Screenshot Google/ TURN ON 2017)

Wenn Du Deine Bilder in noch besserer Qualität abspeichern möchtest, kannst Du jedoch auch die Option "Originalgröße" wählen. Dann ist der Speicherplatz allerdings auf 15 GB beschränkt. Die Einstellung dafür befindet sich in der App im Menü unter "Einstellungen > Sichern & Synchronisieren > Uploadgröße" und kann jederzeit geändert werden.

Google Fotos offline nutzen

Wenn Du nicht möchtest, dass Deine Bilder in der Cloud landen, kannst Du die Synchronisation einfach abgeschaltet lassen. Dann funktioniert Fotos wie eine ganz normale Galerie-App und verwaltet nur die Bilder und Videos, die auf dem Smartphone selbst gespeichert sind. Du kannst die Synchronisation später jederzeit ein- und wieder ausschalten unter "Menü > Einstellungen > Sichern & Synchronisieren > Sichern & Synchronisieren".

Geräteordner sichern und hochladen

Standardmäßig sichert Google Fotos alle Bilder, die Du mit der Kamera Deines Smartphones knipst. Du kannst jedoch auch weitere Bilder in den Cloud-Ordner hochladen, wenn Du diese in einen Ordner auf dem Gerät lädst. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

Normalerweise erkennt Google Fotos eigenständig, wenn neue Ordner mit Bildern auf dem Smartphone auftauchen und fragt nach, ob diese in der Cloud gespeichert werden sollen.

Alternativ kannst Du jedoch auch jederzeit im App-Menü unter "Einstellungen > Sichern & Synchronisieren > Geräteordner sichern" die Ordner auswählen, die synchronisiert werden sollen.

 Unter Geräteordner sichern, kannst Du Ordner mit Bildern auswählen, die Google Fotos sichern soll. fullscreen
Unter Geräteordner sichern, kannst Du Ordner mit Bildern auswählen, die Google Fotos sichern soll. (©Screenshot Google/ TURN ON 2017)

Speicherplatz auf dem Gerät freigeben

Wenn der Speicherplatz auf dem Smartphone knapp wird, kannst Du im App-Menü unter "Einstellungen" die Option "Gerätespeicher freigeben" nutzen. Dann werden automatisch alle Bilder und Videos, die bereits in der Cloud gespeichert sind, auf dem Gerät gelöscht. Das funktioniert allerdings nur mit dem internen Speicher des Smartphones. Bilder, die auf einer microSD-Karte gespeichert sind, lassen sich zwar ebenfalls in der Cloud sichern, jedoch nicht von der App aus löschen.

Verknüpfung mit der Kamera-App

Unter Android kannst Du Google Fotos direkt mit der Kamera-App verknüpfen. Nach dem Knipsen eines Bildes kannst Du über einen Button dann direkt aus der Kamera in die Fotos-App wechseln. Aktivieren kannst Du das Feature im App-Menü unter "Einstellungen > Verknüpfung mit der Kamera-App".

Bilder und Videos mit Google Fotos löschen

Natürlich kannst Du mit Google Fotos auch Bilder wieder löschen. Dabei gibt es zwei Optionen: Wenn Du ein bestimmtes Bild nur auf Deinem Gerät löschen möchtest, es jedoch in der Cloud behalten willst, musst Du über das App-Menü in den "Geräteordner" gehen. Hier findest Du alle Bilder, die aktuell auf dem Smartphone gespeichert sind und kannst diese dort und nur dort löschen – in der Cloud bleiben die Bilder jedoch erhalten.

Willst Du ein Motiv hingegen komplett löschen – also auch in der Cloud – dann machst Du dies in der normalen "Fotos"-Ansicht. Einfach das Bild markieren und oben rechts den Papierkorb wählen.

 Bilder lassen sich mit Google Fotos auch dauerhaft und komplett löschen. fullscreen
Bilder lassen sich mit Google Fotos auch dauerhaft und komplett löschen. (©Screenshot Google/ TURN ON 2017)

Bilder mit Google Fotos bearbeiten

Auch das Bearbeiten von Bildern ist mit Google Fotos möglich. Dazu tippst Du in der Bilderansicht auf das Stift-Symbol kannst aus verschiedenen Filtern wählen oder einzelne Aspekte wie Helligkeit, Sättigung und Kontrast manuell anpassen.

 Auch das Bearbeiten von Bildern ist möglich. fullscreen
Auch das Bearbeiten von Bildern ist möglich. (©Screenshot Google/ TURN ON 2017)

Alben, Kollagen, Animationen und Filme erstellen

Über den Menüpunkt Assistent kannst Du in Google Fotos nach Lust und Laune neue Alben, Kollagen, Animationen oder kurze Filme aus deinen Bildern erstellen. Das klappt fast völlig automatisch. Einfach das entsprechende Label wählen, die gewünschten Bilder auswählen und den Rest übernimmt die Software.

 Mit dem Assistenten lassen sich beispielsweise Kollagen erstellen. fullscreen
Mit dem Assistenten lassen sich beispielsweise Kollagen erstellen. (©Screenshot Google/ TURN ON 2017)

Den Assistenten nutzen

Erster Anlaufpunkt ist der Fotoassistent. Hat Google Fotos aus Deinen Bilder und Videos thematisch passende Filme, Geschichten, Animationen oder Collagen erstellt, erfährst Du es hier zuerst. Gefallen Dir die jeweiligen Montagen und Zusammenstellungen, dann tippe auf "In Bibliothek speichern". Andernfalls lösche sie einfach, indem Du den Eintrag nach rechts wischst. Auf dem PC klappt das durch Klicken auf das "x" rechts oben.

Der Assistent informiert darüber hinaus über den Upload-Status oder bei Problemen. Es lohnt also, hin und wieder vorbeizuschauen. Wer selber kreativ werden will, der erstellt einfach seine eigenen Kollektionen. Das klappt bislang aber nicht über das Webinterface, sondern lässt sich nur mithilfe der Apps realisieren. Die Option, aus Fotos und Videos einen eigenen Film zu erstellen, klappt zudem nur mit einem iPhone, iPad oder einer Auswahl bestimmter Android-Geräte. Welche das sind, verrät die Fotos-Hilfe. Um gezielt alle Kreationen aufzurufen, öffne die Suche und tippe unten auf "Erstellte Dateien" oder "Kreationen".

Fotos mit Freunden teilen

Ein weiteres beliebtes Feature von Google Fotos ist das einfache Teilen von Fotos und Videos mit Freunden. Das funktioniert auch dann, wenn diese Google Fotos gar nicht auf ihrem Gerät nutzen. Dazu wählst Du unter einem Foto einfach das Teilen-Symbol und anschließend die App oder direkt den Kontakt, mit dem das Bild geteilt werden soll. Die Person bekommt dann einen Link zugeschickt, mit welchem sie das Bild herunterladen kann.

 Das Teilen-Symbol unten links erlaubt jederzeit das Teilen Deiner Bilder. fullscreen
Das Teilen-Symbol unten links erlaubt jederzeit das Teilen Deiner Bilder. (©Screenshot Google/ TURN ON 2017)

Geteilte Fotoalben erstellen und kommentieren

Wenn Du ein Fotoalbum gemeinsam mit einem Freund/einer Freundin oder einem Familienmitglied verwalten möchtest, kannst Du im App-Menü unter "Geteilt" einfach ein geteiltes Fotoalbum erstellen und die gewünschten Bilder hineinkopieren, einen Namen vergeben und einen Link zum Album an die Person schicken.

 geteilte Alben kannst Du gemeinsam mit Freunden bearbeiten. fullscreen
geteilte Alben kannst Du gemeinsam mit Freunden bearbeiten. (©Screenshot Google/ TURN ON 2017)

Bilder, die in einem geteilten Album liegen, können übrigens über das Kommentar-Symbol auch kommentiert werden. Auch diese Weise erhält Google Fotos auch eine soziale Komponente.

Fotos einscannen

Wer auch seine alten Papierfotos digitalisieren und mit Google Fotos speichern möchte, findet dazu ebenfalls eine passende Funktion in der App. Im App-Menü verbirgt sich unter dem Menüpunkt "Fotos scannen" ein direkter Link zur App Fotoscanner von Google Fotos. Mit dieser lassen sich Bilder mit Hilfe der Smartphone-Kamera aufnehmen.

 Fotoscanner von Google Fotos hilft beim Digitalisieren von Bildern. fullscreen
Fotoscanner von Google Fotos hilft beim Digitalisieren von Bildern. (©Screenshot Google/ TURN ON 2017)

Intelligente Suche

Zu den Besonderheiten des Dienstes gehört die automatische Bilderkennung. So ist Suchfunktion in der Lage, Aufnahmen nicht nur anhand des Datums zu erkennen, sondern auch am Bildinhalt. So identifiziert Google Fotos beispielsweise auch Orte ohne Geoinformationen anhand von bekannten Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Brandenburger Tor oder dem Eiffelturm. Doch damit nicht genug: Der Dienst erkennt darüber hinaus auch Personen und Dinge, wobei unter Letzteres alle möglichen Gegenstände oder Ereignisse wie Gebäude, Katzen, Essen, Konzerte oder Partys fallen.

 Google Fotos bietet eine sehr clevere Bildersuche. fullscreen
Google Fotos bietet eine sehr clevere Bildersuche. (©TURN ON 2015)

Öffnet man die Suche, liefert Google eine Vorschau von verschiedenen Personen, Orten oder Dingen. Zusätzlich lässt die Sammlung nach frei wählbaren Schlagworten durchsuchen. Wer hier beim ersten Anlauf kleinen Erfolg hat, sollte es mit Synonymen versuchen. Die Praxis hat zudem gezeigt, dass die Suche nach englischen Begriffen hin und wieder bessere Ergebnisse zutage fördert. Grundsätzlich funktioniert die automatische Erkennung aber erstaunlich gut, nur hin und wieder patzt die Software. Hier ist davon auszugehen, dass Google seine Algorithmen nach und nach verbessert. Schlecht: Macht das Programm bei der automatischen Zuordnung Fehler, ist es derzeit nicht möglich, diese zu korrigieren.

Personen: Freischaltung notwendig

Hierzulande noch nicht freigeschaltet ist die Erkennung von Personen. Dabei scannt Google Fotos die Aufnahmen nach Gesichtern und erstellt automatisch eigene Alben mit den jeweils selben Personen. Dabei verspricht Google, dass die Analyse-Werkzeuge in der Lage sind, Personen auch unabhängig von ihrem jeweiligen Alter zu identifizieren. Ebenso lässt sich der Dienst auch nicht durch Sonnenbrillen oder sonstige Verhüllungen beirren. Um die Gesichtserkennung schon heute zu aktivieren, muss der Dienst einmalig mit einer US-amerikanischen IP-Adresse eingerichtet werden. Deinstalliere dazu, falls bereits vorhanden, die Fotos-App von Deinem Smartphone oder Tablet. Keine Sorge: Bereits synchronisierte Inhalte bleiben davon unberührt. Anschließend installierst Du eine VPN-Anwendung Deiner Wahl. Bei vielen Android-Nutzern hat sich hier die App TunnelBear VPN für Android beziehungsweise iOS bewährt. In jedem Fall genügt einer der kostenlosen Anbieter völlig aus.

Gesichtserkennung aktivieren

Lade anschließend die Fotos-App erneut herunter, starte sie aber noch nicht. Öffne stattdessen den zuvor installierten VPN-Dienst und verbinde Dich mit einem in den USA stehenden Server. Steht die Verbindung, kann Google Fotos gestartet werden. Ist das Programm eingerichtet und mit dem Google-Konto verbunden, müssen die Einstellungen geöffnet werden. Hier jetzt nur noch die Option "Ähnliche Gesichter gruppieren" aktivieren und die Funktion ist für das verwendete Google-Konto freigeschaltet. Anschließend die VPN-Verbindung wieder trennen und das war‘s.

 Die Personenerkennung funktioniert bislang nur mit einer US-IP-Adresse. fullscreen
Die Personenerkennung funktioniert bislang nur mit einer US-IP-Adresse. (©TURN ON 2015)

Die Personen-Übersicht steht unter der Suchfunktion des Dienstes auf allen Geräten zur Verfügung. Eine erneute VPN-Verbindung ist nicht erforderlich, die entsprechende App kann bedenkenlos wieder deinstalliert werden. Die von Google+ bekannte Möglichkeit, Personen auch Namen zuzuordnen, bietet Google Fotos derzeit nicht.

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