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iOS 12 vorgestellt: Alle Fragen zum neuen iPhone-System beantwortet

Auf der WWDC 2018 präsentierte Apple die neuen Features und Verbesserungen für iOS 12, das im Herbst für das iPhone und das iPad veröffentlicht wird. Wir haben alle Infos zu unterstützten Geräten, Public Beta, Release und den neuen Funktionen zusammengestellt.

Welche Apple-Geräte erhalten iOS 12?

Wenn Apple ein Major-Update für iOS veröffentlicht, fallen für gewöhnlich ein oder mehrere Geräte heraus, die das Update nicht mehr erhalten – mit iOS 12 ist das in diesem Jahr anders. Alle Geräte, auf denen iOS 11 läuft, werden im Herbst auch iOS 12 kostenlos erhalten.

  • iPhone X
  • iPhone 8 und iPhone 8 Plus
  • iPhone 7 und iPhone 7 Plus
  • iPhone 6s und iPhone 6s Plus
  • iPhone 6 und iPhone 6 Plus
  • iPhone SE
  • iPhone 5s
  • Alle iPad-Pro-Modelle
  • iPad 9,6 Zoll
  • iPad Air 2 und iPad Air
  • iPad 5. Generation
  • iPad mini 4, iPad mini 3 und iPad mini 2
  • iPod touch 6. Generation

Wann erfolgt der Release von iOS 12?

Wann genau iOS 12 erscheint, erklärte Apple wie üblich nicht, sprach stattdessen lediglich von einem Erscheinungsdatum im Herbst. Traditionell veröffentlichen die Kalifornier ihr neues Betriebssystem-Update im Rahmen der September-Keynote, auf der neue iPhones vorgestellt werden – darunter dieses Mal womöglich zwei iPhone-X-Nachfolger und ein günstigeres iPhone mit LCD-Bildschirm.

Wann kommt iOS 12 Public Beta?

 Die öffentliche Beta von iOS 12 dürfte gegen Ende Juni zum Download bereitstehen. fullscreen
Die öffentliche Beta von iOS 12 dürfte gegen Ende Juni zum Download bereitstehen. (©Twitter/Alex Böhm 2018)

Wie in den vergangenen Jahren hat Apple direkt nach der WWDC-Keynote eine Developer Beta für registrierte Entwickler zum Download bereitgestellt. Die Public Beta für die Öffentlichkeit erschien einige Wochen später am 25. Juni.

Mit den Betaversionen von iOS 12 kannst Du die neuen Funktionen und Verbesserungen schon Monate vor der eigentlichen Veröffentlichung ausführlich testen.

Dafür musst Du nur registrierter Teilnehmer des Apple-Beta-Programms sein. Die Teilnahme ist kostenlos. Aber: Die Installation erfolgt auf eigene Gefahr. Insbesondere die ersten Versionen sind häufig noch von vielen Bugs geplagt, auch die Stabilität lässt mitunter zu wünschen übrig. Auf einem produktiv genutzten Apple-Smartphone sollte man daher lieber von der Installation der iOS-12-Beta absehen.

Welche neuen Features bietet iOS 12?

Anders als in der Vergangenheit hat Apple für iOS 12 den Fokus erkennbar auf Performance und Stabilität gelegt – neue Features wurden eher dosiert integriert. So soll die Kamera nach einem Swipe vom Sperrbildschirm aus bis zu 70 Prozent schneller bereit sein, die virtuelle iPhone-Tastatur um bis zu 50 Prozent schneller. Vor allem aber soll das Starten von Apps unter iOS 12 deutlich rasanter vonstatten gehen – um bis zu 50 Prozent selbst unter voller Arbeitsauslastung. Von diesen Performance-Verbesserungen profitieren natürlich alle unterstützten iPhones und iPads, insbesondere aber die älteren Modelle wie das iPhone 5s dürften dadurch wieder etwas flotter werden.

Gruppierte Benachrichtigungen und "Nicht stören"-Modus

iOS 12 wartet mit optimierter Benachrichtigungsverwaltung auf: Erstmalig werden Notifications sinnvoll in Gruppen einsortiert, was die Übersichtlichkeit auf dem Sperrbildschirm deutlich verbessern wird. Zudem kannst Du künftig direkt in der Benachrichtigung bestimmen, ob Du künftig weitere Mitteilungen einer bestimmten App erhalten möchtest oder nicht. Neu ist ebenso ein "Nicht stören"-Modus, der dabei hilft, etwa Meetings oder Essen ungestört durchführen zu können. Zudem können in iOS 12 FaceTime-Gruppenanrufe mit bis zu 32 Personen geführt werden.

Anspruchsvollere Augmented-Reality-Anwendungen dank ARKit 2

 Mit ARKit 2 werden noch anspruchsvollere AR-Anwendungen möglich sein. fullscreen
Mit ARKit 2 werden noch anspruchsvollere AR-Anwendungen möglich sein. (©Apple 2018)

Mit iOS 11 führte Apple seine Augmented-Reality-Schnittstelle ARKit ein, mit dem Entwickler leistungsstarke Anwendungen für die erweiterte Realität erstellen können. Mit iOS 12 und ARKit 2 werden Entwickler noch mehr Möglichkeiten haben, anspruchsvolle AR-Anwendungen zu erschaffen. AR-Apps können künftig an bestimmte Orte gebunden sein, ebenso die Objekterkennung und Bildverfolgung, womit AR-Erlebnisse noch dynamischer werden. In Zusammenarbeit mit Pixar wurde das neue und offene Dateiformat USDZ entwickelt, um Augmented Reality nahezu überall in iOS präsent werden zu lassen, etwa in Anwendungen wie Nachrichten, Mail, Safari oder auch Dateien, die von leistungsstarken Grafik- und Animationsfunktionen profitieren sollen.

Fotos-App mit besserer Suche und intelligenterem Teilen

 Die Fotos-App bekommt unter anderem eine bessere Suche. fullscreen
Die Fotos-App bekommt unter anderem eine bessere Suche. (©Apple 2018)

Etwas verbessert wurde auch die Fotos-App, die sich in iOS 12 noch leichter durchsuchen lässt. So kannst Du etwa auch mehrere Suchbegriffe kombinieren, um genau die Bilder zu finden, die Du suchst. Zugleich wird der neue "Für Dich"-Tab eingeführt, der beliebte Momente an einem Ort enthält und außerdem iCloud-Alben und Erinnerungen kombiniert. Zudem kannst Du Alben und Bilder in iOS 12 noch leichter teilen – das System unterbreitet passende Vorschläge.

Siri-Shortcuts für schnelleren Zugriff auf Funktionen

 Siri-Shortcuts bieten einen einfachen und schnellen Zugriff auf Dienste. fullscreen
Siri-Shortcuts bieten einen einfachen und schnellen Zugriff auf Dienste. (©Apple 2018)

Sprachassistent Siri wird in iOS 12 noch vielseitiger einsetzbar sein: So kannst Du mit den neuen Siri-Shortcuts Dinge schneller erledigen.  Du kannst etwa einen Siri-Sprachbefehl festlegen und mit diesem bestimmte Aufgaben ausführen – auch in Zusammenarbeit mit kompatiblen Drittanbieter-Apps. Dank einer neuen Shortcut-Schnittstelle können Programmierer das neue Siri-Feature in ihre Apps integrieren. So kannst Du Dir mit einem Siri Shortcut etwa einen Befehl erstellen, mit dem Du Dich an Deine Passwörter erinnern lassen kannst, die in einer Passwortmanager-App gespeichert sind – und das alles direkt im gleichen Siri-Bildschirm.

Neue Animojis und Memojis

 Dank Memoji kannst Du Dir Deinen eigenen Avatar auf dem iPhone erstellen. fullscreen
Dank Memoji kannst Du Dir Deinen eigenen Avatar auf dem iPhone erstellen. (©Apple 2018)

Wer ein iPhone X sein Eigen nennt, darf sich unter anderem über gleich vier neue Animojis freuen: Geist, Koala, Tiger und T-Rex. Doch damit nicht genug: Die TrueDepth-Kamera unterstützt jetzt auch Zwinker- und Zungenerkennung, wodurch die Animojis noch lebendiger wirken. Zugleich führt Apple mit iOS 12 die sogenannten Memoji-Charaktere ein: Somit lassen sich personalisierte Avatare erstellen, die sich dann einfach per iMessage an Freunde und Bekannte verschicken lassen.

Screen Time für bewussteren Umgang mit dem iPhone

Neu ist auch ein Feature namens Screen Time: Damit bietet iOS 12 umfangreiche Statistiken zur eigenen Handy-Nutzung. So kannst Du etwa sehen, wie lange Du eine App auf Deinem iPhone genutzt hast. Tägliche und wöchentliche Aktivitätsberichte weisen die detaillierte Nutzungsdauer der einzelnen Apps penibel auf, was im Idealfall zu einem verantwortungsvollerem Konsum von Medien und Inhalten führen soll.
Dafür haben die Kalifornier spezielle Optionen integriert, mit denen eine effektive Kontrolle möglich ist. So kannst Du mithilfe von App-Limits bestimmte Zeitspannen für Apps definieren. Wird dieses Limit erreicht, wirst Du darüber in einer Mitteilung informiert. Zugleich wird damit auch der Kinderschutz verbessert. Eltern können so exakt bestimmen, wie viel Zeit ihr Kind mit Apps und anderen Diensten verbringen darf.
 Screen Time informiert Dich detailliert über Deine iPhone-Nutzung. fullscreen
Screen Time informiert Dich detailliert über Deine iPhone-Nutzung. (©Apple 2018)

Mehr Sicherheit und besserer Datenschutz

Leicht verbessert wurden auch der Datenschutz und die Sicherheit. So verfügt Safari über eine erweiterte Intelligent Tracking Prevention, womit etwa Social-Media-Buttons von Facebook und Co. blockiert werden können. Zudem liefert Safari beim Surfen künftig nur noch vereinfachte Systeminformationen an Webseitenbetreiber aus, sodass ein Verfolgen mittels Systemkonfiguration nicht mehr möglich sein wird.

Viele Apps mit kleineren Verbesserungen

Zahlreiche Apps präsentieren sich in iOS 12 ebenso in optimierter Form: So wurde Apple Books neu gestartet, damit Nutzer Bücher und Hörbücher noch einfacher entdecken und genießen können. Auch Apple News, das in Deutschland immer noch nicht verfügbar ist, wurde um neue Funktionen erweitert. Neue Kanäle und Themen können so noch besser entdeckt werden, zudem erleichtert eine Sidebar auf dem iPad die Navigation. Die Aktien-App wurde optisch ein wenig aufgewertet, enthält künftig relevante Meldungen von Apple News und wird auch auf dem iPad erhältlich sein.
Über Verbesserungen dürfen sich Nutzer von Apple CarPlay freuen: Das System unterstützt künftig auch externe Navigationsanwendungen wie Google Maps. Somit sind Autofahrer nicht mehr nur allein auf die Dienste von Apple Karten angewiesen. Sprachmemos bekommt iCloud-Unterstüzung und wird es auch für das iPad geben. Zudem wird das Erfassen, Teilen und Bearbeiten von Aufnahmen durch ein neues Design erleichtert.

Datenblatt

  • Art
    Mobiles Betriebssystem
  • Vorstellung
    Juni 2018
  • Release
    September 2018
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