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"Jumanji: Willkommen im Dschungel"-Kritik: Wie aus dem Lehrbuch

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Blockbuster-Entertainment wie aus dem Lehrbuch erwartet Kinogänger in "Jumanji: Willkommen im Dschungel".
Blockbuster-Entertainment wie aus dem Lehrbuch erwartet Kinogänger in "Jumanji: Willkommen im Dschungel". (©Sony Pictures 2017)

Wenn Dwayne Johnson etwas anpackt, wird es in der Regel ein Erfolg. Ob auch der neueste Streifen mit dem vielbeschäftigten Hollywoodstar ein Senkrechtstarter ist, liest Du in unserer Filmkritik zu "Jumanji: Willkommen im Dschungel".

Mittendrin, statt nur dabei: Die Story

Die vier Teenager Spencer, Bethany, Fridge und Martha haben nicht viel gemeinsam: Spencer ist ein schüchterner, dünner Nerd ohne Freunde. Bethany ist sicherlich das schönste, aber auch das oberflächlichste Mädchen der High School. Fridge ist ein arroganter Football-Star und Martha ein Wissenschafts-Genie. Als die ungleichen Schüler eines Tages gemeinsam nachsitzen, finden sie in einer Abstellkammer eine alte Videospielkonsole mit einem Game namens "Jumanji".

Doch das Spiel entwickelt sich zu einem spannenderen Abenteuer, als ihnen lieb ist: Sie finden sich plötzlich mitten im Dschungel wieder und stecken in anderen Körpern. Um in die echte Welt zurückzukehren, müssen sie das Spiel mit ihren Avataren Dr. Bravestone (Dwayne Johnson), Professor Oberon (Jack Black), Mouse Finbar (Kevin Hart) und Ruby Roundhouse (Karen Gillan) bis zum Ende durchspielen. Und wie es aussieht, ist "Jumanji" ein Spiel auf Leben und Tod ...

So geht Blockbuster

Man kann es nicht anders sagen: "Jumanji: Willkommen im Dschungel" macht verdammt viel Spaß. Die Fortsetzung des Klassikers mit Robin Williams aus dem Jahr 1995 schließt zwar direkt an das Ende seines Vorgängers an, funktioniert aber auch, ohne dass man diesen vorher gesehen hat. Und im Gegensatz zu manch anderem Mainstream-Blockbuster, der antritt, um vergangene Kinoerfolge wiederzubeleben, ist "Jumanji: Willkommen im Dschungel" alles andere als ein seelenloses Kommerzprodukt. Im Gegenteil: Dieser Film ist eine echte Entertainment-Perle und lässt Dich in jeder Hinsicht mit einem guten Gefühl im Kinosessel zurück.

Ein starkes Team

Der Kern dieses Erfolgs ist ein Wahnsinns-Cast, der mit sichtlich viel Spaß und Leidenschaft seine Rollen spielt. Dwayne Johnson mimt den nerdigen Teenager im Körper eines – nun ja – Dwayne Johnson mit so viel Selbstironie und Überzeugung, dass man das Grinsen gar nicht aus dem Gesicht bekommt. Karen Gillan kannten wir bisher vor allem als Gamoras grimmige Schwester Nebula aus Marvels "Guardians of the Galaxy"-Franchise. Auch in "Jumanji: Willkommen im Dschungel" darf die Schottin zeigen, was sie actionmäßig auf dem Kasten hat. Dass sie aber auch großes Talent für Komik hat, sieht man spätestens in der Szene, als sie einen unbeholfenen Flirtversuch als vermeintliche Femme fatale startet – zweifellos eines der Highlights des ganzen Films.

Dwayne und Co. zuzusehen macht verdammt viel Spaß. fullscreen
Dwayne und Co. zuzusehen macht verdammt viel Spaß. (©Sony Pictures 2017)
Die Highschool-Beauty gefangen im Körper von Jack Black – na, das kann ja was werden. fullscreen
Die Highschool-Beauty gefangen im Körper von Jack Black – na, das kann ja was werden. (©Sony Pictures 2017)
Das nette Mädchen von nebenan? Ruby Roundhouse (Karen Gillan) hat es faustdick hinter den Ohren. fullscreen
Das nette Mädchen von nebenan? Ruby Roundhouse (Karen Gillan) hat es faustdick hinter den Ohren. (©Sony Pictures 2017)

Neben Comedian Kevin Hart, der schon in "Central Intelligence" (2016) mit Johnson ein komisches Duo bildete, ist es aber vor allem Jack Black, der schauspielerisch überzeugt. Ihm fällt die nicht triviale Aufgabe zu, eine oberflächliche Highschool-Ballkönigin im Körper eines – nun ja – Jack Black darzustellen. Dass diese Rolle viel Potenzial für den Ausnahme-Komiker bietet, dürfte nicht allzu überraschend sein.

Erfolg nach Rezept

Neben der wirklich guten Besetzung wartet "Jumanji: Willkommen im Dschungel" mit allem auf, was man von einem echten Blockbuster erwartet. Das Drehbuch ist schnörkellos und kommt immer sofort auf den Punkt. Durchhänger? Fehlanzeige. Der Humor ist gerade so derb, dass er noch familientauglich ist, aber trotzdem für dreckige Lacher sorgt. Und die Action ist zwar schnell und aufsehenerregend, aber niemals reiner Selbstzweck. Dazu gibt es einen standesgemäßen Gute-Laune-Soundtrack und eine positive Story mit viel Herz. Mehr Blockbuster-Entertainment geht nicht.

Schon in "Central Intelligence" haben Kevin Hart und Dwayne Johnson zusammengespielt. fullscreen
Schon in "Central Intelligence" haben Kevin Hart und Dwayne Johnson zusammengespielt. (©Sony Pictures 2017)
Kein Wunder: Mitten im Dschungel trifft man auf tierische Weggefährten. fullscreen
Kein Wunder: Mitten im Dschungel trifft man auf tierische Weggefährten. (©Sony Pictures 2017)
Mit einem Flammenwerfer auf dem Motorrad? Für The Rock kein Problem. fullscreen
Mit einem Flammenwerfer auf dem Motorrad? Für The Rock kein Problem. (©Sony Pictures 2017)

"Jumanji: Willkommen im Dschungel": Fazit

"Jumanji: Willkommen im Dschungel" macht verdammt viel Spaß und hat alle Zutaten für einen großen Blockbuster-Erfolg: Humor, Action, Spannung und einen herausragenden Cast, der mit viel Leidenschaft und Können spielt. Das ist Entertainment aus dem Lehrbuch.

TURN ON-Wertung: 4/5

TURNON
Score
4.0
Jumanji: Willkommen im Dschungel
Jumanji: Willkommen im Dschungel
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Datenblatt

  • Originaltitel
    Jumanji: Welcome to the Jungle
  • Produktionsland/-jahr
    USA 2017
  • Genre
    Action, Adventure, Comedy
  • Besetzung
    Dwayne Johnson, Karen Gillan, Kevin Hart, Jack Black
  • Regie
    Jake Kasdan
  • Kinostart (D)
    21.12.2017
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