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LG Q6 im Test: Ein günstiges LG G6?

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Mit dem LG Q6 nehmen die Südkoreaner die Mittelklasse ins Visier.
Mit dem LG Q6 nehmen die Südkoreaner die Mittelklasse ins Visier. (©TURN ON 2017)

Mit dem LG Q6 kommt ein Mittelklasse-Smartphone mit dem modischen FullVision-Display im 18:9-Format auf den Markt. Im Vergleich zum LG G6 muss man auf einige Features und auf eine gute Portion Leistung verzichten. Kann sich das LG Q6 trotzdem im Test bewähren?

Design und Verarbeitung: Auf den ersten Blick ein LG G6

Das LG Q6 hat einen Metallrahmen, aber nur eine Plastikrückseite statt Glas. Verzichten muss man im Vergleich zum Flaggschiff LG G6 zudem auf die Dual-Kamera und auf den Fingerabdruckscanner. Trotzdem sieht das LG Q6 auf den ersten Blick genauso aus wie das Vorbild. Das Display ist mit 5,5 statt 5,7 Zoll zwar etwas kleiner, aber bietet dasselbe modische 18:9-Format, auf dem man Medien angenehmer konsumieren kann und das die Bedienung großer Displays mit einer Hand ermöglicht. Der Displayrahmen ist etwas größer als beim Vorbild, was man zunächst aber nicht bemerkt.

 Auf den zweiten Blick fallen der etwas größere Displayrahmen  unten sowie die Plastik-Rückseite auf. fullscreen
Auf den zweiten Blick fallen der etwas größere Displayrahmen  unten sowie die Plastik-Rückseite auf. (©TURN ON 2017)

Urteil: Das LG Q6 kann man erst auf den zweiten Blick vom LG G6 unterscheiden.

Ausstattung und Leistung: Kein Flaggschiff

Die Leistung des LG Q6 erreicht mit seinem Snapdragon 435 der unteren Mittelklasse nebst 3 GB Arbeitsspeicher keine Rekorde. Die Power genügt im Alltag immerhin für flüssiges App-Öffnen und -Bedienen, aber zukunftssicher ist die Performance nicht. In "Asphalt 8" schwankt die Bildrate zum Beispiel zwischen niedrigen 20 und 30 FPS bei langen Ladezeiten, auch wenn es für einfachere Spiele locker reicht. Das Ausstattungshighlight ist das 5,5 Zoll große 18:9-Display mit einer Auflösung von 2160 x 1080 Pixeln. Damit spielt man immerhin recht immersiv. Videos im 18:9-Format wirken imposant, aber das Format ist noch nicht weit verbreitet.

 Mit dem LG Q6 erreicht das FullVision-Display die Mittelklasse. fullscreen
Mit dem LG Q6 erreicht das FullVision-Display die Mittelklasse. (©Screenshot TURN ON / Sony 2017)

Anstelle eines Fingerabdruckscanners wird die Gesichtserkennung zum Entsperren des Geräts geboten. LG weist jedoch darauf hin, dass eine Person mit einem ähnlichen Gesicht das Telefon entsperren kann und dass Muster, PIN und Passwort sicherer sind. Nach der Einrichtung der verbesserten Gesichtserkennung, bei der man sich unter verschiedenen Lichtbedingungen mit und ohne Brille ablichten lässt, wurde das Smartphone bei mir verlässlich entsperrt, meinem Kollegen Patrick gelang es derweil nicht – wie es auch sein sollte. Auch ein Foto von mir war nicht genug, um die Technologie zu überlisten.

 Das LG Q6 verzichtet auf einen Fingerabdruckscanner auf der Rückseite. fullscreen
Das LG Q6 verzichtet auf einen Fingerabdruckscanner auf der Rückseite. (©TURN ON 2017)

Der 3000-mAh-Akku reicht bei gemischter Nutzung für einen Tag locker aus. Einem Langläufer wie das Galaxy A3 (2017) kann das LG Q6 allerdings nicht das Wasser reichen. Die mitgelieferten In-Ears sind ebenso nichts Besonderes. Die Tonqualität geht in Ordnung, reicht aber nicht an jene des Galaxy A3 und Galaxy A5 (2017) heran.

Urteil: Zukunftssicher ist die Leistung des LG Q6 zwar nicht, aber für die untere Mittelklasse darf die Ausstattung als solide gelten – und es gibt ein tolles Display.

Kameras: Das Übliche

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Die Kameras erreichen eine Qualität, wie sie für die untere Mittelklasse üblich ist. Es ist schwierig, scharfe Selfies zu knipsen, mit Hell-Dunkel-Übergängen ist die Hauptkamera überfordert. Gras und Bäume werden zu einer relativ undifferenzierten grünen Fläche und ein richtiger Bokeh-Effekt lässt sich kaum erzeugen. Bei gutem Licht gelingen trotzdem akzeptable Schnappschüsse für die sozialen Medien. Die Videoqualität befindet sich ebenso im Mittelmaß.

 Die Kamera des LG Q6 erreicht nur das übliche Klassenniveau. fullscreen
Die Kamera des LG Q6 erreicht nur das übliche Klassenniveau. (©TURN ON 2017)

Immerhin sind die Kameras klar besser als jene des Einsteigersmartphones Nokia 3. Die aktuell überzeugendsten Smartphone-Kameras bieten das HTC U11 und das Galaxy S8, die allerdings deutlich mehr kosten. In der Mittelklasse bringt das HTC U Play eine bessere Fotoqualität mit als das LG Q6.

Urteil: Die Kameras bieten nur klassenübliche Durchschnittskost.

Fazit: FullVision erreicht die Mittelklasse

Mit dem LG Q6 erreicht das 18:9-Displayformat samt relativ dünnem Rahmen die Mittelklasse. Das Display wirkt tatsächlich modern und imposant bei entsprechenden Inhalten. Die meisten YouTube-Videos und überhaupt Videos sind allerdings im 16:9-Format verfügbar, also wird es noch etwas dauern, bis man den Vorteil beim Medienkonsum voll auskosten kann. Erfrischend auch, dass sich ein Smartphone mit recht großen Display wieder mit einer Hand bedienen lässt.

 Außer dem FullVision-Display bietet das LG Q6 keine Besonderheiten. fullscreen
Außer dem FullVision-Display bietet das LG Q6 keine Besonderheiten. (©TURN ON 2017)

Davon abgesehen bietet das LG Q6 allerdings nur Ausstattung und Leistung der unteren Mittelklasse. Der Prozessor genügt für eine flüssige Bedienung, aber zukunftssicher ist er nicht. Mit den Kameras lassen sich höchstens Schnappschüsse für die sozialen Medien knipsen. Der Preis von 350 Euro geht für das Gebotene in Ordnung. Mögliche Alternativen sind das Moto Z Play und das Galaxy A5 (2017).

TURNON
Score
3.5
LG Q6
LG Q6
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  • Akkuleistung
    3.5
  • Ausstattung
    3.5
  • Design
    4.0
  • Handling
    4.0
  • Hardware
    3.0
  • Preis-Leistung
    4.0

Datenblatt

  • Gerätetyp
    Smartphone
  • Betriebssystem
    Android 7.1.1 Nougat
  • Release
    21. August 2017
  • Display-Größe
    5,5 Zoll
  • Preis
    349 Euro

Hardware und Software

  • Display-Auflösung
    2880 x 1440 Pixel
  • Prozessor
    Snapdragon 435
  • SIM-Karten-Format
    Nano-SIM
  • Anschlüsse und Steckplätze
    Micro-USB, 3,5-mm Stereo-Audioanschluss
  • Besondere Merkmale
    Randloses Design
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