Test

Die Xbox One X im ersten Hands-on-Test

Xbox One X
Xbox One X (©Microsoft 2017)

Die Xbox One X von Microsoft soll zwar keine völlig neue Konsolengeneration einläuten, bietet jedoch ein massives Hardware-Update. Microsoft verspricht "echte" 4K-Grafik und satte Leistung, trotzdem ist das gerät etwas kleiner als noch die Xbox One S. Nach der Vorstellung  auf der E3 2017 unterzogen wir die Xbox One X bereits einem ersten Hands-on-Test.

Auf der Spielemesse E3 2017 in Los Angeles hat Microsoft seine neue Hochleistungsspielkonsole zum ersten Mal enthüllt. Auf dem Papier lesen sich die technischen Spezifikationen der Xbox One X schon richtig gut: Hier sitzt ein Prozessor mit acht angepassten Kernen mit 2,3 GHz und ein Grafikchip, dessen Leistung auf sechs Teraflops kommt. Dieser Bereich wurde bisher von keiner Spielkonsole erreicht. Dazu kommen ganze 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und ein Terabyte Festplatten-Speicher. Die Speicherbandbreite liegt bei schnellen 326 Gigabyte pro Sekunde. Um vor Überhitzung zu schützen, hat Microsoft eine Wasserkühlung eingebaut, was auch dem Formfaktor der Konsole zugutekommt, weil sie dadurch schlanker wird. Doch was taugt die Konsole in der Praxis? Wir haben sie auf der E3 ausprobiert.

Werfen wir zuerst einen Blick auf das Design: Wir sehen einen schwarzen Kasten. Das kennen wir schon von der normalen Xbox One. Neu ist aber die Größe. Phil Spencer sagte auf der Pressekonferenz, es sei die kleinste Xbox, die Microsoft bisher gebaut habe. Die Anschlüsse sind exakt dieselben wie bei der Xbox One S: drei Mal USB 3.0, ein HDMI-Ausgang sowie ein -Eingang, ein optischer S/PDIF, ein LAN-Anschluss und Infrarot.

Der Microsoft-Stand ist auf der E3 restlos überfüllt. Alle wollen die neue Konsole in Aktion sehen. Doch überall hielten die Stand-Mitarbeiter rote Schilder hoch. Heißt: Die Warteschlagen sind zu lang, man darf sich nicht mehr für sein Lieblingsspiel anstellen. Eine der neuen Konsolen in Aktion zu sehen, war also gar nicht so einfach. Lediglich hinter Glas stellt Microsoft einen Prototypen der neuen Konsole aus. An den Anspielstationen finden wir für "Forza" und andere grafisch groß angekündigten Games wie "Madden NFL 18" lediglich weiße Xbox One S. Immerhin kann man ein Pixelspiel auf der Xbox One X anspielen...

Native 4K-Grafik und Grafikupdates

Hinter verschlossenen Türen bekamen wir dann doch die Möglichkeit, selbst an der Xbox One X zu spielen. Und hier wird deutlich: Nativ berechnetes 4K-Gaming mit 60 Bildern pro Sekunde ist eine ganz andere Hausnummer, als Spiele auf der ursprünglichen Xbox One oder Spiele, die nur per Upscaling auf die größere Auflösung hochgerechnet werden. Ich rede von "Forza Motorsport 7": Die Autos, die Rennstrecken, die Effekte und das Fahrgefühl sind überwältigend gut. In der Demo fahren wir auf einer Rennstrecke in Dubai – einem neuen Kurs. Unser Auto ist der, auf der Microsoft Pressekonferenz enthüllte, Porsche 911 GT2 RS von 2018. Landschaft und Auto sind grandios.

Etwas enttäuscht war ich danach von "Assassin's Creed Origins", das wir bei Ubisoft auf der Xbox One X spielen konnten. Hier waren die Texturen bei weitem nicht so hochaufgelöst. Doch das Spiel befindet sich noch in einem Entwicklungsstadium – die Grafik könnte sich also bis zum Ende des Jahres noch etwas verbessern.

Für bereits erschienene Spiele soll es nach und nach kostenlose 4K-Grafikupdates geben, damit sich die Power der neuen Xbox One X auch lohnt. Mit dabei sind "Resident Evil 7", "Ghost Recon" und "Rocket League". Das Klötzchenspiel "Minecraft" bekommt neue Texturen und aufwendige Beleuchtungseffekte.

Wer hat etwas von der Konsole?

Spieler, die sich gerade erst die Xbox One S gekauft haben, werden wahrscheinlich nicht das Geld für die Xbox One X in die Hand nehmen. Auch für PC-Spieler lohnt sich die neue Konsole nicht wirklich, da die meisten grafisch dicken Games auch für den Desktop-Computer in den Handel kommen.

Doch wem das Spiele-Angebot von Microsoft zusagt und wer bisher noch keine Xbox One hat, bekommt hier eine schlanke Rechenkiste mit richtig viel Power ins Wohnzimmer.

Die Xbox One X kommt bereits am 7. November diesen Jahres auf den Markt und kostet 499 Euro.  Das ist recht wenig, gemessen an der Leistung, die die Konsole bietet. Außerdem hat sie einen integrierten UHD-Blueray-Player und diese kosten im Handel schon fast genau so viel.

Datenblatt

  • Gerätetyp
    Konsole
  • Farbe
    Schwarz
  • Preis (UVP)
    499 Euro
  • Release
    07.11.2017
  • Abmessungen
    tbd
  • Gewicht
    tbd
  • Lieferumfang
    tbd

Hardware und Software

  • Prozessor
    8 Custom x86-Kerne mit 2,3 GHz
  • Arbeitsspeicher
    12 Gigabyte GDDR5
  • Speicherkapazität
    1 Terabyte 2,5 Zoll
  • Anschlüsse und Steckplätze
    HDMI 2.0b (out), HDMI 1.4b (in), 3 x USB 3.0, LAN, optischer Audioanschluss
  • Konnektivität
    WLAN, Bluetooth, IR
  • Energieverbrauch
    tbd
  • Besondere Merkmale
    Ultra HD Blu-ray-Laufwerk
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