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Motorola

Motorola ist vor allem als Hersteller von Mobiltelefonen ein Begriff. Ende der zwanziger Jahre fing aber mit Autoradios alles an.
Die Motorola-Mobilfunksparte wurde von Google 2014 an Lenovo verkauft.
Die Motorola-Mobilfunksparte wurde von Google 2014 an Lenovo verkauft. (©picture-alliance / dpa )

Motorola ist vor allem als Hersteller von Smartphones ein Begriff. Dass die US-Amerikaner einst Autoradios und CPU-Einheiten produzierten, ist heute eher vergessen.

Die Geschichte von Motorola beginnt 1928 mit der Gründung der Galvin Manufacturing Corporation (GMC) durch die Gebrüder Galvin. 1930 produziert der US-Unternehmen das erste erfolgreiche Autoradio weltweit, das wegen seiner Größe und seines imposanten Gewichts in einer Wortkombination von "Motor" und "Ola" (Schall, Welle) liebevoll Motorola genannt wird. Motorola wird schnell zum Synonym für Hersteller und Autoradio, sodass die Firma 1947 umbenannt wurde.

Motorola: Entwicklung der Funk- und Prozessortechnologie

Die frühen US-amerikanischen Raumfahrtmissionen waren ohne Motorola-Funktechnik undenkbar. Das Iridium-Satelliten-Telefonsystem stammte von dem US-Unternehmen. Nicht nur Apple verbaute viele Jahre Prozessoren von Motorola in seinen Rechnern. Bis die ersten Intel-Chips auf den Markt kamen und Motorola vom Markt verdrängten. Das erste Klapp-Handy und die ersten Dual- und Triband-Mobiltelefone gehen ebenfalls auf das Konto von Motorola. Für die Telekom produzierte man einst die ersten UMTS-Phones in Serie.

Übernahme durch Google

2011 wurde Motorola in eine Geschäftskundensparte und eine Mobilfunksparte aufgespalten. Internet-Riese Google übernahm im Mai 2012 Motorola Mobility, nur um das Unternehmen Anfang 2014 für lediglich ein Viertel des Kaufpreises von ursprünglich rund zwölf Milliarden US-Dollar an Lenovo zu verkaufen. Allerdings ohne die meisten Patente, die bis heute bei Google verbleiben.

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