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Oscars 2018: Alle Fakten rund um die 90. Academy Awards

Heiß begehrt: Im März 2018 werden wieder die Oscars verliehen.
Heiß begehrt: Im März 2018 werden wieder die Oscars verliehen. (©picture alliance / ZUMA Press 2017)

Nach den Oscars ist vor den Oscars: Zwar ist es noch eine gefühlte Ewigkeit zu den Oscars 2018 hin, doch die Vorfreude auf den Goldjungen lassen wir uns nicht nehmen. Alle Infos zum wohl wichtigsten Filmpreis der Welt gibt es hier.

Kommendes Jahr – ganz genau gesagt am 04.03.2018 – findet die Oscarverleihung wieder im Dolby Theatre am Hollywood Boulevard in Los Angeles, Kalifornien statt. Damit jährt sich die prestigeträchtige Veranstaltung, die die Creme de la Creme des Filmbusiness zusammenführt, zum sage und schreibe neunzigsten Mal.

Die Nominierungen für die Academy Awards – wie sie richtigerweise heißen – sind natürlich für das Jubiläumsjahr 2018 noch nicht bekannt. Sie werden typischerweise erst zu Jahresbeginn im Januar bekannt gegeben. Doch eine Person ist für den Festakt schon fest eingeplant: Jimmy Kimmel wird wie im Jahr zuvor die Ehre zuteil, Gäste und Zuschauer durch die Oscars 2018 zu führen. Offenbar war die Academy mit der Leistung des Late-Night-Hosts mehr als zufrieden.

Pannen des Vorjahres sollen nicht mehr vorkommen

Anders sah das jedoch mit der Crew aus, die hinter dem sogenannten Best-Picture-Fail bei den Oscars 2017 steckte. Durch einen unglücklichen Kartenverstausch galt einige Minuten lang "La La Land" als Gewinner der Hauptkategorie "Bester Film", doch mitten in der Dankesrede des glücklichen Casts wurde der Irrtum aufgeklärt: Außenseiter "Moonlight" war wirklich von der Academy zum Gewinner auserkoren worden.

Damit Ähnliches bei den Oscars 2018 nicht wieder passieren kann, hat die Academy einige Neuerungen ins Leben gerufen. PricewaterhouseCoopers, die Firma, die die Stimmen auszählt und für die korrekte Verteilung der Umschläge zuständig ist, wird zwar nicht ausgetauscht, doch laut Kino.de wird 2018 ein striktes Smartphone-Verbot im Backstage-Bereich herrschen. Offenbar ist der schludrige Mitarbeiter, der bei den Oscars 2017 für den Fauxpas verantwortlich war, nämlich von den sozialen Medien abgelenkt worden. Außerdem gesellt sich ein zusätzlicher dritter Mitarbeiter, dem die Gewinner auch bekannt sind,  zu dem zweiköpfigen Team, der den Ablauf mitüberwachen soll. Allerdings bekommen Brian Cullinan und Martha Ruiz, die bislang für diese Aufgabe zuständig waren, laut Spiegel Online ein Show-Verbot.

7 Oscar-Facts zum Angeben:

  • Der älteste Gewinner in der Geschichte der Academy Awards ist Komponist Ennio Morricone. 2016 erhielt er im Alter von 87 Jahren für seine Filmmusik in Quentin Tarantinos "The Hateful Eight" den Oscar.
  • Die jüngste Gewinnerin hingegen ist Tatum O'Neal, die 1973 im Alter von zehn Jahren als beste Nebendarstellerin für "Paper Moon" ausgezeichnet wurde.
  • "Ben Hur" (1960), "Titanic" (1998) sowie "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" (2003) sind mit jeweils elf Oscars die erfolgreichsten Oscar-Filme aller Zeiten.
  • Richtig bitter lief es 1985 für "Die Farbe Lila": Trotz elf Nominierungen erhielt das Südstaatendrama nicht eine Auszeichnung.
  • Mit 17 Moderationen führte Bob Hope am häufigsten durch den Oscar-Abend, gefolgt von Billy Crystal, der insgesamt neun Mal Host der Academy Awards-Verleihung war.
  • Die meisten Oscarnominierungen unter den Schauspielerinnen hat Meryl Streep erhalten (20 Nominierungen), bei den Männern ist es Jack Nicholson (12 Nominierungen).
  • Die meisten Academy Awards überhaupt wurden Walt Disney verliehen. 26 Oscars – darunter vier Ehrenoscars – konnte der kreative Kopf in seinem Haus nebeneinanderstellen. Hinzu kommen 37 Nominierungen. Absoluter Rekord!

Hintergrund:

Der Academy Award gilt als Heiliger Gral unter den Filmschaffenden: Wer einen Oscar sein Eigen nennen kann, der zählt tatsächlich zu den Besten der Besten in Hollywood. Erstmals fand die prestigeträchtige Verleihung 1929 statt und wird seitdem von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences veranstaltet. Seit 1930 werden die Academy Awards alljährlich vergeben. Anfangs gab es noch die Angewohnheit, den Zeitungen die Gewinner vorab mitzuteilen – allerdings mit einem Embargo mit 23 Uhr in der Nacht der Verleihung. Nachdem allerdings die Los Angeles Times die Preisträger schon am Tag vor der Zeremonie verkündete, ging die Academy of Motion Picture Arts and Sciences 1941 dazu über, für die Bekanntgabe der jeweiligen Gewinner versiegelte Umschläge zu verwenden.

Warum die Statue als Oscar bezeichnet wird und nicht als Academy Award, darüber ist man sich bis heute nicht einig. Entsprechend existieren gleich mehrere Entstehungsmythen. Einer besagt, die zweifache Oscar-Gewinnerin Bette Davis ("Alles über Eva") habe die Statue nach ihrem ersten Ehemann Harmon Oscar Nelson benannt. Mindestens genauso bekannt ist der Mythos, dass Margaret Herrick, Sekretärin der Academy, die goldene Figur 1931 sah und diese sie prompt an ihren "Onkel Oscar" erinnert habe.

Die Anzahl der jährlich verliehenen Academy Awards schwankt. Kategorien werden teilweise neu erschaffen, andere gestrichen. In wie vielen Kategorien die Nominierten bei den Oscars 2018 ins Rennen gehen werden, ist noch nicht bekannt. So lange können wir einen Rückblick auf die Nominierten und Gewinner des letzten Jahres werfen.

Die Nominierungen und Gewinner der Oscars 2017 im Überblick

Die Gewinner in den jeweiligen Kategorien sind gefettet.

Bester Film:

  • "Arrival"
  • "La La Land"
  • "Fences"
  • "Lion"
  • "Hacksaw Ridge"
  • "Manchester by the Sea"
  • "Hell or HIgh Water"
  • "Moonlight"
  • "Hidden Figures"

Bester Hauptdarsteller:

  • Casey Affleck ("Manchester by the Sea")
  • Viggo Mortensen ("Captain Fantastic")
  • Andrew Garfield ("Hacksaw Ridge")
  • Denzel Washington ("Fences")
  • Ryan Gosling ("La La Land")

Beste Hauptdarstellerin:

  • Isabelle Huppert ("Elle")
  • Emma Stone ("La La Land")
  • Ruth Negga ("Loving")
  • Meryl Streep ("Florence Foster Jenkins")
  • Natalie Portman ("Jackie")

Beste Regie:

  • Denis Villeneuve ("Arrival")
  • Kenneth Lonergan ("Manchester by the Sea")
  • Mel Gibson ("Hacksaw Ridge")
  • Barry Jenkins ("Moonlight")
  • Damien Chazelle ("La La Land")

Bester Filmsong:

  • "Audition (The Fools Who Dream)" ("La La Land")
  • "The Empty Chair" ("Jim: The James Foley Story")
  • "Can't Stop the Feeling" ("Trolls")
  • "How Far I'll Go" ("Moana")
  • "City of Stars" ("La La Land")

Bester Soundtrack:

  • Mica Levi ("Jackie")
  • Nicholas Britell ("Moonlight")
  • Justin Hurwitz ("La La Land")
  • Thomas Newman ("Passengers")
  • Dustin O'Halloran, Volker Bertelmann ("Lion")

Bester Kurzfilm:

  • "Ennemis intérieurs"
  • "Timecode"
  • "La femme et le TGV"
  • "Silent Nights"
  • "Sing"

Bester fremdsprachiger Film:

  • "A Man Called Ove" (Schweden)
  • "Toni Erdmann" (Deutschland)
  • "The Salesman" (Iran)
  • "Land of Mine" (Dänemark)
  • "Tanna" (Australien)

Bester Dokumentarfilm:

  • "Fire at the Sea"
  • "O.J.: Made in America"
  • "I Am Not Your Negro"
  • "13th"
  • "Life, Animated"

Bester Dokumentarfilm (kurz):

  • "Extremis"
  • "Watani: My Homeland"
  • "4.1 Miles"
  • "The White Helmets"
  • "Joe's Violin"

Bester Nebendarsteller:

  • Mahershala Ali ("Moonlight")
  • Dev Patel ("Lion")
  • Jeff Bridges ("Hell or High Water")
  • Michael Shannon ("Nocturnal Animals")
  • Lucas Hedges ("Manchester by the Sea")

Beste Nebendarstellerin:

  • Viola Davis ("Fences")
  • Octavia Spencer ("Hidden Figures")
  • Naomie Harris ("Moonlight")
  • Michelle Williams ("Manchester by the Sea")
  • Nicole Kidman ("Lion")

Bester Animationsfilm:

  • "Kubo and the Two Strings"
  • "The Red Turtle"
  • "Moana"
  • "Zoomania"
  • "My Life as a Zucchini"

Bester animierter Kurzfilm:

  • "Blind Vaysha"
  • "Pearl"
  • "Borrowed Time"
  • "Piper"
  • "Pear Cider and Cigarettes"

Beste Visual Effects:

Bester Musikmix:

  • "Arrival"
  • "Rogue One"
  • "Hacksaw Ridge"
  • "13 Hours"
  • "La La Land"

Bester Musikschnitt:

  • "Arrival"
  • "La La Land"
  • "Deepwater Horizon"
  • "Sully"
  • "Hacksaw Ridge"

Bester Filmschnitt:

  • "Arrival"
  • "La La Land"
  • "Hacksaw Ridge"
  • "Moonlight"
  • "Hell or High Water"

Beste Kamera:

  • Bradford Young ("Arrival")
  • James Laxton ("Moonlight")
  • Linus Sandgren ("La La Land")
  • Rodrigo Prieto ("Silence")
  • Greig Fraser ("Lion")

Bestes Make-up und Hairstyling:

  • "A Man Called Ove"
  • "Suicide Squad"
  • "Star Trek Beyond"

Bestes Produktionsdesign:

Bestes Kostümdesign:

  • "Allied"
  • "Jackie"
  • "Fantastic Beasts and Where to Find Them"
  • "La La Land"
  • "Florence Foster Jenkins"

Bestes adaptiertes Drehbuch:

  • Eric Heisserer ("Arrival")
  • Luke Davies ("Lion")
  • August Wilson ("Fences")
  • Barry Jenkins, Tarell Alvin McCraney ("Moonlight")
  • Allison Schroeder, Theodore Melfi ("Hidden Figures")

Bestes Originaldrehbuch:

  • Taylor Sheridan ("Hell or High Water")
  • Kenneth Lonergan ("Manchester by the Sea")
  • Damien Chazelle ("La La Land")
  • Mike Mills ("20th Century Women")
  • Yorgos Lanthimos, Efthymis Filippou ("The Lobster")

Datenblatt

  • Datum
    04.03.2018
  • Ort
    Dolby Theatre, Los Angeles, California
  • Host
    Jimmy Kimmel

90. Verleihung

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