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Galaxy A6 (2018) im Test: Ein Schritt vor...

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Das Galaxy A6 (2018) bietet ein Metall-Design und ein Amoled-Display.
Das Galaxy A6 (2018) bietet ein Metall-Design und ein Amoled-Display. (©TURN ON 2018)

Technisch betrachtet ist das Samsung Galaxy A6 (2018) am ehesten als Nachfolger des Galaxy A3 (2017) anzusehen. Der Prozessor ist derselbe geblieben – ansonsten gibt es Upgrades, aber leider auch einige Downgrades zu vermelden. Im Test haben wir geprüft, ob das Galaxy A6 (2018) in der unteren Mittelklasse überzeugt.

Design und Verarbeitung: Stabiles Metallgehäuse

Dank Unibody-Metallgehäuse liegt die Wertigkeit des Galaxy A6 (2018) auf einem ähnlich hohen Niveau wie beim Galaxy A3 (2017). Die Rückseite des Galaxy A3 (2017) war aus Glas gefertigt und das Galaxy A6 (2018) setzt auch hier auf Metall und ist daher noch etwas stabiler. Es liegt allerdings längst nicht so gut in der Hand wie das ältere Modell, denn das neue Super-AMOLED-Display misst 5,6 Zoll statt 4,7 Zoll. Der 18,5:9-Bildschirm schließt sich dem Trend zu länglichen Displays an, wobei die Auflösung mit 1480 x 720 Pixeln eher gering ausfällt. Die Antennenstreifen auf der Rückseite wirken leider etwas aufdringlich und der Fingerabdruckscanner ist recht nahe unter der Kamera angebracht.

Urteil: Top-Verarbeitung mit Metall-Unibody, aber nur ein zweckmäßiges Design.

Ausstattung und Leistung: So schnell wie das Galaxy A3 (2017)

 Für die Datenübertragung muss sich der Nutzer mit dem langsamen Micro-USB-2.0 begnügen. fullscreen
Für die Datenübertragung muss sich der Nutzer mit dem langsamen Micro-USB-2.0 begnügen. (©TURN ON 2018)

Das Galaxy A6 (2018) nutzt denselben Prozessor wie das Galaxy A3 (2017): Den Exynos 7870 von Samsung, der diesmal aber von 3 statt 2 GB Arbeitsspeicher begleitet wird. Der erweiterbare interne Speicher wurde von 16 auf 32 GB verdoppelt. Leider gibt es auch zwei Downgrades: Das Galaxy A6 (2018) bietet kein ac-WLAN und es begnügt sich mit Micro-USB-2.0 statt USB-C.

Im Alltag fällt die Leistung beim Starten und Laden von Apps und bei der Navigation für die untere Mittelklasse nicht negativ auf – wohl aber beim Gaming. "Sonic Forces" ruckelt so sehr, dass es nicht mehr sinnvoll spielbar ist und "PUBG Mobile" läuft nur mit niedrigen Einstellungen flüssig. Der Snapdragon 450 im Moto G6 ist etwas schneller unterwegs und der Kirin 659 im Huawei P Smart hängt den alten Exynos-Chip noch deutlicher ab. Da die beiden Smartphones 50 beziehungsweise 100 Euro weniger kosten als das Galaxy A6 (2018), wird letzteres an anderer Stelle überzeugen müssen.

 Das Super-Amoled-Display ist farbstark und kontrastreich. fullscreen
Das Super-Amoled-Display ist farbstark und kontrastreich. (©TURN ON 2018)

Diese überzeugende andere Stelle ist neben der guten Verarbeitung eindeutig das 5,6 Zoll große Amoled-Display. Inhalte wirken kontrastreich und farbgenau. Auch ohne HDR-Support, wie ihn das Galaxy S9 bietet, machen Samsungs Amoled-Displays einiges her. Die Auflösung fällt mit 1480 x 720 Pixeln leider eher gering aus, was uns aber selbst in Spielen weniger aufgefallen ist als bei LCD-Displays. Immerhin liefert der 3000-mAh-Akku eine ordentliche Akkulaufzeit von etwas über einem Tag, wobei das Galaxy A3 (2017) noch länger durchhielt.

Urteil: Das Amoled-Display weiß zu beeindrucken, aber Leistung und Ausstattung bewegen sich kaum über dem Niveau des älteren Galaxy A3 (2017).

Kameras und Audio: Gute Selfies, guter Klang, aber...

Die Haupt- als auch die Selfie-Kamera des Galaxy A6 (2018) lösen mit jeweils 16 Megapixeln auf, wobei der Autofokus der Hauptkamera vorbehalten bleibt. Diese liefert eine Fotoqualität, die sich in etwa auf dem Niveau der Hauptkamera(s) des Huawei Mate 10 Light befindet. Auch beim Galaxy A6 (2018) gilt leider: "Viele Details gehen auf den Fotos verloren."

 Die 16-Megapixel-Kamera knipst leider recht detailarme Fotos. fullscreen
Die 16-Megapixel-Kamera knipst leider recht detailarme Fotos. (©TURN ON 2018)

Die Fotoqualität bei schlechten Lichtverhältnissen geht derweil für Smartphone-Verhältnisse noch in Ordnung, was wohl am "lichtdurchlässigen" Blendenwert von f/1,7 liegt. Die Motive sind auszumachen und die Kamera löst auch bei Nacht schnell aus. Rauschen und Unschärfe sind bei wenig Licht aber ein Problem. Videos können mit einer Auflösung von bis zu Full HD aufgezeichnet werden. Sie leiden unter der mangelnden Bildstabilisierung, aber sind recht scharf und die Farben werden gut getroffen.

Die Tageslichtaufnahmen sind nicht allzu detailreich. fullscreen
Die Tageslichtaufnahmen sind nicht allzu detailreich. (©TURN ON 2018)
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 2 fullscreen
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 2 (©TURN ON 2018)
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 3 fullscreen
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 3 (©TURN ON 2018)
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 4 fullscreen
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 4 (©TURN ON 2018)
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 5 fullscreen
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 5 (©TURN ON 2018)
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 5 fullscreen
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 5 (©TURN ON 2018)
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 6 fullscreen
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 6 (©TURN ON 2018)
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 8 fullscreen
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 8 (©TURN ON 2018)
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 9 fullscreen
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 9 (©TURN ON 2018)
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 10 fullscreen
Samsung Galaxy A6 (2018) Tageslicht-Aufnahme 10 (©TURN ON 2018)
Selbst bei geringem Gegenlicht wird das ganze Motiv in einen Schatten getaucht. fullscreen
Selbst bei geringem Gegenlicht wird das ganze Motiv in einen Schatten getaucht. (©TURN ON 2018)
Bokeh-Effekte funktionieren nur ansatzweise. fullscreen
Bokeh-Effekte funktionieren nur ansatzweise. (©TURN ON 2018)
Die Selfie-Kamera liegt über dem Niveau der Hauptkamera fullscreen
Die Selfie-Kamera liegt über dem Niveau der Hauptkamera (©TURN ON 2018)
Die Selfies werden scharf und detailliert. fullscreen
Die Selfies werden scharf und detailliert. (©TURN ON 2018)
Die Motive sind bei Nachtaufnahmen noch gut zu erkennen. fullscreen
Die Motive sind bei Nachtaufnahmen noch gut zu erkennen. (©TURN ON 2018)

Die hochauflösende Selfie-Kamera liefert dafür recht gute Fotos – das Galaxy A6 (2018) ist somit eines der Smartphones, bei denen die Selfie-Kamera mehr überzeugt als die Hauptkamera. Selfies gelingen, sofern im richtigen Abstand geknipst, scharf und detailliert und der Hintergrund wird unscharf vom Motiv abgegrenzt. Wer vor allem Selfies aufzeichnet, wird mit dem Galaxy A6 (2018) in der Preisklasse zufrieden sein.

Es stehen nur wenige Kamera-Features zur Auswahl. fullscreen
Es stehen nur wenige Kamera-Features zur Auswahl. (©TURN ON 2018)
Videos leiden unter der fehlenden Bildstabilisierung. fullscreen
Videos leiden unter der fehlenden Bildstabilisierung. (©TURN ON 2018)

Der Mono-Lautsprecher liefert derweil anständige Mitten und Höhen und wird laut genug, nur der Bass fehlt praktisch ganz. Der Klang via Kopfhörer am Klinkenanschluss ist klar und dynamisch, hat aber keine hohe Maximallautstärke und wird vom günstigeren Moto G6 Plus klar überboten. Die mitgelieferten In-Ears sind nichts Besonderes.

Urteil: Die Hauptkamera liefert nur wenig detaillierte Fotos, dafür überzeugt die Selfie-Kamera. Der Klang via Mono-Lautsprecher und Kopfhörer am Klinkenanschluss sind für die Preisklasse gut.

Fazit: Mit Vorzügen, aber nicht günstig

Das Galaxy A6 (2018) bietet eine ordentliche Akkulaufzeit, einen schönen Amoled-Bildschirm und eine gute Selfie-Kamera. Für den richtigen Preis könnten wir das Smartphone empfehlen, nicht aber für den Neupreis von um die 300 Euro. Dagegen spricht die niedrige Displayauflösung, die mäßige Hauptkamera, der Verzicht auf Schnellladen und auf Dual-Band-WLAN. Das Huawei P Smart bietet ähnlich viel für rund 200 Euro – eine erhebliche Ersparnis.

 Die Konkurrenz hat für weniger Geld mehr zu bieten als das Galaxy A6 (2018). fullscreen
Die Konkurrenz hat für weniger Geld mehr zu bieten als das Galaxy A6 (2018). (©TURN ON 2018)

Für rund 300 Euro gibt es derweil das Moto G6 Plus, das fast in jeder Hinsicht deutlich besser ist, ob bei Kamera, Prozessorleistung, Displayauflösung oder Klang. Das Galaxy A6 (2018) wird daher erst nach einer deutlichen Preisreduktion zu einer guten Wahl. Wer ein günstiges Samsung-Smartphone mit Amoled-Display haben möchte, greift besser zum Galaxy A5 (2017), das für 250 Euro erhältlich ist.

Das hat mir gefallen Das hat mir weniger gefallen
+ Kontrastreiches Amoled-Display

+ Stabiler Aluminium-Unibody

+ Gute Selfie-Kamera

- Geringe Leistung

- Ausstattung mit Abstrichen

- Mäßige Hauptkamera

- Schwaches Preis-Leistungsverhältnis

 

TURNON
Score
3.5
Samsung Galaxy A6 (2018)
Samsung Galaxy A6 (2018)
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  • Akkuleistung
    4.0
  • Ausstattung
    3.0
  • Design
    4.0
  • Hardware
    3.0
  • Klang
    4.0
  • Preis-Leistung
    2.0

Datenblatt

  • Gerätetyp
    Smartphone
  • Preis (UVP)
    309 Euro
  • Release-Datum
    14. Mai 2018
  • Farben
    Schwarz, Gold, Blauviolett
  • Lieferumfang
    Samsung Galaxy A6 (2018), Ladeadapter, Datenkabel, Steckplatzwerkzeug, Headset, Kurzanleitung

Hardware und Software

  • Display-Größe
    5,6 Zoll
  • Display-Auflösung und Display-Typ
    1480 x 720 Pixel, Super AMOLED
  • Prozessor
    Exynos 7870
  • Arbeitsspeicher
    3 GB RAM
  • Speicherkapazität
    32 GB, erweiterbar
  • Betriebssystem
    Android 8.0 Oreo (Stand: Juni 2018)
  • Kameras
    Frontkamera (16 MP) und Rückkamera (16 MP)
  • SIM-Karten-Format
    Dual-Nano-SIM
  • Anschlüsse und Steckplätze
    Micro-USB 2.0
  • Akkukapazität
    3000 mAh
  • Besondere Merkmale
    18,5:9 Display, Samsung Experience 9.0, Gesichtserkennung, Fingerabdruckscanner
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