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Galaxy S6 Edge+ im Hands-On: Wieder mehr Curved-Features

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Das Galaxy S6 Edge+ ist seit dem IFA-Start in Deutschland erhältlich.
Das Galaxy S6 Edge+ ist seit dem IFA-Start in Deutschland erhältlich. (©TURN ON 2015)

Bis zur IFA 2015 konnte Samsung anscheinend nicht mehr warten – und enthüllte Galaxy S6 Edge+ und Galaxy Note 5 schon drei Wochen vorher. In Berlin hatten die Südkoreaner ihre neuen Phablet-Stars natürlich trotzdem am Start. Und wir die Möglichkeit, uns in einem Hands-On einen ersten Eindruck vom großen Bruder des Galaxy S6 Edge zu verschaffen.

Revolutionär neu? Nicht wirklich

Beim Samsung Galaxy S6 Edge war wohl zurecht von einem revolutionären Design die Rede. Immerhin war das im April erschienene Modell das erste Smartphone mit beidseitig abgerundetem Display. Beim Galaxy S6 Edge+ sorgt das Design nun weniger für Aufsehen. Schließlich überträgt Samsung dasselbe Konzept lediglich auf ein größeres Modell. Allerdings spendiert der Hersteller dem 5,7-Zoll-Phablet einige zusätzliche Edge-Features. Denn das Galaxy S6 Edge brachte zum Marktstart im zweiten Quartal 2015 überraschenderweise weniger Edge-Features als das Samsung Galaxy Note Edge mit.

Design: Neue Farbe im Anmarsch

Das Samsung Galaxy S6 Edge+ ist zum Start in Gold und Schwarz, ... fullscreen
Das Samsung Galaxy S6 Edge+ ist zum Start in Gold und Schwarz, ... (©TURN ON 2015)
... ab Anfang 2016 dann aber auch in Silber erhältlich. fullscreen
... ab Anfang 2016 dann aber auch in Silber erhältlich. (©TURN ON 2015)
Die neue Farboption wirkt tatsächlich außergewöhnlich. fullscreen
Die neue Farboption wirkt tatsächlich außergewöhnlich. (©TURN ON 2015)
Die Rückseite glänzt beinahe wie ein Spiegel. fullscreen
Die Rückseite glänzt beinahe wie ein Spiegel. (©TURN ON 2015)
Fingerabdrücke sieht man dann allerdings sofort. fullscreen
Fingerabdrücke sieht man dann allerdings sofort. (©TURN ON 2015)

Neu ist auch eine weitere Farboption für das Phablet mit dem Zungenbrecher-Namen. Zum Deutschland-Release am 4. September kommt das Samsung Galaxy S6 Edge+ zunächst in den Farben Black-Sapphire und Gold-Platinum in den Handel. Doch wie uns ein Produktmanager des Herstellers am Rande der IFA 2015 verriet, wird Anfang 2016 eine weitere Farbe nachgereicht: Silver-Titanium. Während goldfarbene Smartphones bereits bei vielen Herstellern verfügbar sind, ist das silberne Galaxy S6 Edge+ tatsächlich noch etwas Besonderes. Denn das Silber ist im Gegensatz zu Apples Spacegrau beispielsweise nicht matt, sondern glänzend – fast wie eine Spiegeloberfläche.

Handling: Wie das Galaxy Note 5 – nur andersrum

Anders als das Design unterscheidet sich das Handling des Galaxy S6 Edge+ dann doch vom kleineren Modellbruder. Immerhin misst der Bildschirm hier stolze 5,7 Zoll in der Diagonale, das gesamte Phablet bringt Abmessungen von 154,4 x 75,8 x 6,9 Millimetern mit. Die Einhandbedienung fällt daher schwer.

 Das Galaxy S6 Edge+ ist wie ein Note 5 – nur andersherum. fullscreen
Das Galaxy S6 Edge+ ist wie ein Note 5 – nur andersherum. (©YouTube/TURN ON 2015)

Was uns im ersten Hands-On-Test mit dem Gerät außerdem auffiel: Das auf der IFA 2015 nur einen Stand weiter ausgestellte Galaxy Note 5 liegt etwas angenehmer in der Hand. Denn hier laufen die hinteren Seitenkanten in einer sanften Rundung aus, beim Galaxy S6 Edge+ sind es bekanntlich die Seiten des Displays an der Vorderseite. Bei diesem Phablet fällt die Rückseite kantiger aus. Damit schmiegt es sich nicht so gut in die Handfläche wie das nahezu baugleiche Stylus-Smartphone.

Scharfes Display und neue Edge-Funktionen

Am 5,7-Zoll-Display des Galaxy S6 Edge+, das auf Super-AMOLED-Technologie setzt, gibt es hingegen nichts auszusetzen. Der Screen bietet eine mehr als ausreichende Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln (Quad HD), die Pixeldichte liegt damit bei 518 ppi. Am Messestand wirkte der Bildschirm zudem hell und kontrastreich.

Das S6 Edge+ ist eigentlich zu groß, um es mit einer Hand zu bedienen. fullscreen
Das S6 Edge+ ist eigentlich zu groß, um es mit einer Hand zu bedienen. (©TURN ON 2015)
Das Display misst 5,7 Zoll in der Diagonale. fullscreen
Das Display misst 5,7 Zoll in der Diagonale. (©TURN ON 2015)
Es überzeugt in Sachen Auflösung, Helligkeit und Farbdarstellung. fullscreen
Es überzeugt in Sachen Auflösung, Helligkeit und Farbdarstellung. (©TURN ON 2015)
Die Edge-Displays kennt man so schon vom kleineren Galaxy S6 Edge. fullscreen
Die Edge-Displays kennt man so schon vom kleineren Galaxy S6 Edge. (©TURN ON 2015)

Highlight beim Galaxy S6 Edge+ sind aber natürlich die seitlichen Displays. Und diesen spendierte Samsung nun auch wieder ein paar Features mehr. Fiel der Funktionsumfang beim Galaxy S6 Edge überraschenderweise geringer als beim Galaxy Note Edge aus, gibt es beim S6 Edge+ beispielsweise auch wieder eine Leiste für Favoriten-Apps – statt nur für Kontakte. Eine gute Nachricht für Galaxy S6 Edge-Besitzer lieferte Samsung auf der IFA aber gleich mit: Die zusätzlichen Funktionen werden in Kürze allesamt auch für das kleinere Edge-Modell ausgerollt.

OnCircle: Nette Spielerei für Edge-Besitzer

Wer einen Galaxy Edge-Buddy hat, kann mit ihm via OnCircle kommunizieren. fullscreen
Wer einen Galaxy Edge-Buddy hat, kann mit ihm via OnCircle kommunizieren. (©TURN ON 2015)
Dieses Feature kann wie die VIP-Kontakte direkt vom Seitenbildschirm genutzt werden. fullscreen
Dieses Feature kann wie die VIP-Kontakte direkt vom Seitenbildschirm genutzt werden. (©TURN ON 2015)
Zusätzlich lassen sich hier wie beim Note Edge Favoriten-Apps ablegen. fullscreen
Zusätzlich lassen sich hier wie beim Note Edge Favoriten-Apps ablegen. (©TURN ON 2015)

So sollen alle Besitzer des Galaxy S6 Edge- und Edge+ künftig via OnCircle-Feature miteinander vernetzt werden. Dieses vom Funktionsumfang eher überschaubare Feature ermöglicht es den Smartphone-Nutzern, Bilder oder Emojis direkt vom Seitenbildschirm aus an andere OnCircle-User zu senden. Den Kumpel per Bier-Icon auf ein Hopfengetränk einzuladen, ist damit zwar schneller erledigt als via Drittanbieter-App. Allerdings beschränkt sich der Kreis der OnCircle-Nutzer auf Besitzer eines Galaxy Edge-Modells und ist in unseren Augen daher nicht viel mehr als eine nette Spielerei – die zum Preis von mindestens 799 Euro für die 32-GB-Variante des Galaxy S6 Edge+ einfach mit an Bord ist.

TURNON
Score
4.1
Samsung Galaxy S6 Edge Plus
Samsung Galaxy S6 Edge Plus
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  • Akkuleistung
    4.0
  • Ausstattung
    4.0
  • Design
    5.0
  • Energieverbrauch
    4.0
  • Handling
    4.0
  • Hardware
    4.0
  • Preis-Leistung
    3.0

Datenblatt

  • Gerätetyp
    Smartphone
  • Abmessungen
    154,4 x 75,8 x 6,9 Millimeter
  • Gewicht
    156 Gramm
  • Farben
    Black-Sapphire, Gold-Platinum
  • Lieferumfang
    Samsung Galaxy S6 Edge Plus, Ladeadapter, Datenkabel, Headset, Steckplatz-Werkzeug, Kurzanleitung
  • Preis (UVP)
    ab 799 Euro

Hardware und Software

  • Display-Größe
    5,7 Zoll
  • Display-Auflösung
    2560 x 1440 Pixel, Super AMOLED
  • Prozessor-Taktung
    Octa-Core-Prozessor mit Quad 2,1 GHz + Quad 1,5 GHz
  • Prozessor
    Exynos 7420
  • Arbeitsspeicher
    3 GB RAM
  • Speicherkapazität
    32, 64 oder 128 GB (nicht erweiterbar)
  • Betriebssystem
    Android 5.0 Lollipop
  • Kameras
    Frontkamera (5 Megapixel) und Rückkamera (16 Megapixel)
  • SIM-Karten-Format
    Nano-SIM
  • Anschlüsse und Steckplätze
    USB 2.0, 3,5mm Stereo-Audioanschluss
  • Konnektivität
    Wi-Fi, VHT80 MIMO, Bluetooth 4.2, NFC, IR Remote
  • Akkukapazität
    3000 mAh
  • Besondere Merkmale
    Metallgehäuse, gebogenes Double-Edge-Display, Touch-Fingerprint-Sensor
Meinung des Autors
Das Samsung Galaxy S6 Edge gibt es nun also auch in groß. Als wäre der Modellname noch nicht lang genug, hängt Samsung nun noch ein "+" ans Ende. Mit dem Resultat, dass die Bezeichnung kaum mehr ohne Verhaspler über die Lippen geht. Wie es wohl klingen würde, wenn Katja Burkard über Samsungs neues Phablet berichtet?

Spaß beiseite. Das Galaxy S6 Edge+ ist wie das Galaxy Note 5 ein High-End-Smartphone, das sämtlichen Nutzeranforderungen aus technischer Sicht gewachsen sein dürfte. Vom Note 5 unterscheidet sich das Modell durch die Edge-Screens auf der einen und den im Gegenzug nicht vorhandenen Stylus auf der anderen Seite. Die Frage, welches Smartphone für mich das richtige ist, lässt Samsung mich allerdings nicht selbst beantworten. Das Galaxy Note 5 wird nämlich nicht in Deutschland angeboten. Stattdessen habe ich seit dem 4. September die Möglichkeit, zum Galaxy S6 Edge+ zu greifen.

Das reizt mich allerdings weniger. Zwar bieten die Edge-Screens im Vergleich zum kleineren S6 Edge nun einen größeren Mehrwert. Noch mehr Nutzen würde ich mir allerdings vom S-Pen versprechen, der kurze Notizen auf dem ausgeschalteten Display ermöglicht. Ein Produktmanager von Samsung versicherte mir jedoch, dass europäische Kunden einen solchen Stylus kaum nützen würden. Wäre ich also die einzige? Oder irrt sich Samsung? Das wäre zumindest nicht das erste Mal. Auch was die Nachfrage nach Galaxy S6 und S6 Edge anging, <a href="https://www.turn-on.de/news/galaxy-s6-verkaufszahlen-samsung-erwartet-gewinnrueckgang-34926">verschätzte sich der Hersteller anscheinend</a>. Also bitte Samsung: Holt euch doch noch einmal Feedback von den europäischen Kunden ein!
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