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Sennheiser

Sennheiser – alter Hase und trotzdem Jungspund.
Sennheiser – alter Hase und trotzdem Jungspund. (©TURN ON 2015)

Von Wedemark-Wennebostel in die Welt: Sennheiser zählt zu den Profis im Bereich der Kopfhörer und Mikrofone.

Nach dem Krieg: Zulieferer für die deutsche Industrie

Die Geschichte von Sennheiser beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg. Firmengründer Fritz Sennheiser kratzte seine gesamten Ersparnisse zusammen und mietete sich im ehemaligen Institut für Hochfrequenztechnik und Elektroakustik in Wennebostel bei Hannover ein. Doch es gab ein Problem: Da das Institut während des Krieges die Chiffrierung vorantrieb, verboten die Alliierten eine Arbeit auf dem Gebiet. Erst Jahre später wurde – nach einem Auftrag von Siemens – das erste Mikrofon produziert. In der Nachkriegszeit belieferte Sennheiser neben Siemens auch Grundig und andere deutsche Unternehmen, verkaufte allerdings keine eigenen Produkte.

Weltruhm mit dem offenen Kopfhörer

1968 dann der Durchbruch: Mit dem HD 414 erschien der allererste offene Kopfhörer der Welt. Und diese eroberte er auch im Sturm. Das erste Sennheiser-Produkt für den Massenmarkt verkaufte sich wie geschnitten Brot. Der Name Sennheiser und die hochwertigen Kopfhörer verbreiteten sich rund um den Globus und der Firmengründer erhielt für sein revolutionäres Richtmikrofon sogar einen Oscar und einen Emmy! Seither sind die Mikrofone der Niedersachsen erste Wahl bei Profis und auch die Kopfhörer stehen bei Experten wie Normalos hoch im Kurs. Mittlerweile werden auch Büros, Callcenter und Flugzeuge mit Sennheiser-Equipment ausgestattet. Produziert wird in Deutschland, Irland und den USA. Heute beschäftigt Sennheiser mehr als 2.500 Mitarbeiter und erwirtschaftet fast 600 Millionen Euro Umsatz pro Jahr, ist aber immer noch im Familienbesitz – und sitzt auch immer noch in Wedemark-Wennebostel bei Hannover.

Qualitätsprodukte für die ganze Welt

Mit dem Sennheiser HD 229 stellt das deutsche Unternehmen übrigens auch den Testsieger bei Stiftung Warentest. Der Kopfhörer weiß vor allem durch seine Tonqualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu überzeugen. Wer mehr High-Tech oder Basslastigkeit benötigt, der bekommt mit dem Urbanite XL Wireless ein Over-Ear-Kopfhörer-Monster, das kabellos mit Smartphone und Co. verbunden werden kann und bis zu 25 Stunden Musikgenuss bietet. Übrigens: Der Sennheiser Orpheus aus dem Jahr 1991 gilt bis heute als der teuerste Kopfhörer der Welt. Er besitzt einen integrierten Röhrenverstärker und kostete damals 30.000 D-Mark – heute findet er sich teilweise für das doppelte in den Auktionshäusern.

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