Siemens

Siemens ist einer der größten Industriekonzerne der Welt. (© 2014 picture alliance / dpa)

Siemens gehört zusammen mit Bosch zu den europäischen Marktführern bei Hausgeräten. Weniger erfolgreiche Tochterfirmen wie Siemens Mobile wurden hingegen verkauft.

Der Technologiekonzern Siemens wurde 1847 in Berlin von Werner Siemens und Johann Georg Halske gegründet. Unternehmensgrundlage war ein von Siemens konstruktiv verbesserter Zeigertelegraf. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich die Firma von einer kleinen Werkstatt zu einem der weltweit größten Elektrounternehmen. Heute zählt Siemens etwa 362.000 Mitarbeiter weltweit und verbucht einen Jahresumsatz von rund 76 Milliarden Euro.

Siemens verabschiedet sich vom Handy-Markt

Siemens stieg bereits 1985 mit dem C1 in den Handy-Markt ein und konnte über die Jahre diverse Meilensteine wie das erste GSM-Telefon oder das erste Handy mit Farbbildschirm für sich verbuchen. Im Jahr 2000 übernahm Siemens die Handy-Sparte von Bosch und konnte seinen Marktanteil damit nochmals steigern. Ab 2004 fiel Siemens jedoch immer mehr hinter den Konkurrenten Nokia und Co. zurück. Der Verkauf von Siemens Mobile an das taiwanesische Unternehmen BenQ kam im Sommer 2005 dennoch für viele überraschend. Mit Siemens verabschiedete sich der letzte verbliebene deutsche Mobiltelefon-Hersteller vom Markt – BenQ Mobile meldete nur ein Jahr später in Deutschland Insolvenz an.

Zusammen mit Bosch Marktführer bei Hausgeräten

Siemens formte zusammen mit Bosch bereits im Jahr 1967 das Gemeinschaftsunternehmen Bosch und Siemens Hausgeräte (BSH). Bis heute ist die Firma in Sachen "weißer Ware" Marktführer in Europa und erzielte 2012 einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden Euro. BSH verkauft Hausgeräte wie Herde, Backöfen, Geschirrspüler, Waschmaschinen oder Staubsauger. Neben den beiden Hauptmarken Bosch und Siemens, deren Geräte oft baugleich sind, gibt es bei BSH auch Spezialmarken wie Gaggenau, Neff oder Constructa.