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Spotify

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Spotify (©picture alliance / dpa 2014)

Musik satt – und das kostenlos! Was vor einigen Jahren (zumindest legal) nicht möglich war, ist mittlerweile dank Spotify kein Problem mehr.

Ikea, Volvo, Spotify – Innovation kommt oft aus Schweden. Und wäre Spotify ein Land, wäre es etwa so groß wie Deutschland: Mehr als 75 Millionen Menschen weltweit nutzen den Musikstreaming-Dienst. 2006 wurde die Firma in Stockholm gegründet, im Oktober 2008 ging das Programm an den Start. Innerhalb eines halben Jahres kam Spotify auf über eine Millionen Downloads – und das alleine in der schwedischen Heimat. Seit 2011 läuft es weltweit rund für Spotify. Die Nutzerzahlen verdoppeln sich nahezu jährlich. Von den etwa 75 Millionen Nutzern streamen 80 Prozent kostenlos, nur 15 Millionen zahlen für ihr Abo. Und gerade deshalb boomt Spotify: Kostenlos und legal so viel Musik hören wie man möchte – eine echte Alternative zum teuren MP3-Kauf und illegalem Pirating. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen circa 1.500 Mitarbeiter.

20 Millionen Songs – aber wer bezahlt dafür?

Spotify bietet mehr als 20 Millionen Songs zum kostenlosen Abruf. Gibt es überhaupt welche, die nicht dabei sind? Ja, einige Musiker Boykottieren den Dienst. Prominentestes Beispiel: Taylor Swift sucht man vergeblich auf Spotify. Zahlreiche Musiker veröffentlichen ihre Songs zudem erst Monate später beim Streaming-Dienst, wenn die Albumverkäufe anfangen zu stagnieren. Auf die Alben von Coldplay, Beyoncé und Adele mussten Spotify-Nutzer monatelang warten. Und warum der Boykott? Spotify zahlt den Künstlern ziemlich wenig – schließlich hören die Nutzer ja auch kostenlos. Kleines Beispiel: Bringt ein Musiker ein Album heraus und verkauft es, verdient er etwa drei Euro daran. Werden die Songs auf Spotify abgespielt, gibt es gerade einmal drei Cent. Erst ab dem hundertsten Anhören wird gleichgezogen. Das passt einigen Musik-Mogulen nicht: Taylor Swift tendiert ebenso zu Apples Streaming-Alternative wie möglicherweise auch Drake und Pharrell. Rap-Mogul Jay-Z geht sogar noch weiter und startet mit Tidal einfach seinen eigenen Service.

Technische Finessen und Premium-Features

Fällt die Entscheidung doch zugunsten eines bezahlten Abos, gibt es natürlich einige Extra-Features. Für etwa 10 Euro im Monat gibt es bei Spotify unbegrenzte Musik ohne Werbeunterbrechungen, Streaming in hoher Qualität mit 320 Kbit/s und die Möglichkeit Songs offline zu speichern. Darüber hinaus gibt es neben dem eigentlichen Streaming auch weitere Funktionen – und zwar für alle Nutzer. So können zum Beispiel Playlisten erstellt, geteilt und gemeinsam bearbeitet werden. Darüber hinaus ist Spotify besonders stolz auf die gebotenen Möglichkeiten der Musikentdeckung. Schließlich kommt der Name Spotify nicht von ungefähr: Er setzt sich zusammen aus Spot (Entdecken) und Identify (Identifizieren).

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