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Virtual Reality

Fühlt sich echt an, ist es aber nicht: Virtual Reality.
Fühlt sich echt an, ist es aber nicht: Virtual Reality. (©CC: Flickr/Maurizio Pesce 2015)

Virtual Reality ist nicht länger eine Technik für die ferne Zukunft, sondern mit Oculus Rift und HTC Vive endlich Realität. Doch der eigentliche Siegeszug der VR-Brillen hat gerade erst begonnen.

Kaum zu glauben aber die erste Virtual Reality-Brille gab es bereits 1968. Allerdings erinnerte dieses erste Headset eher an einen riesigen Helm und hatte auch sonst wenig mit der aktuellen Technik zu tun. Ernsthafte Versuche, die Virtuelle Realität erlebbar zu machen, gab es dann in den 1990ern unter anderem von Nintendo mit der Konsole Virtual Boy, die jedoch nach kurzer Zeit wieder in der Versenkung verschwand.

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Die VR-Brille Oculus Rift. (©TURN ON 2016)

2016: Der Druchbruch in der VR-Technik

Bis zum wirklichen Durchbruch in der VR-Technik sollte es jedoch noch einige Zeit dauern: Genau genommen bis in die Gegenwart des Jahres 2016. Denn mit Oculus Rift und HTC Vive stehen erstmals VR-Brillen bereit, die ein wirkliches Eintauchen in virtuelle Welten ermöglichen. Flankiert werden beide von diversen Smartphone-Lösungen wie Google Cardboard und Samsung Gear VR, mit denen User für wenig Geld ebenfalls in virtuelle Welten eintauchen können.

Die Liste der Unternehmen, die sich für VR-Technik interessieren, ist lang und namhaft. Neben den erwähnten Tech-Konzernen HTC und Samsung sind auch Microsoft, Sony, Facebook, Valve und Google mit von der Partie. Letzterer möchte im Herbst mit Daydream eine eigene VR-Plattform für Android-Smartphones vorstellen, die der VR-Verbreitung nochmal einen ordentlichen Schub geben könnte. Erste Mobiltelefone, die Daydream unterstützen, sollen unter anderem von Samsung, Huawei, LG und ZTE kommen.

HTC Vive als aktuelle Messlatte für VR-Technik

Doch ebenso beeindruckend wie die zukünftige Technik sind die Möglichkeiten zur VR-Nutzung, die uns bislang zur Verfügung stehen. So schaffen Brillen wie die HTC Vive eine noch nie dagewesene Immersion für PC-Spiele und könnten den Markt nachhaltig verändern. Wer sich die dafür notwendige Kombination aus High End-PC und teurem Headset noch nicht leisten kann, hat immerhin die Möglichkeit, über eines der günstigen Brillen-Modelle für Smartphones schon einmal virtuelle Luft zu schnuppern. Erste Software-Anbieter haben es sogar schon geschafft, Smartphones zu VR-Headsets für PC-Spiele umzufunktionieren.

Virtual Reality bald in vielen Haushalten

Schon in Kürze könnte die VR-Technik in zahlreiche Haushalte Einzug halten. Neben der PC-Spiele-Industrie haben nämlich auch die Konsolenhersteller entsprechende Ambitionen, ihre Boxen zu Virtual Reality-Maschinen umzufunktionieren. So bringt Sony im Oktober mit PlayStation VR die erste Brille für die PS4 heraus. Diese soll für knapp 400 Euro ebenfalls ein vollwertiges VR-Spielerlebnis ermöglichen, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau der großen PC-Vorbilder.

Microsoft könnte 2017 mit einer neuen Xbox kontern, die sogar die Oculus Rift unterstützen soll. Hinzu kommt die Augmented Reality-Brille HoloLens, die derzeit von Microsoft an Entwickler verkauft wird. Sie soll in der Lage sein, die echte Realität durch virtuelle Inhalte zu erweitern.

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