News

Der Lieblings-E-Mail-Provider von Edward Snowden ist zurück

Edward Snowden vertraute Lavabit seine E-Mails an.
Edward Snowden vertraute Lavabit seine E-Mails an. (©YouTube/ Vice 2017)

Der als extrem sicher geltende E-Mail-Provider Lavabit ist zurück. 2013 hatte er seinen Dienst eingestellt und alle Mails seiner Kunden gelöscht, nachdem die US-Behörden die Herausgabe des E-Mail-Verkehrs von Edward Snowden verlangt hatten.

Wer auf der Suche nach einen möglichst sicheren E-Mail-Anbieter ist, für den könnte möglicherweise Lavabit interessant sein. Der E-Mail-Provider gilt als Liebling von Whistleblower und Ex-CIA-Mitarbeiter Edward Snowden und ist nach mehr als drei Jahren endlich wieder aktiv. Zurückgemeldet hat sich Lavabit nun mit einer eigenen Pressemitteilung, in welcher die Gründe für das Comeback erläutert werden.

Lavabit hatte 2013 sämtliche Kundendaten gelöscht

Im August 2013 hatte der Anbieter seinen Mail-Dienst geschlossen, nachdem dieser den privaten SSL-Schlüssel, welcher die Mails von Edward Snowden verschlüsselte, an die US-Behörden ausliefern sollte. Da sich der Betreiber Ladar Levison darauf nicht einlassen wollten, beschloss er kurzerhand, den Dienst zu quittieren und sämtliche Mails seiner rund 400.000 Kunden unwiederbringlich zu löschen.

"Im August 2013 war ich gezwungen, eine schwierige Entscheidung zu treffen: die Rechte des amerikanischen Volkes und meiner Kunden weltweit zu verletzen oder zu schließen. Ich wählte die Freiheit."
Lavabit-Chef Ladar Levison

Mittlerweile hat Lavabit allerdings an einer neuen Sicherheitsstruktur gearbeitet, mit der die Kommunikation der Kunden noch besser geschützt werden soll. Dabei werden nicht nur die Mails selbst verschlüsselt, sondern auch die Metadaten. Somit ist nicht mehr zu erkennen, mit wem ein Nutzer von Lavabit kommuniziert. Eine vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll zudem im Laufe des Jahres eingeführt werden.

Im Vergleich zu Mail-Diensten wie Gmail oder Outlook ist die Nutzung von Lavabit kostenpflichtig. Das Standard-Abonnement wird ab 15 US-Dollar pro Jahr angeboten. Für eine Premium-Mitgliedschaft kostet der gleiche Zeitraum 60 Dollar.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben