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Microsoft gibt NSA Mitschuld an weltweiter Cyberattacke

Eine weltweite Cyberattacke hatte am Freitag zehntausende Rechner befallen.
Eine weltweite Cyberattacke hatte am Freitag zehntausende Rechner befallen. (©CC: Flickr/Yuri Samoilov 2016)

Microsoft hat dem US-Geheimdienst NSA eine Mitschuld an der weltweiten Cyberattacke mit der Ramsomware WannaCrypt gegeben, die am Freitag mehrere zehntausend Rechner weltweit befallen hatte. Offenbar hatten Hacker die Schadsoftware, die für den Angriff genutzt wurde, von der NSA gestohlen.

Erstmals seit der riesigen Cyberattacke mit der Ransomware WannaCrypt, die am Freitag Zehntausende Rechner in 150 Ländern lahmgelegt hatte, hat sich nun die Führung von Microsoft zu dem Vorfall geäußert. Brad Smith, der Chefjustiziar des Unternehmens, hat dabei dem US-amerikanischen Geheimdienst NSA eine Mitschuld an dem Vorfall gegeben, der schon jetzt als einer der größten Hackerangriffe in der Geschichte gilt. Offenbar wurde die Schadsoftware, welche die Hacker für ihren Angriff eingesetzt hatten, von der NSA entwickelt und war dann in die falschen Hände geraten, wie das Time Magazin berichtet.

NSA hortet Schadsoftware für eigene Cyberangriffe

Microsoft kritisierte dabei das Vorgehen der NSA, die entsprechende Schadsoftware zu horten, um sie möglicherweise für Angriffe gegen andere Staaten und Organisationen nutzen zu können. Der Vorfall am Freitag, bei dem Tausende Rechner von Flughäfen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie Unternehmen gesperrt wurden, hätte einmal mehr gezeigt, wohin dieses Vorgehen führen könne.

Microsoft bringt Patch für Windows XP

Microsoft selbst hatte bereits im März dieses Jahres einen Sicherheitspatch für Windows Vista, Windows 7, Windows 8.1 sowie Windows 10 veröffentlicht und die kritische Sicherheitslücke geschlossen. Trotzdem konnten zahlreiche Rechner weltweit infiziert werden, weil diese teilweise noch auf dem älteren Betriebssystem wie Windows XP unterwegs sind, das bereits seit 2013 nicht mehr mit aktuellen Sicherheitsupdates versorgt wird. Als Reaktion auf den Angriff hatte Microsoft am Samstag außerplanmäßig sogar einen Patch für Windows XP veröffentlicht, der die Sicherheitslücke nun auch dort schließen soll.

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