Topliste

Alten PC entsorgen oder weiterverwenden: 6 Möglichkeiten

Was tun mit dem alten PC?
Was tun mit dem alten PC? (©Pixabay / slon_dot_pics 2017)

Solltest Du Deinen alten PC entsorgen oder ihn weiterverwenden? Du hast Dir einen neuen Rechner gekauft und stehst nun vor der Entscheidung, was Du mit dem alten Computer anfangen sollst. Hier zeigen wir sechs Möglichkeiten auf, was Du mit Deinem alten PC oder mit seinen Einzelteilen tun kannst.

1. Wegwerfen

Manche Dinge gehören in den Müll. Oder, wie in diesem Fall, auf den Wertstoffhof. Dazu zählen viele Jahre alte PCs mit fossiler Technik und Schnittstellen, die heute nicht mehr genutzt werden. Beispielsweise bekommst Du kaum Geld für ein altes Diskettenlaufwerk oder für eine Grafikkarte mit VESA Local Bus-, ISA- oder AGP-Schnittstelle.

Im Falle von alten Festplatten mit wenig Speicher lohnt sich der Einsatz als externer Datenträger kaum, da Festplatten nur ein paar Jahre fehlerfrei funktionieren, bis sie den Geist aufgeben. Außerdem gibt es bereits USB-Sticks mit 32 GB Speicher für zehn Euro und diese sind bequemer im Einsatz. Also kannst Du die alten Festplatten nach einer sicheren Datenlöschung entsorgen. Solltest Du aber einen Rechner besitzen, der rund läuft und mit Windows 10 kompatibel ist, könntest Du ihn vielleicht als Zweit- oder Notfallrechner behalten.

2. Als Zweit- oder Notfallrechner einsetzen

Bist Du auf einen PC angewiesen, kann es sich anbieten, Deinen alten Rechner für Notfälle zu behalten. Schließlich kann auch Dein neuer PC den Geist aufgeben, etwa wenn er sich einen Virus einfängt. Dann hast Du zumindest noch einen Rechner, auf dem Du Deine Arbeit fortsetzen kannst.

 Du könntest Deinen alten PC als Home Office-Rechner einsetzen und den neuen für Gaming und Entertainment nutzen. fullscreen
Du könntest Deinen alten PC als Home Office-Rechner einsetzen und den neuen für Gaming und Entertainment nutzen. (©YouTube / Bitwit 2017)

Auch denkbar ist der Einsatz als Zweitrechner. Zum Beispiel kannst Du auf Deinem neuen Rechner spielen und Medien konsumieren, während Du Deinen alten Rechner für Arbeit, Steuererklärungen und Co. einsetzt – und nicht mit Entertainment abgelenkt wirst.

3. Verkaufen

Vor allem, wenn der Rechner noch funktioniert und er nicht zu alt ist, kann sich ein Verkauf lohnen. Selbst defekte PCs werden von Kennern repariert oder sie verkaufen die noch funktionierenden Teile weiter. Beim Privatverkauf solltest Du auf seriöse Plattformen und Käufer achten. Am meisten Geld verdienst Du, wenn Du die einzelnen Komponenten bei Online-Aktionshäusern verkaufst – wobei das auch mit einem gewissen Aufwand verbunden ist.

 Der Verkauf von PC-Einzelteilen bringt in der Regel das meiste Geld ein, ist aber auch am aufwändigsten. fullscreen
Der Verkauf von PC-Einzelteilen bringt in der Regel das meiste Geld ein, ist aber auch am aufwändigsten. (©Pixabay / andreas160578 2017)

Du solltest vor dem Verkauf aber unbedingt darauf achten, dass Du die Daten auf Deinen alten Festplatten löschst. Wenn jemand auf Deinem Altrechner Deine Passwörter und Deine privaten Daten findet, kann das viel Ärger bedeuten. Lege die kritischen Daten nicht einfach in den Papierkorb, denn so werden sie nicht wirklich gelöscht, sondern können wiederhergestellt werden. Setze stattdessen Tools wie DBAN, Secure Eraser oder Eraser ein.

4. Einer Schule spenden

Wenn sich der Verkauf nicht mehr lohnt, der Rechner zum Wegwerfen aber zu schade ist, kannst Du ihn auch an eine Schule verschenken. Das funktioniert via pc-spende.de. Auch Schulen brauchen aber keine steinalten PCs. Daher müssen sie die folgenden Mindestanforderungen erfüllen: Ein Pentium IV, Core 2 Duo mit 1,6 GHz und 2 GB Arbeitsspeicher oder höher sind bei PCs Voraussetzung und Flachbildschirme sind ab 19 Zoll und mit einer Auflösung von mindestens 1280 x 1024 Pixeln zugelassen.

5. DVD-Laufwerke und Festplatten als externe Datenträger nutzen

Ultrabooks, Convertibles und Windows-Tablets sind in der Regel nicht mehr mit einem optischen Laufwerk ausgestattet, weil die Geräte sonst zu dick wären. Du kannst das DVD-Laufwerk Deines alten PCs allerdings als externes USB-Laufwerk einsetzen, wenn Du etwa ein Spiel von einer DVD auf dem Convertible installieren möchtest. Zu diesem Zweck gibt es spezielle USB-Gehäuse, die zwischen zehn und 40 Euro kosten.

 Mit ein wenig Bastelarbeit machst Du aus dem DVD-Laufwerk des alten Rechners ein externes DVD-Laufwerk für Dein Notebook. fullscreen
Mit ein wenig Bastelarbeit machst Du aus dem DVD-Laufwerk des alten Rechners ein externes DVD-Laufwerk für Dein Notebook. (©YouTube / HDD Caddy 2017)

Auch für Festplatten oder SSDs, die einst intern im alten PC ihr Werk verrichteten, gibt es USB-Gehäuse in verschiedener Größe. Wenn die Festplatten noch nicht zu alt sind, kann sich die Unterbringung in einem externen USB-Gehäuse lohnen.

6. Als Media-Center für den TV einsetzen

Falls der alte PC einen HDMI-Ausgang hat, kannst Du ihn an Deinen Fernseher anschließen und ihn als Media-Center nutzen. Der PC sollte schnell genug sein, um Full-HD-Videos flüssig abzuspielen oder sogar 4K-Videos, falls Du einen entsprechenden Fernseher besitzt und einen Anbieter von 4K-Serien und -Filmen wie Netflix nutzt.

Als Software bietet sich Kodi an. Das Programm stellt eine ansehnliche Benutzeroberfläche zur Verfügung, auf der Du bequem Deine DVDs, Musik, Serien und so weiter auswählen kannst. Mit Hilfe von Plugins bereicherst Du Kodi um Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon Video oder Juke.

Artikel-Themen

Weitere Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben