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Das sind die 6 besten Alternativen zu PowerPoint

Microsoft PowerPoint ist ein echter Klassiker, aber nicht alternativlos.
Microsoft PowerPoint ist ein echter Klassiker, aber nicht alternativlos. (©Screenshot TURN ON / Microsoft 2016)

Microsofts PowerPoint nimmt unter den Präsentationsprogrammen eine ikonische Stellung ein. Manchmal spricht man gar synonym von "PowerPoint", wenn man eine Software für die Erstellung von Präsentationsfolien meint. Dabei gibt es eine Reihe sehr guter Alternativen für Präsentationen jenseits des Office-Pakets.

Für Windows 10 gibt es PowerPoint und für macOS gibt es Keynote. Den Eindruck könnte man jedenfalls gewinnen, wenn man sich einen neuen Mac besorgt, auf dem Keynote vorinstalliert ist oder einen Windows 10-PC, der oftmals mit einer Probierversion von PowerPoint ausgeliefert wird. Doch als macOS im Jahr 2003 seinen Weg in die Läden fand, hatte Microsoft bereits mit PowerPoint eine absolute Marktdominanz erreicht, die bis heute von keinem Konkurrenten herausgefordert werden konnte. Bereits zwei Jahre vor dem Keynote-Release war PowerPoint  auf 250 Millionen Rechnern installiert. Außerdem ist Microsofts Präsentationssoftware auch für den Mac erhältlich und fordert selbst dort Keynote heraus.

Wie ganz Gallien einst von den Römern besetzt war, beherrscht Microsoft also den Markt der Präsentationsprogramme. Den ganzen Markt? Nein! Eine von unbeugsamen Entwicklern besetzte Marktnische ist Big M ein Dorn im Auge. Die folgenden 6 Alternativen zu PowerPoint sind qualitativ ernsthafte Herausforderer.

1. Keynote: Der Apple-Konkurrent

Ein Top-Herausforderer für Apple-Geräte ist das bereits erwähnte Keynote, das zu den iWorks-Programmen für Mac und iOS gehört. Typisch für die Apple-Programme ist iWorks einfacher zu handhaben als der Microsoft-Konkurrent und bietet dafür weniger Features. Man kann aus einer Reihe an Vorlagen wählen und fügt mit wenigen einfachen Buttons etwa Tabellen, Text oder Medien in seine Folien ein. Für einfache Allerwelts-Präsentationen reicht Keynote sicher aus. Auch wurde es schon mehrmals um neue Features bereichert. Dazu gehört etwa die Unterstützung der Touch Bar der neuen MacBook Pro-Notebooks. Allerdings macht auch Microsofts PowerPoint von der Touch Bar Gebrauch.

Zum Download: Keynote

2. Impress: Traditionell

 Open Office Impress gibt sich traditionsbewusst und funktionsreich. fullscreen
Open Office Impress gibt sich traditionsbewusst und funktionsreich. (©Screenshot TURN ON / Apache 2016)

Impress wird mit den kostenfreien Office-Programmen LibreOffice und Apache OpenOffice ausgeliefert. In Hinblick auf Design und Funktionsvielfalt orientiert sich Impress eher an PowerPoint als an Keynote, wirkt aber altbackener und weniger poliert. Auch gibt es in PowerPoint mehr Templates und Präsentationshintergründe, die obendrein im zeitgemäßen Design daherkommen. Wer ohnehin mit OpenOffice oder LibreOffice arbeitet, freut sich aber über die Einbindung des Programms in die Gratis-Konkurrenz zu Microsoft Office. Praktischerweise ist es möglich, PowerPoint-Dateien im pptx-Format in Impress zu importieren und umgekehrt Präsentationen in einem PowerPoint-kompatiblen Format zu exportieren.

Zum Download: Open Office mit Impress

3. Google Präsentationen: Nicht nur für Chromebooks

 Google Präsentationen lässt sich bequem im Browser nutzen. fullscreen
Google Präsentationen lässt sich bequem im Browser nutzen. (©Screenshot TURN ON / Google 2016)

Google Docs ist ein kostenfreies Office-Paket für den Browser. Mit Google Präsentationen ist auch ein PowerPoint-Herausforderer im Paket enthalten. Für einfache Präsentationen reicht das Programm locker aus: Reichlich Pfeile, Bilder und Tabellen lassen sich mit der Google-Software in die Präsentationsfolien einbinden. Die Benutzeroberfläche ist leicht zu durchschauen und übersichtlich. Die enthaltenen Designs und Layouts fallen allerdings sehr simpel aus, da bietet PowerPoint mehr fürs Auge. Immerhin ist Google Präsentationen praktisch mit anderen Google Apps wie Google Drive verbunden. Man kann bequem damit arbeiten und Präsentationen von PowerPoint importieren, als auch Google Präsentationen für PowerPoint exportieren.

Zum Download: Google Präsentationen

4. Prezi: Zoom, zoom

Vielleicht hast Du schon einmal eine der trendigen Prezi-Präsentationen gesehen. Sie zeichnen sich durch einen ausartenden Einsatz von Hinein- und Herauszoomen, Animationen, Kamerafahrten und ähnlichen Gimmicks aus. Auf der hauseigenen Website wirbt Prezi mit allerlei "wissenschaftlichen" Infos aus der Neuro-Ecke, warum dieses ganze Gezoome unser Gehirn ansprechen soll. Für seriöse Präsentationen und für die Vermittlung von Informationen ist Prezi aber eher nicht geeignet, denn die Kamerafahrten und Animationen lenken zu sehr von den Inhalten ab. Allerdings: Wer mit seiner Präsentation vor allem unterhalten oder einen simplen Werbeclip erstellen möchte, der sollte sich das kostenpflichtige Prezi näher ansehen.

Zum Download: Prezi

5. Deckset: Eine Präsentation als Text schreiben

Mit Deckset für den Mac kann man Präsentationen in der HTML-ähnlichen Markup-Sprache in einem Texteditor schreiben. Fügt man Bilder ein, werden sie automatisch in Markup-Code umgewandelt und so in die Präsentation eingebaut. Der Vorteil von Deckset besteht darin, dass man sich ganz auf die Inhalte der Präsentation konzentrieren kann, ohne bei der Erstellung über das Design nachdenken zu müssen. Das lässt sich später mit Hilfe von Vorlagen anpassen. Der Nachteil besteht darin, dass man erst einmal Markup lernen muss, wenn es sich auch um die wohl einfachste Auszeichnungssprache handelt. Außerdem kostet die Software rund 30 Euro.

Zum DownloadDeckset

6. Bunkr: Online-Inhalte präsentieren

Bunkr ist wie Deckset ein eher ungewöhnliches Präsentationsprogramm. Es dient zur Darstellung von interaktiven Online- und Social-Media-Inhalten wie Facebook-Beiträgen, YouTube-Videos und Websites auf Präsentationsfolien. Diese Inhalte kann man während der Präsentation bearbeiten oder mit ihnen interagieren, also zum Beispiel Videos abspielen oder Beiträge kommentieren. Bunkr funktioniert im Browser und man loggt sich entweder via Facebook oder mit seinem Google-Account ein.

Zum Download: Bunkr

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