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Laptop aufrüsten: 5 Tipps, um das Notebook wieder fit zu machen

Viele Laptops lassen sich aufrüsten.
Viele Laptops lassen sich aufrüsten. (©TURN ON 2017)

Auch ein betagter Laptop lässt sich häufig noch aufrüsten und so mit mehr RAM oder einer SSD wieder flott machen. Wir geben fünf Tipps und verraten auch, was Du besser lassen solltest. 

Ein alter PC, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist normalerweise kein Problem. Immerhin lassen sich praktisch alle Komponenten aufrüsten und gegen neuere Bauteile mit mehr Leistung austauschen. Problematischer wird es allerdings bei Laptops, denn diese lassen sich oft gar nicht oder nur sehr eingeschränkt aufrüsten. Wir verraten Dir, welche Möglichkeiten Du hast.

Aufrüstung ist modellabhängig

Ob sich ein Laptop aufrüsten lässt und welche Bauteile sich austauschen lassen, ist in erster Linie natürlich vom Modell abhängig. Leider fallen hier die meisten modernen Ultrabooks mit ultra-schlankem Gehäuse schon von vornherein heraus, da dort selbst Arbeitsspeicher und Festplatte oft fest verlötet und nicht modular verbaut sind. Eine große Hürde sind natürlich auch Unibody-Gehäuse, die es nahezu unmöglich machen, überhaupt an das Innenleben des Notebooks zu kommen.

Allgemein lassen sich meist Laptops ab einer Displaygröße von 15 Zoll recht gut aufrüsten, da hier im Gehäuse genügend Platz für die einzelnen Komponenten ist. Allerdings legt auch hier nicht jeder Hersteller Wert darauf, dass der Kunde leichten Zugang zum Innenleben des Rechners hat. Je nach Modell ist es teilweise ein echter Krampf, das Gehäuse zu öffnen. Andere Hersteller bauen hingegen freundlicherweise Wartungsklappen ein, mit denen sich wichtige Bauteile wie Festplatte oder Arbeitsspeicher unkompliziert erreichen lassen.

Je nach Modell solltest Du am besten im Handbuch nachschauen, ob ein nachträgliches Aufrüsten des Laptops möglich ist oder Dich im Internet nach Anleitungen erkundigen. Bedenke aber, dass bei vielen Herstellern automatisch die Garantie erlischt, wenn der Laptop eigenständig geöffnet wird und dass Eingriffe generell immer auf eigene Gefahr stattfinden.

1. Arbeitsspeicher austauschen und Aufrüsten

Zu den Komponenten, die sich bei Laptops am ehesten austauschen oder aufrüsten lassen, gehört der Arbeitsspeicher. Wie bei einem Desktop-Rechner lassen sich die RAM-Riegel dann mit wenig Aufwand gegen größere Riegel tauschen – einige Laptops haben zudem ab Werk noch freie Steckplätze für weitere Riegel. Meistens gibt der Hersteller in den technischen Spezifikationen an, ob sich der Arbeitsspeicher aufrüsten lässt und wie viele Steckplätze vorhanden oder belegt sind.

 Neue RAM-Riegel verpassen dem Laptop mehr Arbeitsspeicher. fullscreen
Neue RAM-Riegel verpassen dem Laptop mehr Arbeitsspeicher. (©Thinkstock/iStockphoto/Achim Prill 2017)

Beachten solltest Du, dass in Notebooks grundsätzlich die sogenannten SO-DIMM-Module für den Arbeitsspeicher zum Einsatz kommen. Diese sind etwas kleiner als die RAM-Riegel, die normalerweise in Desktop-Computern zum Einsatz kommen. Häufig bieten die Hersteller auf ihren Websites umfangreiche Kompatibilitätslisten, welche RAM-Bausteine mit welchen Laptop-Modellen kompatibel sind.

2. Neue Festplatte oder SSD einbauen

Auch die Festplatte lässt sich bei vielen Laptops austauschen beziehungsweise aufrüsten. Je nach Modell lassen sich oftmals neue 2,5-Zoll-Laufwerke mit mehr Speicherkapazität verbauen. Sinnvoller ist es jedoch, auf eine schnellere SSD umzusteigen. Diese gibt es für Laptops in verschiedenen Bauformen.

 Eine SSD beschert dem Notebook einen ordentlichen Tempo-Boost. fullscreen
Eine SSD beschert dem Notebook einen ordentlichen Tempo-Boost. (©Thinkstock/iStockphoto/theJIPEN 2017)

Zum Beispiel ist es oft möglich, eine bestehende 2,5-Zoll-HDD gegen eine 2,5-Zoll-SSD auszutauschen. Viele Notebooks haben jedoch auch einen mSATA-Slot oder einen M.2-Slot für SSDs im mSATA- oder M.2-Format. Grundsätzlich sind vor allem M.2-SSDs wegen der höheren Übertragungsraten den anderen Modellen vorzuziehen. Ob Dein Laptop einen mSATA- oder einen M.2-Slot besitzt, erfährst Du normalerweise im Handbuch.

3. Blu-ray-Laufwerk nachrüsten

Sofern der Laptop mit einem optischen Laufwerk für DVDs ausgestattet ist, sollte es prinzipiell auch möglich sein, dieses gegen ein Blu-ray-Laufwerk auszutauschen. Der Wechsel kann sich je nach Modell sehr einfach oder ziemlich kompliziert gestalten. Oft reicht es jedoch, eine einzelne Schraube auf der Rückseite des Gehäuses zu lösen und das alte Laufwerk herauszuziehen.

 Auch ein Blu-ray-Laufwerk lässt sich in vielen Fällen nachrüchten. fullscreen
Auch ein Blu-ray-Laufwerk lässt sich in vielen Fällen nachrüchten. (©mirceagrau/iStock/Thinkstock 2017)

Eine wichtige Voraussetzung, damit der Umstieg von DVD- auf Blu-ray-Laufwerk klappt, sind die richtigen Abmessungen des neuen Laufwerks. Schließlich muss dieses in den Slot des Notebooks passen. Hier solltest Du Dich am besten vorab über die Maße Informieren.

4. Akku tauschen

Viele Notebooks besitzen ab Werk einen austauschbaren Akku, der sich durch das Lösen einer Halterung oder mehrere Schrauben abnehmen lässt. In den meisten Fällen bieten die Hersteller selbst entsprechende Ersatz-Akkus an. Einige Modelle erfordern zum Tausch des Akkus das Öffnen des Gehäuses, bei anderen Notebooks ist ein Akku-Wechsel überhaupt nicht vorgesehen.

5. Prozessor und Grafikkarte tauschen

Ein Tausch von Prozessor und Grafikkarte ist bei Laptops nur in den seltensten Fällen möglich und auch dann nicht wirklich zu empfehlen. Im Regelfall sind sowohl CPU als auch GPU fest verlötet und lassen sich überhaupt nicht abnehmen. Selbst in Fällen, in denen es möglich ist, den Prozessor eines Laptops gegen ein anderes Modell zu wechseln, fällt diese Option meist flach, da Notebook-Prozessoren generell schwer zu bekommen und in der Regel viel zu teuer sind, als dass sich ein Upgrade auch wirklich lohnen würde.

 Bei Prozessor und Grafikkarte lässt sich in der Regel nichts machen. fullscreen
Bei Prozessor und Grafikkarte lässt sich in der Regel nichts machen. (©Thinkstock/iStockphoto/awayge 2017)

Zudem sollte hier dringend beachtet werden, dass spätestens das fest verbaute Kühlsystem allen Aufrüstungsversuchen einen Strich durch die Rechnung macht. Ein deutlich schnellerer Prozessor braucht schließlich auch eine viel bessere Kühlung, da sonst Überhitzung und Defekt drohen. Wenn der Prozessor des Notebooks zu langsam ist, empfiehlt sich demnach in den meisten Fällen der Umstieg auf ein neues Notebook. Noch aussichtsloser ist übrigens der Tausch der Grafikkarte, da separate Grafik-Chips für Notebooks normalerweise gar nicht erst im Handel angeboten werden.

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