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Virus entfernen unter Windows: Diese 5 Schritte können helfen

Keine Panik: Viren wirst Du unter Umständen wieder los.
Keine Panik: Viren wirst Du unter Umständen wieder los. (©Pixabay / StartUpStockPhotos 2016)

Möchtest Du in Windows 10 oder Windows 7 einen Virus entfernen? Dann hast Du vielleicht Glück, denn es gibt auch nach dem Virenbefall noch Möglichkeiten, wie Du den Computervirus wieder loswirst. Diese fünf Schritte können helfen.

Wer von einem Computervirus auf dem PC überrascht wird, bricht häufig erst einmal in Panik aus und ruft den größten Computerexperten im Familien- und Freundeskreis an, damit er schnell Erste Hilfe für den Rechner leistet. Oftmals bekommst Du das aber selbst hin. Versuche es mit den folgenden fünf Schritten.

1. Eine Warnung ist kein Virus

Wurde Dein Rechner überhaupt wirklich von einem Virus befallen? Antivirenprogramme warnen Dich, wenn sie einen potenziellen Virus auf dem Rechner entdeckt haben. Erstens ist es aber nicht unbedingt wirklich ein Virus und zweitens: Das Antivirenprogramm hat ihn rechtzeitig entdeckt, wenn es eine Warnung einblendet. Der PC wurde also noch nicht infiziert.

Die Antivirensoftware befördert den Virus dann selbstständig oder auf Deinen Wunsch in den Quarantänebereich, der vom übrigen PC isoliert ist. In der Regel bietet der Scanner Informationen über die entdeckten Schadprogramme an. Auch kannst Du entscheiden, ob Du die Viren oder potenziellen Viren endgültig löschen möchtest. Jedenfalls ist Dein PC nicht von einem Virus befallen, wenn Dein Antivirenprogramm lediglich einen Virusfund meldet.

2. Antivirus-CD mit Kaspersky Rescue Disc

Aber was tust Du, wenn Du sicher weißt, dass Dein PC von einem Virus befallen ist? Vielleicht kannst Du auf Windows gar nicht mehr zugreifen oder die Funktionen darin sind stark verlangsamt oder eingeschränkt. In solchen Fällen kann eine Antivirus-CD helfen. Damit ist ein Antivirenprogramm auf einem externen Datenträger wie einem USB-Stick, einer CD oder einer DVD gemeint.

 Mit Kaspersky Rescue Disk rückst Du einem Virus zu Leibe, der bereits Dein Windows-System infiziert hat. fullscreen
Mit Kaspersky Rescue Disk rückst Du einem Virus zu Leibe, der bereits Dein Windows-System infiziert hat. (©YouTube / rogueamp2 2017)

Klar: Die Antivirus-CD kannst Du auf dem befallenen PC unter Umständen nicht mehr erstellen. Das musst Du gegebenenfalls auf einem anderen Rechner tun. Eines der bekanntesten Antiviren-CD-Programme ist das kostenlose Kaspersky Rescue Disk. Lade Dir das Programm herunter, befördere es auf einen bootbaren USB-Stick und starte den Rechner vom Stick als Laufwerk aus. Dann solltest Du in der Regel dem Virus den Garaus machen können. Wie genau Du vorgehst, steht auf der Kaspersky-Website zur Software.

3. Wiederherstellung

Im abgesicherten Modus hat der Virus unter Umständen Windows nicht heimgesucht. Öffne also zunächst vor dem Windows-Start mit einem Druck auf "F8" den abgesicherten Modus. Von dort aus lässt Du, falls möglich, erst einmal den Virenscanner sein Werk verrichten. Vielleicht kann er den Virus gleich beseitigen.

 Mit einer Wiederherstellung von Windows sollte einem Virus in der Regel beizukommen sein. fullscreen
Mit einer Wiederherstellung von Windows sollte einem Virus in der Regel beizukommen sein. (©Screenshot TURN ON / Microsoft 2017)

Andernfalls greifst Du von hier aus auf die System-Wiederherstellung zu und setzt Windows via Backup auf einen früheren Systemzustand zurück. Gib dafür einfach in der Windows-Suche "Wiederherstellung" ein und öffne die Option. Dann gehst Du auf "Systemwiederherstellung öffnen" und folgst den Bildschirmanweisungen.

4. Windows neu installieren

Falls das alles nicht zum Erfolg führt, musst Du Windows neu installieren. Dafür brauchst Du einen anderen PC oder Laptop. Auf diesen lädst Du Dir von Microsoft die ISO-Datei von Windows 10 herunter, sicherst sie mit dem Media Creation Tool auf einem bootfähigen Medium wie einem USB-Stick und installierst Windows 10 dann auf dem vom Virus befallenen Rechner. Wie Du dabei vorgehen musst, erfährst Du hier.

5. Adware entfernen

Adware sind Werbeprogramme, die sich in Deinem Browser festbeißen und sich in der Windows-Registry breitmachen. Oftmals werden Freeware-Programme zusammen mit Adware angeboten. Wenn Du die entsprechenden Häkchen bei der Installation der Freeware nicht entfernst, wird die Adware mitinstalliert. Teilweise ist es sogar schwieriger, Adware wieder loszuwerden als Viren.

Wenn Du Glück hast, findest Du die Adware unter den normalen Programmen, wenn Du "Programme hinzufügen oder entfernen" in der Windows-Suche eintippst und sie dort ausfindig machst. Du kannst sie einfach hier deinstallieren. Andere Adware nistet sich als Browser-Erweiterung ein. Dann entfernst Du sie in den Browser-Einstellungen bei den Add-ons. In Chrome geht das etwa unter "Weitere Tools > Erweiterungen".

 Unter Umständen findest Du die Adware unter den Browser-Erweiterungen. fullscreen
Unter Umständen findest Du die Adware unter den Browser-Erweiterungen. (©Screenshot TURN ON / Google 2017)

Falls das nicht funktioniert, wirst Du Adware im Browser vielleicht mit Software wie der Anti Toolbar oder dem ToolbarTerminator los. Vermeide es, mit diesen Tools zusammen die Zusatzprogramme zu installieren, sonst musst Du diese gleich auch noch löschen. Hat auch das nichts gebracht? Dann geht es ab in die Registry, wo Du alle Adware-Einträge eigenhändig löschst. Gib "regedit" in der Windows-Suche ein und öffne den Registrierungseditor. Darin tippst Du auf "Strg + F" und suchst nach dem Adware-Schlüssel. Nach dem Löschen suchst Du mit "F3" den nächsten Schlüssel und löscht munter weiter, bis alle Adware verschwunden ist.

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