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Windows 10 optimieren: Die 8 besten Tipps und Tricks

Help Windows 10 optimieren
Help Windows 10 optimieren (©TURN ON 2016)

Mit 8 Tipps und Tricks kannst Du die Performance von Windows 10 verbessern und das Design an Deinen eigenen Geschmack anpassen. Von Bordmitteln bis hin zu Gratis-Apps stellen wir verschiedene Optionen für ein besseres Windows 10 vor.

Warum Windows 10 optimieren, wo doch Microsofts neuestes Betriebssystem schon perfekt ist? Vielleicht bist Du tatsächlich bereits vollauf zufrieden mit Deinem Windows 10, aber wenn Du bei Performance und Design noch Verbesserungsbedarf siehst, findest Du hier 8 Möglichkeiten, mehr aus Windows 10 herauszuholen.

1. SSD-Festplatte einbauen

Läuft Dein PC zu lahm, dann liegt das nicht unbedingt an Windows 10. Der wichtigste Tipp für die Steigerung der Systemleistung lautet, Windows 10 auf einer SSD-Festplatte zu installieren. Diese Festplatten erlauben einen deutlich schnelleren Speicherzugriff als mechanische Festplatten und obendrein funktionieren sie lautlos. Ihr Nachteil besteht darin, dass sie noch immer mehr kosten als mechanische Festplatten, aber inzwischen sind die Preise deutlich gesunken. So werden für eine 250 GB große SSD nur noch rund 80 Euro fällig und 500 GB gibt es schon für rund 130 Euro. Auch mit schwächeren Prozessoren sollte Windows 10 dank SSD viel runder laufen.

Falls Du nichts an Deiner Hardware verändern möchtest, stehen Dir einige Bordmittel zur Verfügung, um Windows 10 Feuer unterm Hintern zu machen. Leider sind viele Tipps zur Performance-Ssteigerung, die im Internet ihr Unwesen treiben, inzwischen redundant oder sie haben nie etwas getaugt. Empfehlenswert sind hingegen folgende Möglichkeiten.

2. Apps aus dem Autostart entfernen

Zunächst einmal führen mehr Programme im Autostart zu einem langsameren Hochfahren des Rechners, was man selbst mit Windows 10 auf einer SSD-Festplatte bemerkt. Um die Programme im Autostart zu begutachten und sie gegebenenfalls zu schließen, öffnest Du den Task Manager. Der ist Dir vielleicht schon vom Menü bekannt, das sich bei gleichzeitiger Eingabe von "Strg + Alt + "Entf" öffnet. Alternativ tippst Du mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste unten und wählst "Task-Manager" aus. Oben im Menü findest Du den Eintrag "Autostart" und dort kannst Du mit der rechten Maustaste auf ein ungewolltes Programm tippen und es "Deaktivieren".

3. Datenträgerbereinigung durchführen

Im Gegensatz zur Defragmentierung, die einer SSD-Festplatte sogar schaden kann, ist die Datenträgerbereinigung in Windows 10 zu empfehlen. Bei diesem Prozess wird die Festplatte von Datenmüll befreit, darunter temporäre Internet-Dateien, Systemfehler, Speicherabbild-Dateien, Setup-Protokolldateien und heruntergeladene Programmdateien. Um die Datenträgerbereinigung zu öffnen, tippst Du auf den Windows-Button links unten und klickst dann auf "Alle Apps". Scrolle runter bis zum Eintrag "Windows-Verwaltungs-Programme" und öffne ihn. Dann tippst Du auf "Datenträgerbereinigung".

Nun wählst Du das Laufwerk aus, das bereinigt werden soll. Nach der Berechnung des freizugebenden Speicherplatzes entscheidest Du, welche Dateitypen zu löschen sind, etwa temporäre Dateien oder der Papierkorb. Mit einem Klick auf den Button "Systemdateien bereinigen" löschst Du nicht mehr benötigte Systemdateien. Schließlich klickst Du auf "OK" und bestätigst die Wahl noch einmal. Vom Datenmüll befreit, sollte Dein System etwas schneller laufen und Du gewinnst Speicherplatz.

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Eine Datenträgerbereinigung kann Windows 10 schneller machen. (©Microsoft 2016)

4. Kacheln im Startmenü einrichten

Wieso Kacheln, sollst Du etwa Fliesen legen? Nein, hier geht es um die Windows-Kacheln, die Verknüpfungen zu Programmen darstellen. Das Startmenü ist das Menü mit den Kacheln, das sich durch einen Klick auf die Windows-Taste unten links öffnet. Die Größe einer einzelnen Kachel veränderst Du via Klick mit der rechten Maustaste auf eine Kachel, das Auswählen von "Größe" und darunter entweder "Klein", "Mittel", "Breit" oder "Groß". Um vier statt drei Kachelspalten nebeneinander anzeigen zu lassen, klickst Du mit der rechten Maustaste auf den Desktop und dann auf "Anpassen". Nun gehst Du auf "Start" und legst den Schalter bei "Mehr Kacheln anzeigen" auf "Ein" um.

Die sogenannten "Live-Kacheln" sind die Kacheln, die nach einer Weile aktualisierte Inhalte anzeigen, sich bewegen, Text auftauchen lassen und Ähnliches. Wer diese Aktivität als nervig oder ablenkend empfindet, schaltet die Live-Kacheln wie folgt ab: Tippe mit der rechten Maustaste auf eine Kachel, wähle "Live-Kachel deaktivieren" und schon bewegt sie sich nicht mehr. Wenn Du eine Kachel gar nicht mehr sehen möchtest, klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle "Von 'Start' lösen" aus. Soll mit der Kachel auch die zugehörige App deinstalliert werden, klicke mit der rechten Maustaste auf die Kachel und wähle "Deinstallieren" aus.

Die Kacheln können außerdem in verschiedene Gruppen wie "Internet" oder "Meine Programme" eingeordnet werden. Ziehe dafür eine Kachel an den oberen Rand des Startmenüs, bis ein heller Rahmen erscheint, und lasse sie los. Oberhalb der Gruppe kannst Du in der Titelzeile unter "Gruppe benennen" jene Gruppe auf einen Namen taufen. Um ein neues Programm oder eine App zu den Kacheln hinzuzufügen, gehst Du im Startmenü auf "Alle Apps", wählst aus der Liste die entsprechende App aus und schiebst sie mit der Maus zu den anderen Kacheln.

5. Farbe und Größe des Startmenüs ändern

Du kannst die Größe des Startmenüs ändern, wenn Du es wie andere Fenster mit der Maus an der Seite anklickst, die Taste gedrückt hältst und es kleiner oder größer ziehst. Möchtest Du die ganz große Show aus Deinen Windows-Kacheln machen, bietet sich der Vollbild-Modus an. Öffne hierzu via Start-Button die Windows-Einstellungen und klicke auf "Personalisierung". Hier wählst Du "Start" aus und legst den Schalter bei "Menü 'Start' im Vollbildmodus verwenden" um.

Hast Du Dein Wohnzimmer, passend zu Deinen "Hello Kitty-Stofftieren, rosafarben angestrichen und möchtest das nun auch mit Deinen Windows-Kacheln tun? Dann hast Du Glück, denn das funktioniert ganz einfach: Um die Farbe des Startmenüs inklusive der Kacheln zu ändern, gehst Du mit der rechten Maustaste auf den Desktop und klickst im Menü auf "Anpassen". Dort geht es weiter auf "Farben > Automatisch eine Akzentfarbe aus meinem Hintergrund auswählen > Aus" und nun wählst Du im Farbfeld darunter eine Farbe.  Stelle anschließend den Schalter beim Eintrag "Farbe auf Menü 'Start', Taskleiste und Info-Center anzeigen" auf "Ein".

6. Windows 10 ohne Passwort starten

Du musst zwar ein Passwort auswählen, um Windows 10 einzurichten, aber es ist nicht nötig, das Passwort bei jedem Systemstart erneut einzugeben. Die Passwortabfrage abzuschalten, bietet sich an, sofern Du keinen Grund hast, von einem fremden Zugriff auf Deinen PC auszugehen. Beispielsweise, wenn Du Deinen Desktop-PC nur zu Hause verwendest und nicht befürchten musst, dass jemand in Deine Wohnung einbricht und Deinen PC klaut. In diesem Fall kannst Du Zeit und Aufwand sparen, indem Du Windows 10 ohne Passwortabfrage starten lässt.

Und so geht das: Rufe im Startmenü "Benutzerkonten" auf und entferne im Abschnitt "Benutzer" den Haken bei "Benutzer müssen Benutzernamen und Kennwort eingeben", dann klicke auf "OK". Im neuen Fenster musst Du zur Bestätigung Dein Passwort noch ein Mal eingeben, dann klicke auf "OK" und schon brauchst Du nur noch Deinen Computer anzumachen, damit Dein PC gleich bis zum Desktop hochfährt, ohne den Vorgang mit einer Passwortabfrage zu unterbrechen. Das spart mehr Zeit und Nerven, als man glauben könnte.

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Windows 10 kann man auch ohne Passwortabfrage starten lassen. (©TURN ON 2015)

7. Hintergrundbild ändern

Das Hintergrundbild auf Deinem Desktop zeigt noch immer Deine Ex, obwohl sie sich schon vor einem Jahr mit Deinem Geld, Deiner Lieblingskatze und den Eiswürfeln aus Deinem Kühlschrank davongemacht hat? Dann wird es vielleicht doch mal Zeit für ein neues Hintergrundbild. Klicke auf den Start-Button und öffne dann die Windows-Einstellungen. Dann gehe auf "Personalisierung > Hintergrund". Nun kannst Du im Menü ein "Bild", eine "Volltonfarbe" oder eine Diashow" als Desktop-Hintergrundbild einrichten. Nun wähle das "Bild" aus und entscheide Dich entweder für ein vorinstalliertes Windows-Bild oder für ein Bild, das auf Deiner Festplatte gespeichert ist. Dieses wählst Du mit dem "Durchsuchen"-Button aus.

Nun kannst Du das Design des Hintergrundbilds im Detail anpassen. Bei "Anpassung auswählen" stehen Dir folgende Optionen zur Verfügung: "Ausfüllen" füllt den Desktop nach Möglichkeit mit dem ganzen Bild aus, "Anpassen" vergrößert das Bild, bis es am Desktop-Rand anliegt. Eventuell bleiben dabei freie Stellen übrig. Mit "Denen" wird das Bild in alle Richtungen gezerrt, bis der Desktop ausgefüllt ist. Darunter können die Bildproportionen leiden. "Kachel" verkleinert das Bild, sofern es nicht dasselbe Format hat wie der Desktop, und wiederholt es so oft, bis der Bildschirm damit ausgefüllt ist – wie mit Kacheln. "Zentriert" setzt das Bild in Originalgröße in die Bildschirmmitte, während "Strecken" das Bild streckt, bis dessen Seiten am Desktop-Rand anliegen.

8. Zurück zum Windows 7-Design

Wer sich nicht mit der Benutzeroberfläche von Windows 10 anfreunden kann, der kehrt mit dem Programm Classic Shell zum Design von Windows 7 zurück. Classic Shell passt Startmenü und Windows Explorer von Windows 10 so an, dass man sich als Windows 7-Nutzer gleich wieder zurechtfindet. Alternativ lässt sich das Startmenü mit verschiedenen Skins anpassen.

Außerdem haben einige Windows 10-Umsteiger diverse Bordmittel von Windows 7 im neuen Betriebssystem vermisst. Doch keine Panik. Der Missed Features Installer bringt die Features auch zu Windows 10. Unter anderem kehren mit dem Paket die Aero-Glass-Optik von Windows 7 zurück, der Windows Movie Maker und einfache Spiele wie "Solitaire" und "Minesweeper".

Zusammenfassung

  1. Die Performance eines Computers lässt sich mit der Installation von Windows 10 auf einer SSD-Festplatte stark verbessern
  2. Die Entfernung von Apps aus dem Autostart lässt den PC schneller starten
  3. Die Datenträgerbereinigung entfernt nicht mehr benötigte Dateien und entrümpelt den Computer
  4. Die Kacheln im Startmenü lassen sich in der Größe ändern, verschieben und entfernen
  5. Auch das ganze Startmenü lässt sich vergrößern oder verkleinern sowie in eine andere Farbe tauchen
  6. Du musst zwar bei der Windows-Installation ein Passwort wählen, aber es ist nicht nötig, es bei jedem Systemstart erneut einzugeben
  7. Das Desktop-Hintergrundbild lässt sich einfach verändern und anpassen
  8. Kannst Du mit dem Windows 10-Design nichts anfangen, ist es möglich, mit entsprechenden Programmen zum Windows 7-Design zurückzukehren und auch einige alte Features zurückzuholen
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